Guten Tagk liebe Irre Genossen!
habe gerade auch am WE volle Arbeitstage und danach noch mein Kram, wozu aber immerhin auch das Mitlesen, Mitdenken und Dauerschmunzeln gehört. Vor allem über Helli. Ich steh auf Dich

Mir fällt es richtig schwer, nicht dauernd was zu zitieren und freudig zurück zu schießen
Eines aber doch jetzt in kürze: wenn ich zum Bleyer sage, ich habe massive Bildungslücken, dann habe ich dabei kein Gefühl gering zu sein. Es ist echt einfach eine Tatsache für mich. Genau so, wie ich neutral feststellen kann, dass ich mich mit Technik nicht auskenne.
Und wenn ich es mal bedauernd feststelle, dann nicht weil ich mich wertvoller fühlte, wenn ich mehr Wissen gebunkert hätte, sondern weil es für manche von mir favorisierte Tätigkeiten mehr Wissen braucht. So wie ich zum Bleyer auch nicht Kunstmaler sein kann, wenn ich noch nie einen Pinsel zur Hand genommen habe. Verstehst Du?
So quälte es mich auch mit 5 Jahren, nicht schreibend ausdrücken zu können, was in mir vorgeht. Also versuchte ich mich noch vor Schulbeginn im Schreiben. Die Zeugnisse, festgehalten mit Gelstift mit Erdbeerduft, habe ich noch. Wenn man die Buchstaben mit seinem Riecher tiiieeef einsaugt, riecht man die Erdbeere noch
Und ich glaube, dass ich mich tief im Inneren auch dann eher als "Fischfrau" denn als Schöngeist oder Intellektuelle fühlen würde, wenn ich "hoffnungsvolle" Lit.Professorin wäre. Ich bin geistig sehr neugierig, aber da ist etwas in mir, dass sich der intellektuellen Welt sehr fern fühlt. Vielleicht ist es die Art meines Umgangs mit Wissen,vielleichtmeine Motivation zu lernen, und sicherlich auch meine Herkunft, wie bei Dir auch.Ohne zu flunkern bin ich heute aber sogar tief dankbar, aus diesem Nest zu kommen, denn was mir dadurch mitgegeben hat, halte ich für sehr wertvoll.
Aber um mal zu verdeutlichen, was ich mit Bildungslücken meine: mit Mitte 2O. schrieb ich noch "Interlektuell", "Dokter" oder "Geburtztag" Ich wusste weder, wer oder was die Antike ist, noch was von der griechischen Mythologie. Mein damaliger Freund brachte mir all das bei. Er fing erstmal mit einer "Mythe" an

Ich bekam nicht nur von ihm Fremdwortbücher, Einführungen in die Mythologie und auch ins Leben geschenkt
Danke für Deine lieben Worte!
Wie ist Dir heute?
Habe mir was bei Dir abgeguckt. Kommt jetzt sofort zum Einsatz:
Liebe @megan
Zitat:was das wichtige und auch am schwersten zu vermittelnde ist: es geht eben grade nicht um begreifen
es geht um Liebe, Tyto
Du alte Romantikerin! Du bist entlarvt!
Und jetzt ernst: etwas zu begreifendes kann man meiner Erfahrung eben nicht ergrübeln, sondern nur begreifen. z.B. die Liebe kann man nur begreifen. Den Prozess des Begreifens verstehe ich als etwas kaum zu begreifendes

Etwas, das sich der Ratio entzieht, in die sie aber durchaus mit hinein spielen kann.
Ich fragte in Bezug auf die Verpartneruns- und soziale Frage:
Zitat:Hat man nicht vielleicht erst dann wirklich begriffen, wenn es dazu keines Rückzugs bedarf?
weil Du schriebst:
Zitat:mein grösstes problem ist ehr, als person nicht zu existieren
was in einer paarbeziehung eine wirkliche herausforderung darstellt
kennst du das, zwei gruppen von freunden zu haben, die sich untereinander nicht mögen?
Das verstand ich so, dass für Dich insbesondere im sozialen Miteinander die Umsetzung Deiner. . .Deiner. . . Wie soll ich es nennen? Deiner spirituellen Einsichten? Probleme bereitet?
Wenn es doch um Liebe geht, müssten sich die Meditationsfrüchte doch gerade im soziialen Bereich zeigen.
Darum meine Frage, ob manvielleichterst wirklich begriffen hat, wenn es keines Rückzugs bedarf. Meinte keinen Rückzug zwecks Meditation, sondern Rückzug aus Liebesbeziehungen, Rückzug zum Bleyer aus so einem oben beschriebenen Konflikt zweier Gruppen.
Zitat:es bedarf keines rückzugs
die übungen sind nicht so aufwändig, wie es sich anhört
ich meditiere seit Jahren megan. Ich weiß, dass ich hier oft ncht den Eindruck einer Meditierenden erwecke

