Zitat von Johanna15:Ich glaube, der Skorpion ist ein leidenschaftliches Wesen, verdeutlicht damit sein Gefühl der Zuneigung, aber wenn er aus tiefsten Herzen geliebt wird, strebt er diese immer wieder betonte tiefe Verschmelzung nicht mehr an, sondern rennt um sein Leben bzw. flüchtet in seine Höhle.
Nein, das stimmt nicht. Zumindest nicht bei mir.
Ich renne um mein Leben, wenn mein Vertrauen missbraucht wird.
Bei mir hat sich das bisher meistens so geäußert, dass Partner irgendwann anfangen, mich kontrollieren zu wollen. Kontrollieren und beherrschen - und das funktioniert bei mir überhaupt nicht.
Ich denke, dass da oft zwischen mir und meinen Partnern ein Missverständnis entsteht. Wenn ich jemandem wirklich zugewandt bin und mich einmal geöffnet habe, dann bin ich in der Grundstimmung sehr freundlich, sehr geduldig und auch sehr nachsichtig.
Und das verwechseln viele dann damit, dass sie es mit mir machen können. Ich sage ihnen dann zwar, dass das nicht geht und dass ich das nicht will, aber ich sage es eben freundlich und geduldig, statt sofort vehement zu werden. Das verwechseln viele dann mit Schwäche. Oder damit, dass ich es nicht ernst meine.
In der Zeit steht ein Teil von mir dann sozusagen daneben und schaut sich das an. Und sagt hin und wieder freundlich etwas dazu. Bis es dann genug ist. Und dann bin ich irgendwann weg. Und zwar sehr gründlich weg.
Und dann wundern sie sich und sagen regelmäßig etwas wie: "Aber hättest du doch vorher etwas gesagt. So war es doch von mir gar nicht gemeint".
Doch. War es. Und ich habe etwas gesagt. Sie haben es nur nicht hören wollen. Bis es dann zu spät war.
Beim letzten war es so, dass ich ihm das in einem unserer Gespräche ganz deutlich genau so auseinandergesetzt habe. Und er sagte - ich weiß es noch genau - folgendes zu mir:
"Verstehst du denn aber nicht, dass genau das einen wahnsinnig reizt, herauszufinden, ob man dich nicht doch irgendwie zähmen und kontrollieren kann?".
Nein. Verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Ich habe nämlich nie den Drang, jemanden beherrschen zu wollen.
Was diese Menschen offensichtlich nicht verstanden haben, ist, dass ich gern und freiwillig an der Seite von jemandem bleibe, wenn ich mich innerlich einmal zu ihm bekannt habe. Ich bin treu und loyal. Und ich stecke dann auch eine Menge weg. Verzeihe sehr viel.
Aber ich ertrage es nicht, wenn ich merke, dass jemand das erzwingen will. Sobald man mich anbindet, reiße ich am Strick.
Wenn man mich kontrollieren und dominieren will oder mich mit lächerlichen Eifersüchteleien verfolgt (die immer unbegründet sind, wenn ich jemanden liebe), dann werde ich irre. Ich drehe innerlich am Rad.
Und ich kann mir den Mund fusselig reden, sie glauben es mir nicht. Sie glauben mir nicht, dass das noch nie jemandem gelungen ist. Dass mein Freiheitsdrang immer am Ende siegt.
Dass ich letztendlich lieber allein bin, bevor ich mich einsperren lasse. Ganz egal, wie viel Kummer und Trauer mir die Trennung bereitet.
Aber wenn ich das Gefühl hatte, gehen zu müssen, hat es sicherlich noch nie daran gelegen, dass jemand mich zu sehr liebt.