whynot60
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Zitat von megan:Whynot, bist du ganz sicher, dass Woody deine ironie versteht?
Ich bin mir sogar beinahe sicher, daß er sie nicht versteht. Sonst würde ich sie mir ja auch ersparen
Zitat von megan:zu 100% ist sie der schlüssel zu guten beziehungen
für dich scheint es keine rolle zu spielen, andere hier, wünschen sich aber einen partner an ihrer seite
Ich habe Achtsamkeit ganz allgemein verstanden, nicht nur auf Beziehung und Partnerschaft bezogen. Man kann ja auch etwa nach jedem Bienenstich ein MRT machen lassen - und das wäre mir ein bißchen zu viel der Achtsamkeit.
Zudem kann auch in einer Beziehung übertriebene Achtsamkeit sehr lästig werden. Ich würde es nicht wollen, daß mir meine Partner jedes abgefallene Wimpernhaar von der Wange zupft (auch im übertragenen Sinn gemeint). Da würde ich mich nicht gut fühlen und würde daher zu den Keinen zählen, die freiwillig bleiben
Zitat von megan:davon bin ich gar kein freund
ist für mich der gleiche effekt, wie Dro., die auch bisweilen glücklich machen
im ganzen betrachtet zu mehr unglücklich sein führen
Gerade das zeigt doch wieder einmal, daß wir zwar höchstwahrscheinlich beide der Menschenart angehören, aber doch in ganz verschiedenen Welten leben und denken.
Mir z. B. sind Dro.-Konsumenten und Wegberauschte noch bei weitem lieber als diese glasklar denkenden Marketing- und Kriegsstrategen. Ich wüßte nicht, welches Großelend die Dro. schon je eingebracht hätten, auch dort nicht, wo sie ganz alltäglich konsumiert werden wie bei uns der gesunde Apfel. Einen Trump, Erdogan oder Duterte etwa würde ich ja sogar noch zwangsweise ins glückselige Delirium versetzen, damit sie keinen Schaden mehr anrichten.
Es scheint ja so, daß Du immer von negativen Konsequenzen ausgehst, wenn sich das Bewußtsein auftut. Und das verstehe ich nicht.
Wenn Du etwa jemand kennen würdest, der ganz verbohrt wäre, verholzt, klar und pedantisch wie ein Holzpferd - und der tränke dann zwei Kaffee und würde geradezu aufblühen und weit und einsichtig und tolerant werden wie der unheilige Geist: das käme Dir als negative Konsequenz vor?
Ich weiß nicht - was ist denn für Dich das Ideal? Die asketische Rechenmaschine? Ich fürchte, die Konsequenzen, die sich dann ergeben würden, wären noch weitaus schlimmer als bei einer Vernebelung. Rechne mal hoch, worauf eine solche Rechenmaschine kommen könnte. Dann gäbe es wohl mit einem Schlag sehr viel Nutzloses, und je nach Anfangs- und Endzweck der Rechnung könnte das alles Mögliche sein, von den Reichen über die Armen bis zu den Narren oder Rechenmaschinen. Das schiene mir jedenfalls kein ungefährliches Würfelspiel mit dem Teufel.
Zitat von megan:wobei ohne innehalten (in form von ausblenden vom körperlichen und dem was der verstand produziert; das ist was in der meditation gesucht wird) meiner meinung nach (insbesondere wegen des tempos, in dem wir leben) es nicht möglich ist, zu unterscheiden, zwischen dem, was zb der verstand (zb tauben sind ratten der lüfte) oder die werbeindustrie (zb: ich will so bleiben wie ich bin, du darfst) oder die religion (wenn du das und das machst, bist du ein guter mensch) uns an wahrheiten vorgaukelt und dem was wirklich ist (zb der körper meldet es fehlt ihm ein element, er hat appetit auf pilze, du bemerkst das, weil du auf deinen körper achtest und kochst dir champignonrisotto
(anmerk: durch die wissenschaft wissen wir, champignons enthalten essentielle Aminosäuren, Vitamine K, D, E und B, Niacin, sowie die Mineralstoffe Kalium, Eisen und Zink)
Genau das meinte ich. Früher haben sogar die Kinder noch den Kalk von den Hausmauern geschleckt, ganz instinktiv.
Also sollte man die Leute doch sein und tun lassen, was sie wollen bzw. wozu es sie eben drängt, solange sie damit die anderen nicht beeinträchtigen in deren Sein und Tun. Ich schätze mal, acht bis zehn Gesetze würden durchaus reichen, an die sich alle zu halten haben, um ein vernünfiges Auskommen miteinander zu erlangen.
Zitat von megan:ja, so sieht das nach deiner philosofie zwangsläufig aus
nach meiner geht es sowieso gut
Auch möglich. Aber in beiden Fällen kommt es doch auf dasselbe heraus: alles wurscht!
Also besteht auch nie ein Grund zur Aufregung oder gar zur Empörung.

