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Das Dilemma der intelligenten Frau

G
Zitat von ysabell:

ich bin ja auch gläubig, wenn ich auch meine Privatreligion habe , aber trotzdem ist der Tod für mich ein unglaublich schmerzhaftes Thema. Es ist ja dennoch eine gewisse Endgültigkeit. Es gibt viele kleine und große Endgültigkeiten in einem Leben.


Liebe Ysa

da stimme ich Dir zu. Habe auch so meinen ganz individuellen eigenen Glauben bzw. steht der nicht fest, sondern verändert sich noch beständig im Laufe meines Lebens durch zusätzliche Erkenntnisse und neu erworbenes Wissen.

Mit diesen kleinen und großen Endgültigkeiten setze ich mich auch immer wieder auseinander, ganz besonders wieder seit 1,5 Jahren bedingt durch einige gravierende Veränderungen und Lebensumstände nebst einem ganzen Berg an Hürden, Herausforderungen und Ungewißheiten. Da sollte man für sich selber schauen, was im eigenen Bereich des Möglichen und Machbaren liegt und versuchen einen möglichst optimalen Weg und Umgang damit zu finden, ggfs. auch die eigene innere Haltung dazu verändern, sich der Situation flexibel anpassen so gut es geht. Einfacher gesagt als getan...

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Y
Liebe Giu

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A


Das Dilemma der intelligenten Frau

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G
Zitat von ysabell:
wieso der letzte Satz? Weil Du doch geschrieben hast, dass es Dir ähnlich geht.

Ich bevorzuge nichtmal unbedingt diese Art zu leben, aber es drängt mich, durchbreche immer wieder mühsam erarbeitete Routinen. Auf Dauer ist das nämlich echt anstrengend! Da hast Du recht. Lese ich bsw. eine Nacht durch weil es gerade drängt, bin ich am nächsten Tag völlig übermüdet und das wirft dann meine Pläne über Bord. Ein Mittelweg wäre schön.


Liebe Ysa

dabei fällt mir gerade wieder ein, daß ich noch auf Deine Frage antworten wollte.
In der Hinsicht scheinen wir uns tatsächlich zu ähneln ! Einen langfristig beständigen Mittelweg habe ich bisher auch noch nicht gefunden.

Ja, es geht mir ähnlich ! Der Satz war unvollständig formuliert, ich bezog das allgemein auf die vielen verschiedenen Eigenschaften und Bedürfnisse der Menschen.

Zur WG :
Da habe ich wiederum Gemeinsamkeiten mit @stjärna bezüglich des Kochens. ich koche sehr gern und habe zu wenig Abnehmer. Da wäre eine solche WG schon ideal ! Bei 2 Köchen werden da allerdings noch mehr Mitbewohner benötigt, es sei denn Du möchtest gemästet werden.
Karamellisierte Möhren und Kohlrabi auch super lecker, ergänze ich um Tomaten

Die neue Kuchenkreation kam super an.

Beim Pfeffer werden ganze Pfefferkörner verwendet und später gemahlen oder grob zerkleinert. In einer Pfeffermühle verklebt das gerne, da eignet sich am besten Keramikmahlwerk.

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K
Zitat von megan:



wir leben aber mit dem steinzeit-angst-system und das ist auf solche existenzielle gefahren ausgelegt, die whynöttl meint und da ist es sinnvoll

angst, die mit dem nachdenken über vergangenes und dem hineinsinnen in die zukunft hochkommt fühlt sich wie existenzielle angst an, lähmt und stresst auch, ist aber dennoch davon zu unterscheiden

wenn ich in deutschland meinen job verliere oder meine firma pleite geht, heißt das nicht, dass ich verhungern werde

wenn ich eine krankheit habe die sich verschlimmert, klar denke ich (der eine öfter, der andere weniger oft) dann über den tot nach

aber der tot ansich ereilt uns alle früher oder später



@ megan

noch nie in einer Situation lebensgefährlicher Art gewesen zu sein, lässt derartige Schlüsse zu!

