Zitat von Kaetzchen:Ja, das hab ich auch vor langer Zeit schon mal gelesen, auch, dass die berühmten "Schmetterlinge im Bauch" ja nichts weiter als Adrenalin sind, das eben bei Angst ausgeschüttet wird
Erklärt, warum ich vermeintlich auf solche Männer anspringe, dabei hab ich eigentlich nur Angst und will flüchten und die "guten" lösen das halt nicht aus, da fühle ich mich einfach nur wohl in ihrer Gegenwart, aber eben halt nur so kumpelhaft gut
Ich verstehe worauf Du hinaus willst. So einfach ist das leider nicht und scheint mal wieder so ein vertrackt komplexes Thema zu sein. Habe mir vorgenommen mich damit noch mal intensiver zu befassen. Es gibt zum Beispiel den Begriff der "Lustangst" und ein gewisser Anteil an Angst und eines damit automatisch allgemein einhergehenden Zustandes der Erregung scheinen eine Grundvoraussetzung für die Entstehung 6ueller Erregung zu sein.
Das Verhältnis von Angst -Sicherheit ist dabei individuell unterschiedlich ausgeprägt samt Lustempfinden, Risikoverhalten und Neugier, vom ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis bis hin zum "High Sensation Seeker". Es kann sogar bei manchen Menschen zur unwillentlichen rein körperlichen 6uellen Erregung kommen bei gleichzeitigem Ekelgefühl. Da ist von A-Z anscheinend Vieles möglich.
Zitat:Ich hab ja eh manchmal den Eindruck dass Frauen oft ganz anders auf ambivalente Emotionen reagieren als Männer.
Ich zum Beispiel hab auf Ambivalenz überhaupt gar keine Lust.
Was ich ziemlich gut verstehen kann. Mir gefällt mein derzeitig ambivalenter Zustand nicht wirklich.
Und möchte wieder in den authentischen Zustand, weil ich nur den wirklich intensiv und auch nachhaltig genießen kann.
Zitat:Ja, so in der Art. Auf der einen Seite Anziehung durch eben die gelernten "Muster", und auf der anderen Seite genau die Angst davor dadurch, dass ich die Muster inzwischen (er)kenne
Also Kopf gegen Herz. Das Herz sagt ja - weil halt bekannte Muster - und der Kopf schreit nein. Und dann knirscht es halt im Getriebe. Total blöd
Ja, dem kann ich mich nur anschließen.
Zitat:Es wird ja auch hier im Forum immer allen geraten, erst mal "zu sich selbst zu finden", glücklich zu werden mit dem Singledasein, nicht mehr bedürftig zu sein usw. Meiner Erfahrung nach wird man dadurch aber auch genau zum Langzeitsingle, weil wenn man gar keine Bedürfnisse mehr hat, braucht man ja auch nix und niemanden mehr oder wird soooo anspruchsvoll, dass da schon ein Non-plus-ultra-Mensch kommen muss, damit man seine Freiheit für ihn einschränkt. Der Weisheit letzter Schluss ist das meiner Meinung nach also auch nicht (die am schwierigsten zu bindenden Menschen sind wohl die, die auch gern alleine verreisen die sind nämlich wirklich frei und unabhängig).
Auch damit hast Du Recht und sehe es als Gefahr, die ich für mich im Blick behalten muß.