Zitat von tesa:Also dazu gibt's Hirnforschungen. Und vieles ist eben typisch männlich/weiblich.
Ich habe mich ja auch nicht auf die aktuelle Forschung berufen, sondern auf Erfahrungen, die ich in meinem Leben gemacht habe.
Vor kurzem habe ich beim Spiegel oder Tagesschau.de einen Artikel gelesen, dass nach einer superaktuellen Studie die Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Gehirn verschwindend gering ist.
Woran ich auf jeden Fall glaube, ist, dass unterschiedliche Hormone einen beträchtlichen Einfluss auf charakterliche Eigenschaften haben. Das merke ich selbst durch meinen Zyklus. Transsexuelle berichten ja ähnliches wenn sie bspw. zum Mann werden wollen und große Mengen an Testosteron zu sich nehmen.
Aber dies ist eben nur ein Faktor. Dazu kommen noch die Gene und die sozialen Umstände. Was meines Erachtens den Charakter eines Menschen ausmacht ist demnach ein Zusammenspiel verschiedener Aspekte.
Was auch nicht zu unterschätzen ist, dass Menschen ein starkes Bedürfnis nach gesellschaftlicher Zugehörigkeit haben.
Dh gibt die Gesellschaft eine Blaupause vor wie Männer und Frauen zu sein haben, entspricht man dem gerne, weil man nicht Außenseiter sein möchte und unterdrückt wohlmöglich Anteile, die (als Frau) eher männlich anmuten.
Ein unglaublich komplexes Thema und es wird sicherlich noch sehr lange dauern, bis die Wissenschaft zu einem endgültigen Ergebnis kommt.
Dass alleine die Biologie das Verhalten eines Menschen formt glaube ich definitiv nicht. An einfachen einseitig ausgerichteten Wahrheiten ist immer was faul.
Natürlich wird die Wahrnehmung größtenteils davon geprägt in welchen Kreisen man verkehrt. Und da sieht es bei mir so aus, dass bei den mir bekannten Päärchen ausnahmslos beide arbeiten. Das Standing der jeweiligen Berufe ist in der Regel gleichwertig mit einigen Ausnahmen, wobei es bei diesen Ausnahmen sich wiederum die Waage hält ob die Frau mehr verdient bzw. der Mann.
Die klassische Aufteilung - Mann macht Karriere, Frau bleibt zu Hause bei den Kindern, gibt es nicht mehr.
Zitat von tesa:Haha! In welcher Generation genau? Eventuell in der X,Y,Z?
Wenn ich es richtig erinnere, gehöre ich zur generation x.
Kenne 2 Ärztinnen und einen Arzt näher. Ärztin Nummer eins war jahrelang mit einem Kollegen zusammen, Ärztin Nummer 2 mit einem Krankenpfleger, der Arzt mit einer Lehrerin.
Da habe ich allerseits gehört, dass die klassische Nummer Arzt heiratet Krankenschwester eher selten vorkommt. Dort herrscht anscheinend wie mir berichtet wurde eine Art Standesdünkel und mittlerweile ist es wohl so, dass auf Augenhöhe geheiratet wird.
Kenne das auch selbst. Einige Male einen Rechtsanwalt gedatet, dem ich als Wald und Wiesen-Akademikerin ohne durchgestylte Wohnung nicht schick genug war. Als das Thema Beziehung im Raum stand, kam von ihm, dass er uns nicht als Paar sieht, denn ich hätte ja nicht mal einen Doktortitel.