Wer z. B. gesundheitsgefährdend und lebensgefährdend - das sind schon 2 Paar Schuhe.

Und die Angst klein zu reden - jeder Mensch empfindet Angst anders....und Angst auf Grund von lebensgefährlichen Umständen zu haben, bleibt möglichst Vielen erspart. Ich kann dir sagen, dass
das ein Schei...-Gefühl und -Empfinden ist.

Dass Leben mit dem TOD endet, ist indes nicht soooooooooo neu - die Zeit bis dahin ist es, die
sehr abwechslungsreich positiv sein kann...sie ist es aber nicht immer und nicht bei jedem. Daher hinkt auch der Versuch, dass Evolutionäre damit zu verbinden....und dass HIER in D-Land niemand durch das soziale Netz fällt - ist das eine Verlegenheitsaussage? Wer nicht betroffen ist, ....

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megan
es tut mir leid, wenn ich mit meinem post gefühle verletzt habe
ich habe aus meiner anschauungsweise heraus geschrieben

meiner meinung nach halten die meisten 1000 dinge für selbstverständlich und für existenziell
eigentlich wird einem genau in dem moment bewusst, wenn es um leben oder tod geht, was wirklich wichtig ist

das ist in erster linie wasser und nahrung
wenn du mal 7 stunden keinen zugang zu wasser hast, denkst du nur noch daran
alles andere interessiert dich nicht

die meisten leute wertschätzen nicht ihr essen
bemerken nicht mal wie mit der umwelt und den tieren umgegangen wurde, die für den aufbau ihres körpers ihren eigenen hergeben mussten, sogar solchen, die ähnlich fühlen wie wir

nach meinem glauben ist alles energetisch verbunden
was sich für viele hier wahrscheinlich so dahingesagt anhört, ist für mich jeden atemzug tiefe überzeugung
mein körper ist nur eine irdische hülle, aus erde (alle elemente) und wasser gebaut

wenn meine lebensenergie zu klein ist um in diesem körper zu bleiben, verlässt sie ihn und die körperlichen bestandteile kommen wieder in den kreislauf zurück

eine Cobra, die merkt, dass es mit ihr zu ende geht
klettert auf einen baum, rollt sich ein und hört auf zu essen und trinken

ein erleuchteter Yogi gibt lächelnd seinen körper zurück
es ist für ihn, wie Ysa schon schrieb, nichts weiter als eine hülle
die er schon lange zuvor gelernt hat, jederzeit verlassen zu können

das heißt aber nicht, dass nichts bleibt
das was bleibt ist auch in der lage in anderen formen von leben, eine neue erscheinungsform anzunehmen

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K
@ Megan

mir macht das nichts mehr aus, wenn die Diskussionen in der Form aufkommen. Es geht allerdings darum, dass sich Menschen ggf. zurückgesetzt/verärgert fühlen, wenn sich die Palette dieser Thematik in einem mehr als bescheidenen Rahmen zeigt.
Wer wirtschaftlich bestens abgesichert ist, egal was auf sie/ihn auch immer zukommen mag, muss
sich keine Gedanken machen, dass bei gravierenden Einschnitten das soziale Netz greifen wird.
Kürzlich schrieb eine beamtete Dame zu dem Thema, dass in D-Land niemand durchs soziale Netz fällt - HIER ging es speziell um Frauen, die durch Trennung/Scheidung alles verloren haben und quasi vor dem Nichts stehen....und deshalb Angst haben, das Notwendigste zum Leben nicht mehr zu haben.
Kommt es zu gesundheitlichen mit gar lebensbedrohlichen Ereignissen - auch das gilt es in die Diskussionen aufzunehmen, denn auch in diesem Forum gibt es reichlich Menschen, die genau DAS zu bewältigen haben. Darüber in PN zu erfahren.... na ja!

