Ich lieg mit dir in vielen Punkten auf einer Welle, deshalb versteh ich oft ganz genau, was du meinst.
Zitat von Kaetzchen:Das ist aber schon eine deutliche Aussage damit kann man ja glatt arbeiten. Nämlich in dem Fall ganz klar, kam für IHN Deine Verliebtheit zu früh.
Im Nachhinein hab ich das Gefühl, dass das ein Mann ist, der gar nicht glauben kann, dass man sich tatsächlich in ihn verliebt. Er war und ist ein Suchender, der wenn er gefunden hat, nichts damit anzufangen weiß.
Zitat von Kaetzchen:Weil er eben noch nichts dafür getan hat (hat er wirklich nicht? Was hatte er denn bis zu dem Zeitpunkt investiert? Kannst Du Dich daran noch erinnern?).
Er hat ziemlich viel dafür getan. Ich war anfänglich sehr passiv interessiert. Er war optisch keinesfalls der Burner, was es mir sehr leicht machte. Sein Bemühen war es, das mein Interesse stetig steigerte. Er lies sich was einfallen, brachte Blumen, verhielt sich sehr Gentlemanlike. Er suchte schöne Lokale aus, investierte Gedanken und auch Geld, um mir was zu bieten. Damit hatte er Glück (und ich Pech), weil ich das ja so überhaupt nicht kannte. Ich verstehe aber, dass das jemand, für den sowas ganz normal ist, nicht verstehen kann, dass das für jemanden, der das nicht kennt, was besonders ist.
Zitat von Kaetzchen:Und das ist dann eben genau der Punkt an dem man denkt, der andere ist bedürftig und es geht ihm gar nicht um mich, sondern einfach um "irgendwen"
Ich weiß 100%ig, dass ich nicht bedürftig wirkte. Ich mag sowas selbst nicht. Das stößt mich ab.
Ich hatte bei ihm seit sehr, sehr langer Zeit, erstmalig wieder das Gefühl, dass das passen könnte.
Und wie ich genau ihn meinte! Nur ihn.
Er interessiert(e) mich auf allen Ebenen. Und wir hätten extrem gut zusammen gepasst.
Aber, es hat nicht sollen sein.
Ich weiß, dass er so schnell nichts so passendes findet und umgekehrt genauso. Aber, man kann ja bekanntlich niemanden zu seinem Glück zwingen.
Zitat von Kaetzchen:Also das kann ich super nachvollziehen, denn genau so geht es mir ja auch wenn mir jemand (für mich) viel zu früh erzählt, dass er "verliebt" in mich wäre oder gar eine Beziehung sich wünscht. Da sitz ich dann auch da und denke: Hä? Der kennt mich doch noch gar nicht richtig, spinnt der?
Ja, kann ich nachvollziehen.
Ging mir beim letzten so. Ich hab aber die Füße still gehalten und geschaut, was kommt. Ich war nicht verliebt und hab's auch nicht gesagt. Er schon. Ich hab's unkommentiert angenommen, bin aber nicht gleich davon gelaufen.
Zitat von Kaetzchen:Also das ist im Grunde einfach nur ein Fall von schlechtem Timing, weil ich denke mal jeder so sein eigenes Tempo beim Verlieben hat, und wenn der eine ein Sprinter ist und der andere eher ein Marathonläufer, dann passt es halt nicht Oder man merkt es und passt sich dem Tempo des anderen (des langsameren) an, denn eigentlich ist es ja auch schade, wenn etwas, das vielleicht sogar gut funktionieren würde auf Dauer nur wegen des falschen Tempos am Anfang nicht hinhaut.
Das Problem war nur, dass seine Taten nicht mit seinem behaupteten Gefühlstustand zusammen passten. Wenn man angeblich nicht verliebt ist, warum macht man dann Dinge, die man macht, wenn man verliebt ist?
Ich bin nach wie vor überzeugt, dass der Angst vor seiner eigenen Courage hatte. Er wusste, dass ihm unsere Geschichte aus der Hand glitt. Er hätte die Kontrolle nicht behalten und das war er nicht gewohnt.
Das war übrigens auch nicht das erste Mal. Ich hab schon öfter gehört, dass sich jemand nicht einlassen wollte, weil er die emotionale Kontrolle nicht behalten könnte. Das waren aber Männer, die in Beziehungen steckten.
Zitat von Kaetzchen:Da kommen jetzt wieder die, die schreien "ich mag aber nicht strategieren, ich will authentisch sein".
Nicht von mir.
Ich bin sowas von Spielchenerprobt.