Da der Thread sich ja (von den Entgleisungen gestern abgesehen) in ein interessantes Diskussionsformat gewandelt hat und @tesa ja mehrfach erklärt hat, dass für sie das Thema erschöpfend behandelt wurde, setze ich mal ihr Einverständnis voraus, dass hier munter diskutiert werden darf. Tesa - schreib einfach Stopp, wenn Du das doof findest!
Mich beschäftigt diese Diskussion:
Zitat von leilani1801:Mir gibt die Fähigkeit meine 6ualität kontrollieren zu können sehr viel innere Stärke. Allerdings möchte ich da die Messlatte auch nicht zu hoch legen. Meine längste Zeit ohne 6 waren 3,5 Jahre - dann bin ich eingeknickt.
Mal schauen wie lange ich es jetzt schaffe.
Meinst Du das wirklich so, wie ich es verstehe, schaffen wie durchhalten, Dich selbst zu kasteien? Warum?
Ich sehe 6ualität bei Erwachsenen als ein ähnliches Grundbedürfnis wie essen, trinken, schlafen, soziale Kontakte. Maslow untere 3 Stufen.
Ich finde 6 auch am tollsten und für sämtliche Sinne am befriedigendsten, wenn ich verliebt bin oder in einer guten Liebesbeziehung lebe. Aber, schließt das für Dich 6 aus, wenn gerade beides nicht vorhanden ist?
Ich versuche meine Meinung (zu der ich erst nach und nach gekommen bin), an einem Beispiel zu verdeutlichen: viele Menschen können ein phantasievoll kreiertes und mit besten Zutaten bereitetes Essen hemmungslos genießen. Ich auch, das wird zelebriert und ich denke an die besten Mahlzeiten meines Lebens lange und gern zurück. Weil die nun so super waren, will ich trotzdem nicht täglich so ein Sterne-Menü. Könnte ich mir nicht leisten und befürchte, auch das nutzt sich ab. Trotzdem esse ich und freue mich zwischendurch auch mal heftig über eine billige Currywurst. Das schmälert meine Appetit auf Gourmetdinner absolut nicht.
Momentan habe ich keine Beziehung, heile noch von der letzten traumatischen (Affären)Beziehung und kann mich momentan auch keinem Mann als ernsthafte Kandidatin zumuten. Das wird noch dauern. Warum aber soll ich auf 6 komplett verzichten?
Ich habe mich nach Männern umgesehen, die ebenfalls aus egal welchen Gründen keine Partnerin fürs Leben suchen, mir körperlich und intellektuell aber prima gefallen. Ich finde solche Männer sehr einfach und lerne sie kennen, Vertrautheit muss entstehen, aus der gern auch Vertrauen werden darf. Also, ich bin nicht wahllos! So nach 2-3 Treffen wissen wir, ob wir uns genügend gefallen, um Lust aufeinander zu haben. Die Männer meistens eher, aber ich brauche erst etwas Austausch. Dann gehts ab ins Bett. Ich erwarte keine Höhenflüge, wobei ganz gute Erlebnisse dabei sind, weiß aber um die hormonell stimulierende Wirkung, die Auswirkungen auf meine seelische Zufriedenheit und die Entspannung beider 6Partner.
Insofern, @leilani1801 , kontrolliere ich meine 6ualität schon auch, aber dadurch, dass ich sie auslebe. Es macht mich zufrieden, begehrt zu werden, Lust zu haben und diese auszuleben und dadurch keine unsinnige (aus meiner Sicht) körperliche Bedürftigkeit zu entwickeln, die dann DER EINE, wenn er mir begegnet, bitte von null auf hundert abbekäme.
Enthaltsamkeit ist völlig OK, wenn man gedanklich mit anderen Dingen beschäftigt ist, keine Lust hat. Da wir (meistens) nun aber mal zweigeschlechtliche Wesen sind, erscheint mir selbst mühsam auferlegte Enthaltsamkeit widernatürlich. Mal ehrlich: es nutzt sich doch nichts ab dabei