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G
@megan

Es kommen ua. auch Themen auf, was wird aus den Menschen und Tieren, die zurückbleiben.
Kleine Kinder, Tiere die abhängig sind uvm.

Wie geht man mit dem Schmerz Anderer um, die nicht so denken und fühlen, wie verabschiedet man sich, was ist ggfs. noch zu regeln uvm.

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Y
Zitat:
es tut mir leid, wenn ich mit meinem post gefühle verletzt habe

meine hast Du überhaupt nicht verletzt Schnuckelputz
Mich interessieren Deine Gedanken sehr und meine Fragen oder auch Widerspruch heißt nicht, dass ich mich von Dir provoziert fühle.
Ich denke, bzw. erlebe recht ähnlich wie Du, aber Tod, Abschiednehmen ist für mich dennoch schmerzhaft. Meinen eigenen fürchte ich bisher nicht, aber wenn es um meine Liebsten geht-schwere Krankheit oder Tod, erfasst mich eine solch wahnsinnige Trauer und manchmal auch Panik- gerade erlebt: meine Freundin hatte einen mittelschweren Krankheitsverdacht und ich geriet in einen Fürsorgewahn. Und das obwohl ich genau das auch denke
Zitat:
das heißt aber nicht, dass nichts bleibt
das was bleibt ist auch in der lage in anderen formen von leben, eine neue erscheinungsform anzunehmen

Ich habe ganz ohne Forcierung zu viel erlebt, als dass ich an die absolute Endlichkeit glauben könnte.
Vor Wochen schrieb ein User im Sms,- oder Was ich gerade Denke-Thread, dass er die Stimme seiner verstorbenen Mama auf dem Anrufbeantworter gehört hat. Ich bin in Tränen ausgebrochen. Selbst wenn sich alles nur wandelt, eine neue Erscheinungsform annimmt, allein eine Stimme nie wieder zu hören, ist doch ein Abschied und ich glaube dass der Schmerz dazu gehört.

Ich finde das so sonderbar weil ich mit so vielen schweren Themen im Leben mit einer ziemlich positiven Haltung unterwegs bin; aus Dingen, die manch anderen verbittern lassen, noch was positives rausziehe. Meine große Liebe sagte mal, ich würde das Tuch des Lebens bis auf den letzten Tropfen auswringen Und er nennt mich Eudaimonia
Aber schon in Teenietagen war der Tod meine Achillesverse. Keine Ahnung warum.
Meine Partner waren ja auch immer älter als ich, aber noch weit entfernt vom Abdanken! Dennoch saß ich so oft am Bett meines schlafenden Liebsten und heulte weil ich dachte, er wird ja vor mir gehen und das will ich nicht. Das ist so unertäglich für mich, dass ich beschlossen habe, dass mein nächster Partner jünger sein muss, damit ich vor ihm gehe Das ist mein voller Ernst

@giu

Zitat:
Zur WG :

Habe mir heute ausgemalt, dass wir alle im Grünen leben und jeder ein eigenes Haus im Kreis hat und ab und zu treffen wir uns im riesigen gemeinsamen Garten, in dem natürlich auch Eichhörnchen, Igel, Falter und Co herum turnen. Und da begegnen wir uns dann wie hier nur live und dann verschwinden wir alle wieder in unseren Hüttchen
Zitat:
Da habe ich wiederum Gemeinsamkeiten mit @stjärna bezüglich des Kochens. ich koche sehr gern und habe zu wenig Abnehmer. Da wäre eine solche WG schon ideal ! Bei 2 Köchen werden da allerdings noch mehr Mitbewohner benötigt, es sei denn Du möchtest gemästet werden.
Karamellisierte Möhren und Kohlrabi auch super lecker, ergänze ich um Tomaten

Ja, ich möchte gemästet werden

p.s. @GiuliettaV

wenn ich nur Giu schreibe, wird das G immer klein gemacht. Kann es nicht ändern.

