Zitat von YsaTyto:Aber ich denke an euch und schicke euch meine kleine Weihnachtserzählung aus dem Hause der Eulen:
Eine sehr berührende Geschichte!
Allerdings fehlt leider das Happyend. Das ungefähr hätte sein können, daß Dein Stiefdad das anhänglich Mäuschen bei sich aufnimmt.
Ich habe ja einmal ein Mäuschen sogar extra mit nach Hause genommen. Das war vor etwa 20 Jahren. Es war eine extreme Kältephase Ende Januar (an die 30° minus) mit einem Meter Schnee. Ich war spazieren und habe auf einer Nebenstraße in der vereisten Fahrrinne ein Mäuschen entdeckt. Da die Schneedecke eine so dicke war, konnte ich es unmöglich irgendwo in Sicherheit bringen. Also habe ich es kurzerhand mit nach Hause genommen, einen großen alten Wäschebottich artgerecht eingerichtet, das Mäuschen hineingegeben und dazu natürlich ein paar Leckerbissen. Meine Absicht war, es nach Abklingen dieser Frostperiode wieder in die Freiheit zu entlassen.
So, am nächsten Tag will ich wieder Futter auftischen in der Mäusewohnung - kein Mäuschen mehr da!

(obwohl dieser Bottich gut und gerne 50cm hoch war). Nachts habe ich es dann herumkrabbeln gehört, raus aus dem Zimmer konnte es ja nicht, aber zu entdecken war es auch nirgendwo, es gab auch zu viele uneinsichtige Schlupfwinkel. Jedenfalls blieb dann nichts, als es sozusagen in freier Zimmerwildbahn zu füttern.
Als es dann allerdings wärmer geworden ist und der Schnee geschmolzen war, mußte ich es irgendwie rausbringen. Eine Lebendfalle hatte ich nicht, so habe ich mir selber eine gebastelt, einfach ein Schuhkarton mit einem kleinen Loch darin, durch das es reinschlüpfen konnte in die Schachtel und zu dem verlockenden Käseköder.
Gut, dann habe ich mich nachts auf die Lauer gelegt, weil die Automatik bei dieser Falle ja ich selber war. Bzw. ich bin auf der Lauer gestanden, etwas abseits der Schachtel, das Licht natürlich abgedreht. Ich weiß nicht mehr, wie lange es gedauert hat, aber plötzlich habe ich etwas an meinen bloßen Füßen herumschnuppern gespürt mit feinen Schnurbarthärchen. (Ich weiß, das spricht nun nicht gerade für meine Füße, zumindest, wenn man kein Mäuschen ist.

) Das ist dann tagelang so gegangen, bis es dann endlich einmal in der Schachtel war und sich meine Hand mit der Schnelligkeit der Verzweiflung vor das Loch geklappt hat.
Es war schon richtig frühlingshaft, als das Mäuschen seinen Weg in der freien Natur fortsetzen konnte.
Zitat von Karina14:normalerweise werde ich von @megan oder @Tempi-Gast oder@whynot60 bewacht die sind jedoch ausgegangen und seitdem herrscht hier Anarchie oder es ist sehr still
Also für die Bewachung bin ich leider nicht zuständig! Sondern eher für die Therapie. Aber wenn nun hier die Anarchie herrscht, dann hat die Therapie ja bereits ihren vollen Erfolg gebracht!
Was will man denn mehr erreichen als ein anarchisches Gemüt? Das ist doch der Gipfel der seelischen und geistigen Gesundheit, ein absoluter Durchbruch!
Ich gratuliere!