So, ich bin dann auch mal wieder da. Dann lassen wir die Kontroverse mal weiter rollen..

Zitat von Verry:Wer sich noch nie mit seinem / seiner Liebsten betrunken hat oder (noch besser in Sachen kennenlernen) einen gek. hat, weiß überhaupt nicht, mit wem er oder sie es innerlich überhaupt zu tun hat.
Interessante Aussage. Meine Erfahrung: Ich gehe gerne mit Freunden und auch dem Partner etwas trinken, feiern, eben gemeinsam sein. Zuhause, z.B. zum Essen, mag ich das nicht (also rein geschmacklich). Kivven kann ich nicht ab und finde den Geruch als auch die Wirkung sehr abturnend - dieses desinteressierte "Gehänge", was mir dann als "chillen" verkauft werden soll, ist absolut nicht meins. Sollte mein Partner das machen wollen: Gerne, dafür hat er dann ja seine Kumpels.
Was allerdings vielleicht interessanter ist für diese Diskussion: Ich habe mit meinem Ex zusammen ein paar Sachen ausprobiert, weil ich neugierig war, aber vor allem: weil ich ihm vertraut habe. Wir haben vorher lange darüber gesprochen, kannten uns zu dem Zeitpunkt schon vier Jahre und hatten so manche Höhen und Tiefen schon durch - wir haben das Setting gemeinsam besprochen (sind z.B. zuhause geblieben, er hat aus vertrauter Quelle was geholt, hat erst nichts genommen um zu schauen, wie ich darauf reagiere, usw.), wir haben uns zusammen über die Wirkungsweisen (also wieviel ist das Max., wieviel das Min.), möglichen Nebenwirkungen/Auswirkungen (wie lange ist die Wirkzeit, was passiert dazwischen, wieviel Zeit muss man einplanen um es wirken zu lassen) und eventuelle Notfallpläne informiert, uns angelesen, was da auf uns zukommen könnte/wird - und eben DANN erst experimentiert. Das ist natürlich der absolute Idealfall, die meisten Menschen gehen da wohl eher impulsiv vor, nehmen dann zum ersten Mal auf einer Party was, wenn sie auch schon was getrunken oder Anderes konsumiert haben, etc. Mir wäre und war das zu gefährlich, und genau das ist der springende Punkt: Ich war bereit, diese Erfahrung zu machen, WEIL ich meinen Ex-Partner schon kannte und ihm vertraut habe, dass er zuverlässig und liebevoll ist, egal unter welchem Einfluss. Die Erfahrung, die wir dann noch zusammen gemacht haben, war meiner Meinung nach auch nur möglich, weil wir uns schon nah waren und uns in- und auswendig kannten. Ich hätte mich und meine Sicherheit ihm sonst nicht anvertrauen können.
Allerdings: Will man einen Mann wirklich kennenlernen, sollte man ihn mal betrunken sehen - da stimme ich absolut zu. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel (auch s.) aggressives Potential der ein oder andere "good guy" auf einmal an den Tag legt, sobald er ein B. zu viel intus hat (von den Selbstüberzeugten mal ganz zu schweigen - ekelhaft). Was Frauen angeht, habe ich das bisher nur bei einer Person so krass erlebt, vermutlich auch, weil mir als Frau das "Angebaggere" (bzw. eher übergriffige Aufdrängen) mancher Männer eher auffällt. Wie sind da so die Erfahrungen bei euch Männern?
P.s: @Sohnemann es muss heißen "Dont argue ON the net. Thats for losers."
