Zitat von Karina14:@megan
Regen durchdringt das Bedeckte
Kalter Regen betäubt mich?
Es hat sich wieder ausgedichtet
Bin die Kaktee unter den Dichterinnen alle 40 Jahre eine Blüte
Und für dich noch etwas Prosa und das war s dann..
Hab dich gebeten
Mich mitzunehmen
In die Nacht hinein
Du wolltest nicht
Draußen Sturm
Während der Fahrt
Deine Schokolade
Aufgegessen
Über die Sraße
Packte mich Wind
Kurz. Ich rannte
So hat sich Deine
Umarmung beinahe
Angefühlt.
Siehst du, ich lasse nach
Gute Nacht
@Karina14
Darf ich mal rumspinnen
eigentlich gefällt mir das sehr. - Nur die Verortung des "Ich" in dem Gedicht hat mich etwas irritiert. Du hast für Deinen Wunsch an den Lover nach -Tiefe? Festigkeit? das "in die Nacht hinein mitnehmen " gewählt, find ich gut. - Ich würde dann aber betonen, dass Du nun
alleine in der Nacht bist - ohne ihn. Der Übergang "Draußen Sturm/während der Fahrt" reicht dafür nicht aus. - Dann kommt ein Ortswechsel, der mir zu schnell geht. Denn offensichtlich bist Du ja ausgestiegen auf die Strasse.
(ich weiß, ein Gedicht ist kein realistischer Dokumentarfilm, aber jedes hat ja seine eigenen Gesetzmäßigkeiten. Und meiner Meinung nach könnte man die hier etwas deutlicher herausschälen)
Hmmmm - SO ungefähr meine ich das - nur inhaltlich! (formal weißt Du es besser, denn das ist ja
Deins)
Hab dich gebeten
Mich mitzunehmen
In Deine Nacht hinein
Du wolltest nicht
So fuhr ich.
Wieder in meine Nacht.
(Nä pfui! "So fuhr ich" ist häßlich! - aber "bin ich gefahren" doppelt sich ungut mit der darauffolgenden "Fahrt". KANN man machen, aber nicht hier) Also "Fahrt" ändern? Hmmmm Das Wort "Auto" wollen wir vermeiden... geht gar nicht, zu real..
Draußen Sturm
Während der Reise
(hm)Deine Schokolade
Aufgegessen
Auf der Straße
schlug ich die Tür
Packte mich Wind
Kurz. Ich rannte
So hat sich Deine
Umarmung beinahe
Angefühlt.
Huh, ich höre auf, könnte noch einzwei Stündchen darüber grübeln...
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Früher hab ich mal ein paar surreal dräuende Gedichte geschrieben...aber das ist auf Dauer ungesund für die Seele.

Uff, heut würd ich nicht mehr so schreiben
Turmspringen
Die kalten Füße auf Fliesen wie Fruchteis
blankgeputzt von Gottes Mutter:
Das schreib ich Dir um
in das Kühle Echo Heiliger Hallen:
Die Himmelsleiter steht in einer Säule aus Stein.
Ein fernes Auge am Ende des Schachtes
das blitzt an die steinerne Leinwand
gleich neben den Stufen.
Im blauen Blicklicht
scheinen alte Schießscharten
aus einem vergessenen Film.
Sie sollen dich trösten
denn das ferne Auge kannst Du nicht halten
sein Blick bleibt unbestimmt:
Blauer Tauchgrund
für eine lange Wimper
die mit sachlichem Pinselstrich
für jeden ein Fenster malt
und für dich mein Burgfräulein
eine Turmzinne aus Beton.
Wende den Kopf und sieh Dein kleines Land
zeige den Leuten ein Gesicht an langer Stange.
Lass sie sich sammeln vor dem Wassergraben
lass sie schwören
durch den Trichter des Megaphons:
Nimm ihre Wörter in den Mund und eröffne das Feuer
.