Zitat von Maritinenine:Hab sie nach längerem Suchen endlich gefunden
Danke nochmal, ich habe diese Zusammenfassung nun gelesen.
Es ist nicht im eigentlichen Sinne eine Studie, sondern die Autorin (sie ist wohl Kinder- und Jugendpsychologin?) fasst vorliegende Studien für eine eigene Diskussion des Themas Jungen/Männer zusammen.
Nur als vorab Hinweis; das ist immer wichtig, denn es gibt ja den Stille-Post-Effekt. Aber man liest dann eben selten wirklich selber die Studien aus Papua-Neuginea.
Das ist jetzt aber auch vernachlässigbar, die Autorin beschäftigt sich ja mit den Schwierigkeiten von Jungen/Männern, zeigt die signifikant erhöhte Selbstmordrate auf usw.
Zitat von Maritinenine:Ist ziemlich hart was die da machen aus dem kulturellen Anpassungsdruck heraus.
Ja. Meine Rede übrigens (mir ist nämlich bisher völlig unklar, worauf Du mit Deinem Beitrag, in dem Du diese Abhandlung ins Spiel bringst, hinaus willst).
Die von Diepold erwähnte Quelle von Schmauch-Anatomie und Schicksal-Zur Psychoanalyse der frühen Geschlechtersozialisation - habe ich zufällig selbst gelesen und kann daher diesen Part einwandfrei zitieren:
Jungen sind motorisch expansiver, machen wildere Spiele und sind stärker an Din-
gen orientiert als Mädchen, die eher Phantasiespiele machen. Schmauch (1993)
hat in detaillierten Beobachtungen von Kleinkindern in einer Krabbelstube einen
Zusammenhang zwischen diesem Jungenverhalten und dem Mütterverhalten fest-
gestellt. In Trennungssituationen lockern Mütter die symbiotische Beziehung zu
ihren Söhnen aktiv und geben ihnen als Trennungshilfen nicht weiche und schmu-
sige Gegenstände, die als Übergangsobjekte vertraut sind und regressive Neigun-
gen stützen, sondern kleine Autos, Comic-Heftchen, Bilderbücher. Sie zwingen auf
diese Weise die Söhne, mit ihren Ängsten motorisch aktiv und expansiv umzu-
gehen und verhindern regressives Verhalten. Jungen regredieren aber trotzdem
nicht weniger, sondern tun es in anderer Form als Mädchen, z.B. durch Bettnäs-
sen, Einkoten, Einschlafstörungen oder aggressives Agieren.
Das ist schlimm, ja, absolut.
Aber was kann ich als Frau jetzt dafür tun, Männern zu helfen? Und damit ja auch letztlich mir selber, denn ich will ja mit Männern Umgang haben. Und vorallem mag ich gefühlvolle Männer bzw. (denn das sind ja fast alle), Männer die in der Hinsicht mit sich klarkommen und einen Ausdruck bzw. Umgang damit gefunden haben. Genausolche Frauen mag ich übrigens auch, denn Frau sein ist ja weiß Gott nicht = Guter Umgang mit Gefühlen.
Viel kann ich da nicht machen. Das sind dann Auseinandersetzungen, die Männer mit sich selbst führen müssen, spätestens dann eben als Erwachsene. Und daran krankt es.
Ansonsten erzähle ich sicher niemandem das Märchen vom Alpha-Mann, vom Love-Bombing, Schiffe-Versenking und Kaugummi-Spielen. Dann kann ich ansonsten noch Wörter aus meinem Wortschatz streichen wie Weichei, Lusche, usw. - ich kenn davon ne Menge, weil ich sie in einem fröhlichen Schlagabtausch auch gern mal raushaue. Richtig gut ist das aber nicht.
Mehr kann ich dann für Männer glaub ich nicht tun. Ich bin offen für alles. Aber jeder Mensch muss eben auch selbst seine persönlichen Aufgaben angehen und vielleicht sogar lösen.