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Y
@giu

Zitat:
Mit diesen kleinen und großen Endgültigkeiten setze ich mich auch immer wieder auseinander, ganz besonders wieder seit 1,5 Jahren bedingt durch einige gravierende Veränderungen und Lebensumstände nebst einem ganzen Berg an Hürden, Herausforderungen und Ungewißheiten. Da sollte man für sich selber schauen, was im eigenen Bereich des Möglichen und Machbaren liegt und versuchen einen möglichst optimalen Weg und Umgang damit zu finden, ggfs. auch die eigene innere Haltung dazu verändern, sich der Situation flexibel anpassen so gut es geht. Einfacher gesagt als getan...

ja, das ist schwer, wenn man es gerade erlebt Dann fühlt man sich manchmal unsicher oder schwach und darum braucht man Menschen, die einen ermuntern, raten. Und dann wieder ist man selbst der Ratgebende. Also immer einer, der es gerade sagt, und einer der es dann tut Und vielleicht kann man manchmal sogar Dinge von anderen mittragen lassen. Oft bittet man gar nicht um Unterstützung und sieht alleine keine Wege. Macht es sich also schwerer, als es ist.
Und denoch, ohne all diese Hürden, Schwierigkeiten würde es dem Leben vielleicht auch an Ernsthaftlichkeit, an Schwere fehlen, die uns ja auch so mitfühlend, so schöpferisch macht, uns zuweilen auch weiter bringt. All die Poesie, Musik, Skulpturen gäbe es wohl gar nicht, ohne diese schmerzhaften Themen.
Zurückdenkend ist es immer einfacher, aber ich denke, dass ich ohne gerade die sehr großen Herausforderungen in meinem Leben, nie die Ysa geworden wäre, die ich heute bin. Auch meine Stärke ist gewachsen. Das soll aber keine Schönfärberei sein. Zu viel sollte einem Menschen auch nicht aufgetragen werden. Viele zerbrechen ja auch daran, statt gestärkt daraus hervor zu gehen.

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G
Zitat von ysabell:
Aber schon in Teenietagen war der Tod meine Achillesverse. Keine Ahnung warum.
Meine Partner waren ja auch immer älter als ich, aber noch weit entfernt vom Abdanken! Dennoch saß ich so oft am Bett meines schlafenden Liebsten und heulte weil ich dachte, er wird ja vor mir gehen und das will ich nicht. Das ist so unertäglich für mich, dass ich beschlossen habe, dass mein nächster Partner jünger sein muss, damit ich vor ihm gehe Das ist mein voller Ernst


Ysa

Habe schon einige mir sehr nahe stehende Menschen bereits in jüngeren Jahren und sehr viele Tiere loslassen müssen. Schon manchmal schwer genug. Was mir sehr viel schwerer fällt ist den Schmerz und die Trauer die Andere meinetwegen haben wahrzunehmen.

Zitat:
ja, das ist schwer, wenn man es gerade erlebt Dann fühlt man sich manchmal unsicher oder schwach und darum braucht man Menschen, die einen ermuntern, raten. Und dann wieder ist man selbst der Ratgebende. Also immer einer, der es gerade sagt, und einer der es dann tut Und vielleicht kann man manchmal sogar Dinge von anderen mittragen lassen. Oft bittet man gar nicht um Unterstützung und sieht alleine keine Wege. Macht es sich also schwerer, als es ist.


Das stimmt, da sprichst Du etwas an, wo ich wohl meistens viel zu oft und zu viel Dinge mit mir alleine ausmache und vermutlich geht es auch einigen Anderen hier so.

