@stjärna
herzlichen Dank für diesen Brief!

Mich berührt nicht nur der Brief, sondern auch, dass Du ihn entziffert und für uns abgetippt hast.
Zitat:So dachte ich mich weiter und weiter in allertiefste Qual hinein, bis schließlich der Bär mich leise anstieß.
Er hatte wohl auch einen furchtbaren Schreck bekommen. Er gab mir sein liebes, zotteliges Hänni, mit dem er sonst immer so treu das kleine Eichhörnchen und das M . . .?. . . umfasst und sprach mir Trost zu.
So und so meinte er ganz treuherzig und ich müßte nicht gleich immer so verzweifelt sein und solle mir mal an ihm und an seiner Gelassenheit ein Beispiel nehmen. Wie ER hier behandelt würde und wie seelenruhig ER das alles ertrüge. Zu essen bekäme er überhaupt nichts, nur wenn Nummel ihn mal "mitabbeißen" ließe. Dabei müßte er noch mitansehen, wie meine Wampe immer dicker und vollgefressener aussähe. So brabbelte er noch allerlei.
Hand in Hand schliefen wir endlich ein. Ich spürte ordentlich, wie ich dabei immer ruhiger und immer kleiner und kleiner wurde, bis ich so ganz klein war wie als kleines Kind zuhause bei meiner lieben guten Mamma (die auch den lieben Namen Trautchen hatte) und auch mein Herzi war wieder ganz klein und rein. Da war ich soooooo glücklich, daß ich es gar nicht sagen kann.
ich glaube der Stoffbär ist der Urgroßvater meines Stoffbärs
Und die letzte Passage kenne ich aus eigenem Erleben. Dieses kleiner und ruhiger werden.
Es steckt viel Zärtlichkeit in diesem Brief.
Zitat:Urlaub Herkunft:
von mittelhochdeutsch urloup gmh, althochdeutsch urloub goh, altes Substantiv zu erlauben; das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt. Ursprüngliche Bedeutung Erlaubnis, sich zu entfernen
Genieße Deinen Urloub!
@ alle, deren Lieblingszahl die Sieben ist
seitdem ich denken kann, bin ich von Sieben-Liebhabern umgeben. Erinnere eine Situation, als ich noch ein Kind war. Ich bekam mit, dass meine Mutter und mein Bruder jemandem sagten, ihre Lieblingszahl sei die Sieben und rollte innerlich wie verrückt mit den Augen weil ich dachte: alle, die die Sieben wählen, fühlen sich als was gaaanz Besonderes. Es ist die Zahl der Exoten. Irgendwie so. Hatte als Kind eine Aversion gegen zur Schau gestellte Extravaganz. Das löste Abneigung bei mir aus und deswegen weiß ich leider nicht mehr, ob ich mir die Neun als schönste zahl auserkoren habe, weil ich mich von den Siebener-Leutchen abgrenzen wollte, aber zuvor allein für michvielleichtauch die Sieben gewählt hatte

, oder ob es schon vorher die Neun war. Jedenfalls mag ich die Neun. Ich habe null Ahnung von Zahlensymbolik, aber erstens klingt die Neun beim Sprechen weich, zweitens ist sie für mich eine Zahl mit einem Bruch oder auch einer Wunde. Sie ist skeptisch und zögerlich. Die Acht ist das vollkommene Leben. Unendlichkeit und Harmonie. Die Neun ist eine zweifelnde Acht, die sich nicht in den ewigen Fluss der Acht hinein begeben mag. Aber irgendwie will sie es doch und auch wieder nicht
Zur Materie-Geist-Frage fällt mir seeehr viel ein, zu viel
Aber ich resigniere vor der Flut in meinem Kopf.
Nur so viel: wenn man sich in die Materie ähm den Geist hinein liest, hört man nicht auf zu staunen. Wissenschaft und Metaphysik sind schon ganz nah beeinander, haben sich von berührt und weil es dabei verdächtig blitzte, erschröcken die Pfötchen zurück gezogen
@megan
Zitat:mein grösstes problem ist ehr, als person nicht zu existieren
was in einer paarbeziehung eine wirkliche herausforderung darstellt
was meinst Du damit, als Person nicht zu existeren?
Habe Karinas Reaktion gelesen, es blleibt jedoch abstrakt für mich.
Wie definierst Du Person?
Kann man das Persönliche je loswerden?
Und warum wird das gerade in einer Paarbeziehung zum Problem?
@Helli
Guten Morgen Du Liebe!
Wie war es gestern mit dem Kerlchen? Hat er sich benommen?

