Guten Morgen!
Erst einmal vielen Dank an alle, die zur Lösung dieses Rätsels beigetragen haben! Ich dachte mir, dass ich mich auf Euch kluge Köpfchen verlassen kann!
Zitat von SuzyW:Sie ist den sogenannten kleinen Tod gestorben. Kann ich dir nur gratulieren! Dein Instinkt hat dich da nicht getäuscht.
Zitat von Ema:Wenn es spanisch ist, kann es aber ebensogut ein Imperativ sein. Dann hieße es""Ah, hör auf!".
Ich nehme Ersteres, nicht nur weil mir das sympathischer und situationsgemäßer klingt, sondern weil ich mich im zweiten Fall auch noch schuldig gemacht hätte, dem Imperativ nicht Folge geleistet zu haben, zumindest nicht umgehend, und das auch nicht zu einem Missmut geführt hat, zumindest zu keinem merklichen.
Zitat von Ema:Na! Ein bisschen mehr Kontext wäre da aber schon nötig, wenn du wirklich eine Antwort willst, die ihr Salz wert ist.
Zitat von Ema:Raus mit der Sprache!
Wie genau willst Du es denn wissen?
Um Dich nicht ganz im Regen stehen zu lassen: Ich habe damals einen meiner seltenen Ausflüge auf die Alm (mit Gasthaus und, weiter oben, Aussichtsturm) unternommen, um mir nach der Mühsal der Tage davor einmal eine kleine B.-Entspannung zu gönnen. Ich habe mich also auf eine der Bänke (samt Tischen) vor dem Gasthaus gesetzt, zwei Tische weiter, oberhalb von mir, saß bereits eine Frau, die mir unbekannt war, eine weiter weg lebende Ausflüglerin mit einnächtlicher Übernachtung vor Ort (also auf der Alm), wie sich herausgestellt hat (ich stand also in gar keinem Verhältnis zu ihr). Andere Gäste waren keine da, was während der Woche nicht ungewöhnlich ist.
Wie es so ist, sind wir etwas in Plaudern gekommen, zuerst über die Tische hinweg, dann am selben Tisch sitzend (sie hat sich zu mir gesetzt, die Unterhaltung weiter wegen der Entfernung halb schreiend fortzuführen, wäre uns beiden etwas blöd vorgekommen), so dass sich der Sicherheitsabstand etwas verringert hat.
Es hat sich dann ergeben, dass wir uns gegenseitig zu Getränken eingeladen haben (die nicht unalk. waren), während die Gespräche immer lebhafter und abschweifender geworden sind und darüber bereits die Sonne untergegangen und der Mond aufgegangen sind. Ich hatte schon eine Zeitlang davor den Aussichtsturm erwähnt und was alles man von dort sieht. Kurz und gut, jene Frau kam auf die letztlich verhängnisvoll Idee, diesen Aussichtsturm sehen bzw. sich die Aussicht von dort geben zu wollen, die ja gerade zu einer solchen Unter- und Aufgangsstunde besonders überwältigend sein müsse (was auch wirklich so ist). Ich habe dann, schon etwas in Stimmung, noch ein Fläschchen Wein besorgt, und wir sind losmarschiert zu diesem Aussichtsturm. Dort angekommen, haben wir die wirklich traumhafte Stimmung genossen, während allmählich die Nacht auf das Land niedergesunken ist.
So, und dann, vielleicht angeregt durch die romantische Stimmung, den Mond, dem lauen fortgeschrittenen Abend, kam mir die Frau doch recht unversehens näher, und in der mondhellen Dunkelheit war mein Widerstand, wie ich zugeben muss, kein allzu großer und lange anhaltender. Zuletzt war sie dann über die Brüstung gelehnt und wir sind uns so nahe gekommen, dass man von "nahe" im eigentlichen Sinn gar nicht mehr sprechen kann. Und im Verlauf dieses vertieften Nähergekommenseins kam es dann zu diesen fraglichen Worten.
Ich hoffe, das genügt Dir fürs Erste an Information, um Dir ein ungefähres Bild machen zu können von der ausgeuferten Situation. Sollten etwa auch noch Unterwäschefarbe und etwaige an sich verdeckte Muttermale oder A.-Geweihe von Bedeutung sein, so muss ich gleich sagen, dass es zu finster war, um das noch erkennen zu können, und bekanntlich sind in der Nacht, hat mein kein Licht zur Verfügung, alle Höschen schwarz

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So, und nach diesem herausgepressten Geständnis verziehe ich mich in den Keller unter dem Keller, der einmal ein Luftschutzbunker war und vor jedem Bombenhagel schützt und der vorsorglich auch nicht zerstört werden sollte, wenn ich bitten darf, weil man ja, wie man sieht, nie weiß, was alles plötzlich daherkommen kann.