Zitat:
Und denoch, ohne all diese Hürden, Schwierigkeiten würde es dem Leben vielleicht auch an Ernsthaftlichkeit, an Schwere fehlen, die uns ja auch so mitfühlend, so schöpferisch macht, uns zuweilen auch weiter bringt. All die Poesie, Musik, Skulpturen gäbe es wohl gar nicht, ohne diese schmerzhaften Themen. Zurückdenkend ist es immer einfacher, aber ich denke, dass ich ohne gerade die sehr großen Herausforderungen in meinem Leben, nie die Ysa geworden wäre, die ich heute bin. Auch meine Stärke ist gewachsen. Das soll aber keine Schönfärberei sein. Zu viel sollte einem Menschen auch nicht aufgetragen werden. Viele zerbrechen ja auch daran, statt gestärkt daraus hervor zu gehen.


Ja, sehe ich auch so. Es sind diese Hürden und Herausforderungen, die im Grunde ein sehr großes Potenzial bieten sozusagen über sich selber hinauszuwachsen.

Zitat:
@giu

Habe mir heute ausgemalt, dass wir alle im Grünen leben und jeder ein eigenes Haus im Kreis hat und ab und zu treffen wir uns im riesigen gemeinsamen Garten, in dem natürlich auch Eichhörnchen, Igel, Falter und Co herum turnen. Und da begegnen wir uns dann wie hier nur live und dann verschwinden wir alle wieder in unseren Hüttchen


Das klingt sehr verlockend !

Ab und an ein nettes Lagerfeuer, Tiere beobachten und Sternschnuppen zählen im Sommer und bei Ekelwetter gemütliche Abende am Kaminofen.

Zitat:
Ja, ich möchte gemästet werden

p.s. @GiuliettaV

wenn ich nur Giu schreibe, wird das G immer klein gemacht. Kann es nicht ändern.


Werde Dich dann mit viel Liebe und Leckereien mästen.

Alles gut, weiß ja auch so, daß Du mich meinst.

Wünsche Dir und Allen Anderen eine erholsame Nacht und süße Träume !

x 1 #3460


Y
Zitat:
Wünsche Dir und Allen Anderen eine erholsame Nacht und süße Träume !


Danke liebe Giu. Das wünsche ich Dir auch! Eine friedliche Nacht, in der Du Dich geborgen fühlst Der letzte Gedanke vor dem Einschlafen sollte immer ein schöner oder tröstlicher sein. Das lockt die Engel an

x 1 #3461


Lebensfreude
Zitat von ysabell:

Danke liebe Giu. Das wünsche ich Dir auch! Eine friedliche Nacht, in der Du Dich geborgen fühlst Der letzte Gedanke vor dem Einschlafen sollte immer ein schöner oder tröstlicher sein. Das lockt die Engel an

Dat haste schön gesagt.

x 2 #3462


W
Zitat von tesa:
Ich wollte immer ein Buch schreiben, wenn ich deine Texte lese, will ich das nicht mehr! Ich bin nicht halb so gut!


Danke!
Dann schreibe es, und ich lektoriere es, wenn Du willst .

Zitat von arjuni:
Kann man vorher nicht wissen, dass das so ist.


Eben das habe ich ja gesagt. 50 : 50. Wenn nun aber jemand die Überzeugung hat, mit dem Tod sei alles zu Ende, dann kann er etwaigen Ängsten durch diese Überlegung, daß der Tod (der eigene) im Leben ja nicht vorkommt, entgegenwirken.

Zitat von arjuni:
So selten ist das nun wieder auch nicht. Das erleben z.B. Menschen, die schwer erkranken und dadurch auch in finanzielle Notlagen geraten. Das sind gar nicht mal so wenige.


Ich habe nur von den fundamentalen existenziellen Ängsten gesprochen. Man kann natürlich auch vor einer Prüfung Angst haben, vor Krankheiten, vor dem sozialen Abstieg, auch vor Spinnen oder Schlangen - es gibt tausenderlei Ängste.
Was ich aber meinte, ist - um Leben und Tod geht es nur in den seltensten Fällen. Ein sozialer Abstieg etwa mag enorme Angst machen, aber tödlich wird er nicht sein, es sei denn, jemand verzweifelt darüber dermaßen, daß er seinem Leben selber ein Ende setzt.
Das Problem ist, wie @megan schon gesagt hat, daß unser Angstsystem ein archaisches ist und sich das Todesangstgefühl, also eine echte existenzielle Angst, auf alles Mögliche beziehen kann. Und das ist eben irrational. Die Angst steht oft in keinem Verhältnis zur Ursache.