*neugierig guck*
Antworten stehen noch offen. Folgt irgendwann. Habe gerade durchgehend lange Arbeitstage.
Gestern extra früh ins Bett mit schönen Klängen, Stoffkollegen, Tee, Traumlektüre und ausnahmsweise mal brav früh eingeschlafen. Wachte aber um 5:3Oh weinend auf. Hatte geträumt, dass ich meinen betagten Vater besuche. Er lebte im Traum völlig verarmt bis verwahrlost, war ein altes wirres Männchen.
Ich sagte zu ihm "Papa, erinnerst du dich noch an das Kleid, das du mir mit 3 Jahren geschenkt hast?"
Aber das bekam er in seiner Wirrheit gar nicht mit. Und so weinte ich. Als ich aufwachte, kullerten die Tränen weiter wie verrückt, aber es sind lösende Tränen, ich fühle mich ganz okay. Aber nun muss ich gleich mit Froschaugen bei der Arbeit aufschlagen

Dabei wollte ich doch mal härter werden. Habe einen alten Freund, der sehr liebenswürdig, aber etwas versteinert ist. Simste ihm neulich, ob er mir bitte mal sagen kann, wie man härter wird. Noch keine Antwort. Bin gespannt.
In Therapien und Co geht es immer um`s Zulassen von Gefühlen. . .Und im Alltag geht es gar nicht so offenherzig und mauerlos. Darum finde ich die therapeutischen Bestrebungen manchmal absurd.
Übrigens antwortete megan doch neulich auf Karinas Frage, was wir von der These halten, Woody sei Whynots Figur, dass sie gerade zu sehr damit beschäftigt ist, wo Karina sich maskulin verhalte
Glaube daher wehte megans gestriger feminin-Kommentar.
@whynot60
Zitat:Ja, gut - wenn Du Dich mit derlei nicht beschäftigst, woher dann Dein Wissen darum? Das wäre dann ja kein Wissen im eigentlichen Sinn, sondern erst recht wieder ein Glaube, wenn auch kein religiös angehauchter.
Zitat:Im Übrigen rede ich auch nicht von etwas religös Angehauchtem. Davon bin ich weit entfernt. Sondern hier geht es um ganz andere Dinge, die weder eingebildet noch Märchen sind.
ich bin nicht weit entfernt davon
Zitat:Nur läßt sich das leider nicht erklären, sondern nur erfahren.
doch, manches lässt sich sogar wissenschaftlich erklären
Zitat:Das ist ungefähr so, wie wenn Du Dich einmal in frühere, mittelalterliche Zeiten zurückversetzt, in denen es noch kein Wissen und kein Erfahren über den engsten Horizont hinaus gegeben hat, und dann kommt einer daher und erzählt Dir, er habe irgendwo in unbekannter Ferne riesige graue Tiere gesehen mit großen Ohren und langem Rüssel und Zähnen, die zwei Meter aus dem Maul herausgestanden seien, und andere, gefleckte, deren Hals länger sei als ein Stall hoch.
@Karina14:
Zitat:@woodstock, natürlich haben Tiere keine Seele (wir übrigens auch nicht) Wurde wissenschaftlich noch nirgendwo nachgewiesen weder Gott Geist Seele geschweige denn die Liebe.
Und wurde schonmal ein Gedanke wissenschaftlich nachgewiesen? Oder die Erinnerung, das Gedächtnis? Wo steckt all das? Also materiell betrachtet? Ein paar elektrische Blitze im Hirn erklären doch noch lange nicht, was Gedanke, Erinnerung und Co ist. Also ich habe noch keinen Gedanken angefasst.