ysabell
Gast
Auch ich glaube, dass die Psychologie unseren Zeitgeist sehr beeinflusst.
Jetzt habe ich 2 Beispiele, die viel besser veranschaulichen, worauf ich hinaus will. Die Bewertung der 2 Optionen des Umgangs mit einem Thema sollen gerade keine Rolle spielen. Ich selbst habe ja viel Thera gemacht und saß auch wegen Liebeskummer beim Doc. Ich will nur veraschaulichen, dass mMn die Psychologie uns alle sehr beeinflusst. Btw: im positiven wie negativen, wie ich finde.
Etwas plakativ dargestellt. Es soll keine Idealisierung sein, denn ich glaube, eine gänzlich schmerzfreie Reaktion gibt es nicht:
wenn es heute in einer Beziehung zum Fremdgehen kommt, macht man lange Zeit Therapie oder auch Paartherapie; ist überzeugt, dass das für immer ein Riss im Herzen und der Beziehung Beziehung bedeutet usw.
In Therapie wird dann das Fremdgehen pathologisiert. Wie konnte es dazu kommen?
Ich selbst denke zwar, dass eine große Disharmonie und ähnliches einen Seitensprung auslösen können, aber ist das Fremdgehen tatsächlich immer Ausdruck einer gestörten Beziehung?
Wird es keine Seitensprünge mehr geben, wenn wir alle psychisch "gesund" sind?
Ich glaube nicht.
Ein Bsp. aus Vortherazeiten meiner Großeltern: meine Oma erfuhr, dass mein Opa einen Seitensprung hatte.
Sie ist eine 16O kleines stolzes Vollblutweib. Er ein 19O. Koloss und maskulin ohne Ende. Also 2 Extrempole.
Was tat sie in dieser Situation? Sie zog sich heiß an, dackelte erhobenen Hauptes an meinem Opa vorbei, direkt zum Nachbarn, den sie direkt fragte, ob er mit ihr schlafen wolle. Er nutzte diesen Glücksfall
Danach ging sie Heim, knallte meinem Opa eine und dann nahmen sie sich in den Arm. Fertig. Sie hätte mir einen Vogel gezeigt, wenn ich mich wegen eines Seitensprunges getrennt hätte!
Ich weiß, dass sie sogar noch S hatten, als sie ü8O. war
Wie würde vermutlich ein Psychologe darauf heute reagieren? Vermutlich würde er zunächst einmal die Ohrfeige als Gewalt bezeichnen und therapieren. Sodann vielleicht! suggerieren, dass der Seitensprung ein Liebestrauma sein muss und dass die Ursachen und der Kindheit des Paares liegen.
Bsp. Nr. 2: die Eltern eines älteren Freundes: er hatte öfter Lust auf S als sie. Wenn sie keine Lust hat, hat sie ihm Geld aus der Haushaltskasse in die Hand gedrückt und ihn aufgefordert, zu einer Prost. zu gehen und er hat es gemacht. Das demütigte ihn nicht und kränkte sie nicht. Es war einfach normal.