Nur eben auf meine individuelle Art. Und empfinde es auch nicht als Aufwand.
Aber manche meiner Erkenntnisse, manchmal auch Gefühle, Bedürfnisse bezügl. mancher spirituellen Dinge wusste ich im sozialen Miteinander nicht umzusetzen. Das schien mir aufwändig. Zum Bsp. die Frage, wie ich mit den 2 verfeindeten Gruppen umgehe. Darum nehme ich an, dass ich etwas noch nicht begriffen habe.
Tyto
Zitat: Ich halte aber gerade diese Aussage nicht für so förderlich, um mal Körper und Denken zu vergessen weil man sich dabei ja mit jedem Atemzug daran erinnert, was man mal vergessen will.
Zitat:funktioniert
das glaube ich Dir ernsthaft. Also dass es bei Dir funktioniert, aber für mich ist diese Übung nichts, eben aus genannten Gründen. Ich habe andere "Techniken".
"Das Seelenleben der Tiere" liegt neben meinem Bettchen. Noch nicht durch weil ich so begeistert war, dass ich zu anderen Büchern von Wohlleben überschwenkte. Fokussierungsproblem
@all
was diese Umweltfrage betrifft, denke ich, dass es schon viel wert ist, wenn man sich Gedanken macht und sich bemüht. Gleich den Kopf in den Sand bzw. in den Plastikmüll zu stecken, nur weil es mir nicht möglich ist, es vollkommen zu machen, halte ich nicht für sinnvoll.
Ich lebe von sehr wenig Geld und ich esse sehr viel. Habe einfach verdammt oft einen Bärenhunger. Wegen meinem Umweltbewusstsein, aber auch wegen mir selbst, gebe ich das meiste Geld für gutes Essen aus, verzichte dafür auf anderes, ohne das geringste Verzichtsgefühl. Nicht weil ich sooo toll bin, sondern weil ich so strukturiert bin, dass mir diese Art Verzicht leicht fällt. Was mir leicht fällt, ist keine Heldentat.
Das heißt u.A., dass ich etwa 1 Mal im Monat Fleisch esse und dann das teuerste kaufe. Das wird die Welt nicht bewegen, aber ich kann Fleisch nicht wie einen Apfel essen, bedenke immer, dass es ein Tier war, etwas besonderes ist und viel Geld Wert ist. Das ist auch für mein persönliches Befinden wichtig. Ich möchte einfach für etwas teures, nämlich ein teures Leben nicht bloß einen Pfennig hinwerfen, tue es aber in seltenen Fällen dennoch, wenn mich z.B. meine Rindfleisch Chop Suey Wollust überkommt.
Gerade versuche ich von Plastik auf Glas umzuswitchen weil es mich schockierte, wie viel Plastikmüll ich in meinem Haushalt produziere.
Dennoch auch hier meine wiederholte Inkonsequenz.
Übrigens missioniere ich nie andere und will es auch hier nicht tun. Rümpfe auch nicht innerlich die Nase wenn ich beobachte, dass manche täglich Wurst essen oder dergleichen. Sage nur, wie ich es mache.
Das Problem ist doch auch einfach, dass unsere heutige Lebensform umweltbewusstes Verhalten erschwert. Früher gab`s Großfamilien, die Frauen meistens Zuhause. Da machte man eben alles selbst, statt es in Konserven und Plastik einzukaufen.
Ich schätze viele Möglichkeiten, die wir heute haben. .., mein Ideal wäre es aber, im alten Stil als Hausfrau mit 5 Kindern, etlichen Onkeln, Tanten, Großeltern usw. zu leben. Und natürlich weiß ich, dass auch das die Hölle sein kann hihi, aber diese Hölle entspricht mehr meinen Bedürfnissen, als moderne Höllen