Und weil von eigenen Erfahrungen gesprochen worden ist: Ich war, vor Jahrzehnten, todkrank, mit einer 5%-Überlebenschance. Gerade diese Erfahrung hat mir aber mehr oder weniger jede Angst genommen, und ich war nicht einmal in dieser Situation, die sich über Monate erstreckt hat, ängstlich (deshalb ist auch die Angst vor einer solchen Situation verschwunden, weil man zwar davor, in der Vorstellung, Angst haben mag, aber nicht dann in der Situation selber). Problematischer waren hier schon die monatelange schwersten Schmerzen, und nach der Operation konnte ich wochenlang nichts essen und habe alle zwei Stunden gekotzt. Das alles war doch etwas schwerer durchzustehen als der Anblick des Todes. Aber es hat mich keineswegs zermürbt. Am Rande des Lebens herrschen ganz andere Gesetze als mitten im Leben.
Oder das Jahr 2011. Erst der Vater verunfallt, monatelanges Koma, die Mutter ahnungslos (weil die Ärzte bei jedem Besuch gesagt haben, er schlafe nur wegen der Schmerzmedikamente), dann der Vater gestorben. Wenige Monate später Trennung von meiner damaligen Partnerin, zudem Verlust des Hauses dadurch. Ein paar Wochen später die Schwester gestorben, Mittwoch noch selber ins KH, Donnerstag gelb am ganzen Körper, Freitag dunkelgelb und die meiste Zeit bewußtlos, Samstag gestorben. Die Mutter, wieder ahnungslos, was die Tochter überhaupt hat, ein völliges nervliches Wrack.
Es ist also durchaus nicht so, daß ich nur von bloßen Theorien reden würde, von den eigenen Erfahrung her aber ganz unwissend wäre.

Was mich aber richtig niedergeworfen hat, das einziges Mal in meinem Leben überhaupt, das war die Trennung von meiner Ex. Und das hat mir ein Licht aufgehen lassen. Dieser seelische (und auch geistige) Untergang ist schlimmer als der körperliche oder sonst ein Unglück. Denn dadurch verliert man sich tatsächlich und ist ausgelöscht, während ich durch diese ganze lange Krankheitszeit hindurch dieses Gefühl nicht eine Sekunde hatte.
Worauf ich also vor allem achten würde, ist, immer bewußt zu bleiben, komme, was wolle. Dann kann einen selbst der Tod nichts anhaben.

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W
Zitat von tesa:
Heute habe ich so gelesen, dass Bindungsgefühle beim Küssen oder S*** entstehen!


Ja, aber angeblich nur, wenn es bei Letzterem auch zum O. kommt. Ansonsten kann sogar das Gegenteil entstehen.
Außerdem würde ich wohl meinen, das hängt von anderen Dingen viel mehr ab und im Küssen und beim S. zeigt sich nur der Ausdruck davon. Man sollte nicht versuchen, daß Ei mit dem Huhn aufzuzäumen.

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G
Zitat von ysabell:

Danke liebe Giu. Das wünsche ich Dir auch! Eine friedliche Nacht, in der Du Dich geborgen fühlst Der letzte Gedanke vor dem Einschlafen sollte immer ein schöner oder tröstlicher sein. Das lockt die Engel an


Guten Morgen liebe @ysabell

Das hast Du wirklich wunderschön geschrieben, danke Dir !

Hoffe Du hast auch gut geschlafen und hattest eine ganze Schar Engel um Dich.

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