Tesa, es ist allerdings schon sehr auffällig, dass Du nur die für Dich positiven Erklärungen annimmst, und alles, was irgendwie mit Schwierigkeiten bei Dir selbst zu tun haben könnte, rigoros negierst. Es können doch definitiv nicht nur die anderen (aka Männer) schuld sein an Deinem Dilemma? Du bist jedenfalls die einzige Frau, von der ich je gehört habe, der es in all den Jahren nicht ein einziges Mal gelungen ist, eine tragfähige Beziehung zu führen. Daran können, mit Verlaub, doch nicht die Männer schuld sein, denn es sind ja die gleichen Männer, die mit anderen Frauen sehr wohl Beziehungen führen Nur halt mit Dir nicht.
Und es wird für Frauen natürlich auch nicht leichter, im Alter noch einen Mann zu finden. Früher sagte man ja, dass es für eine Frau über vierzig wahrscheinlicher ist, vom Blitz getroffen zu werden als noch mal zu heiraten
Für Frauen wird es ja schon ab 30 schwieriger, das haben mir sehr sehr viele Frauen bestätigt. Unsere beste Zeit ist halt in den Zwanzigern, was die Attraktivität angeht. Früher gab es auch so Bräuche, dass man mit 30, wenn man da noch nicht verheiratet war, Klinken putzen oder fegen musste und so was
Ab 30 geht es ja damit schon bergab, und das gilt für Männer nicht in dem Maße, weil Frauen andere Maßstäbe an die Attraktivität eines Mannes legen, und die sind relativ altersunabhängig. Bzw. gelingt es vielen Männern sogar erst in höherem Alter, attraktiv für Frauen zu werden (durch Status, Persönlichkeitsreifung, Bildung usw.). Das ist halt eine Diskrepanz, und ich kenne auch Frauen in den Vierzigern, die früher sehr schön waren und irgendwie nicht sehen, dass der Lack ab ist und sich auch jetzt im Alter noch so prätentiös und prinzessinnenhaft benehmen wie damals mit 25
Das scheint für Dich nicht zu gelten, weil Du Dich sogar mit Brotkrumen seitens der Männer zufriedengibst, und das ist ja das Gegenteil von Prinzessinnenverhalten (allerdings ist es auch sehr weit entfernt von Königinnenverhalten )
Zitat von tesa:Aktuell ärgere ich mich grad, dass mein Kandidat sich nicht mal merken kann, wann ich Zeit habe. Aber was soll ich tun? Wenn ich mich aufrege, ist er gänzlich weg. Dann heißt es wieder, ich sei kompliziert.
So was hier zum Beispiel regt mich auf Du nimmst also in Kauf, dass ein Mann sich gar nicht für Dich interessiert, und bemühst Dich sogar noch, einfach und stressfrei zu sein? Welche Botschaft vermittelst Du denn dem Mann damit? Ich, Tesa, bin so bedürftig nach einem Mann, dass ich jedes desinteressierte und womöglich auch respektlose Verhalten toleriere, nur um ihn nicht ganz zu verlieren. Das hast Du exakt so geschrieben, und das finde ich wirklich bedenklich. Denn Männer spüren so was. Sein Interesse wird dadurch nicht wachsen, im Gegenteil. Und das meinte ich mit dem obigen leicht zu haben sein, denn wenn das wirklich so ist, dann BIST Du ja leicht zu haben. Der Mann muss sich nicht bemühen, er muss sich nicht mal für Dich interessieren, und Du bietest Dich ihm trotzdem an. Das genau IST doch eben leicht zu haben
Man muss ja keinen Stress und kein Drama machen, wenn ein Mann sich desinteressiert verhält. Aber ich z.B. verliere auch das Interesse an einem Mann, wenn der sich nicht deutlich für mich interessiert. Mein Desinteresse ist dann dergestalt, dass er es bemerken muss (bisher hat es jedenfalls jeder Mann gemerkt). Ich melde mich nicht mehr von mir aus, antworte nur noch kurz und knapp und oft auch sehr spät, wenn er schreibt oder beantworte Anrufe nicht, wenn ich grad keine Lust hab mit ihm zu reden. Hab nicht mehr so viel Zeit für Treffen, weil ich mich wieder lieber anderen Dingen im Leben widme, die mir wichtiger sind ... kurzum, ich nehme ihm Priorität und sortiere ihn von der Priorität ungefähr da ein, wo ich mich gefühlt für ihn befinde (und wenn das hinter Job, Freunden, Hobbys, Garten und Netflix ist, dann ist das eben so ).
Und entweder, er spürt das und legt sich mehr ins Zeug, räumt mir also wieder eine höhere Priorität ein, oder ich bin halt weg. Denn wenn er es nicht tut, dann war sein Interesse an mir eben nicht groß genug, und dann ist es auch kein Schaden, wenn er weg ist. Im Gegenteil.
Ich würde so was auch nie ansprechen einem Mann gegenüber, es gibt also von meiner Seite aus keinen Stress oder Druck (was soll man dazu auch sagen? Interessier Dich mal bisschen mehr für mich? Das ergibt ja keinen Sinn, also kann man sich den Atem sparen). Aber mein Verhalten zeigt dem Mann deutlich, was da gerade bei MIR passiert - nämlich, dass ich mich wieder von ihm entferne und er keine Priorität mehr in meinem Leben genießt.
Viel wichtiger finde ich aber, was das mit DIR macht, wenn Du Dich Männern gegenüber so verhältst. Wenn Du Dinge tolerierst, die Dir eigentlich nicht passen, aber aus Angst, ihn zu verlieren diese nicht äußerst? Das nagt doch permanent an Deinem Selbstwert, und das ist nicht gut! Ich sehe das daher überhaupt nicht so wie Chrisi, dass Du zu gut/zu wertvoll bist für die Männer, auch wenn das natürlich für Dich die schmeichelhafteste Erklärung ist Mir ist aber auch kein einziger Mann bekannt, der eine Frau, die er als sehr wertvoll/zu wertvoll betrachtet, gehen lassen würde Im Gegenteil will er ja gerade so eine Frau behalten.
Wenn aber nun Dein Wert oberflächlich betrachtet hoch ist, also auf den ersten Blick (attraktiv, gebildet, hoher Status, gepflegt, stilvoll, intelligent ...), und der Mann im Laufe des Verhältnisses sieht, dass der dahinterliegende SELBST-wert alles andere als das ist (weil Du Dir Dinge gefallen lässt, die Du gar nicht willst; weil Du Dich nicht durchsetzt; weil Du eben bedürftig erscheinst und Dich sogar auf eine Affäre einlässt, obwohl Du was anderes möchtest), dann ist er natürlich enttäuscht. Das ist ja ein bisschen nach dem Motto es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Der oberflächliche Wert eines Menschen trägt halt nicht lange wenn die zugrundeliegende Basis nicht dazu passt.