Zitat von Karina14:Genau das Gegenteil von @whynot60, ich schau ihn an und frag mich wie macht er das? Lebt zufrieden in seinem Wald ohne Sehnsucht.
Das ist ja ganz einfach: Das Glück der Stille, des Waldes, der Natur wahrnehmen. Welche Sehnsucht sollte man in dieser Überfülle noch haben?
Als Unglückskindlein möchte ich mein Dasein jedenfalls nicht abfristen.
Bei Dir frage ich mich, wie Du das machst, daß @whynot60 nicht hervorgehoben dargestellt wird. Ich frage mich das nicht etwa aus Eitelkeit, sondern weil ich mir immer erst die Holzbrille aufsetzen muß, ehe ich bemerke, daß Du mich erwähnt hast.
Zitat von woodstock:die milchkannen in den stallfenstern, das war vor mehr als 20 jahren, die fanatiker des nabus traten damals noch nicht in der masse wie heute auf,
Wenn sich das nun geändert haben sollte, dann hieße das ja, daß Fanatismus doch etwas bringt und man dem Menschen zumindest den fundamentalsten Humanismus eintreiben könnte.
Das wäre ja einmal eine gute und hoffnungsträchtige Nachricht!
Wie ich schon einmal gesagt habe, sollte man als Mensch mit Verstand durchaus in der Lage sein, die Wildschweine auf andere Art von den Feldern fernzuhalten (was zumindest bei uns auch so gemacht wird).
Durch Abschüsse wird man sie nicht loswerden. Es sei denn, man rottet sie überhaupt aus. Nicht nur die Wildschweine, sondern überhaupt gleich alles. Vielleicht durch die Gabe entsprechender sterilisierender Mittel. Nur würde gerade das den Jägern wohl am allerwenigsten gefallen - denn wie sollten sie in dieser Ruhe noch ihrer Lust frönen? Oder schießen sie sich in ihrer Not vielleicht gegenseitig die Jagdhüte vom Kopf? Wäre ja auch eine schöne Trophäe, die man sich an die Wand nageln und dann über diesen Abschuß im dampfenden Schnapsrausch fröhlich-lallend sinnieren könnte.
Zitat von megan:allerdings war es für mich keine diskussion pro oder contra jagd
Ich glaube, eine wirklich ernsthafte Diskussion, worüber auch immer, wird in einem Forum gar nicht zu führen sein, weil sowohl die Unmittelbarkeit als auch die Konzentration auf ein Thema fehlen.
Wobei ich es durchaus, zwischen uns beiden, als Diskussion über die Wissenschaft und deren Methodik verstanden habe.
Bei mir ist es generell so, daß ich so wirklich nur das glaube, was ich entweder aus eigener Erfahrung kenne oder was mir aus dieser eigenen Erfahrung heraus zumindest einleuchtend und nachvollziehbar ist.
Das Problem ist ja, daß der Mensch immer überzeugt ist und überzeugen will, ganz gleich, ob es um Religion, Ideologie, Glauben, Wissenschaft geht. Dieses Verhängnis werden wir auch nicht loswerden, und es zeigt sich eben auch in der Wissenschaft. Das ist ja kein anderer chaotischer Wildwuchs wie sonstwo. Zu jeder Studie gibt es 50 Gegenstudien, und 90% der Studien verschwinden überhaupt in den Schubladen, weil sie nicht das genehme Ergebnis bringen. Wissenschaftler haben ja ebenfalls einen Glaubenshintergrund, auch wenn es nicht unbedingt ein religiöser sein muß, sondern auch ein antireligiöser, antigeistiger sein kann, der ganz bestimmte Erwartungen mit sich bringt. Und heutzutage gibt es ja sogar schon eine richtige Fake-Wissenschaft.
Solange die Wissenschaft bei ihrem Leisten bleibt, habe ich sicher nichts gegen sie einzuwenden. Aber sobald sie sich über Fragen ausläßt, die wissenschaftlich weder relevant noch zugänglich sind, wie etwa die eben diskutierte Unsterblichkeit, Nahtoderfahrungen, Gesundheit usw. und meint, alles was nicht wissenschaftlich belegt sei, könne auch nicht sein, muß man dagegen auftreten. Genauso, wie man gegen Übergriffigkeiten der Religionen oder irgendwelcher Ideologien auftreten muß. Was mir widerstrebt, ist einfach dieses Allmachts- und Allwissensgetue, von welcher Seite es auch kommen mag. Und ich weiß auch nicht, wofür es überhaupt gut sein soll. Wenn jemand etwa an ein Jenseits glaubt - warum sollte man ihm diesen Glauben mit dem Wissenschaftsjammer austreiben wollen?