
@megan
whynöttchen
Zitat:S. ist so ziemlich der hauptsächlichste Grund, überhaupt eine Beziehung einzugehen.
megan
Zitat:mich interessiert, ob das alle hier so einschätzen
nein

schätze es nicht so ein.
Und selbst wenn das für andere die Hauptmotivation ist, eine Beziehung einzugehen, ist es für mich nicht so.
Meine schönsten Liebeserinnerungen haben kaum etwas mit Sächs zu tun, auch wenn auch ich ein paar sehr heiße und Erinnerungen habe. Sie waren es nicht, die mein Herz so zum hüpfen brachten, wie manch anderes.
@Nostraventjo
Zitat:Es ist ja nicht so, daß ich mich nicht selbst schon total eklig fühle und an mir zweifel weil mein freund kein Interesse zeigt.
ich frage mich, ob wirklich "nur" der Sächs in eurer Beziehung nicht stimmt und Du Dich deswegen so fühlst?
Meiner Erfahrung nach muss gewaltig etwas nicht stimmen, wenn man angeblich geliebt wird, sich aber so, wie Du es beschreibst, fühlt.
Schmust ihr? Fühlst Du Dich anerkannt, gewertschätzt und geliebt?
Liegt es wirklich nur am Fehlen seines Begehrens weil das so wichtig für Dich ist?
Pass auf Dich auf. Ich halte es für höchst bedenklich, wenn eine Beziehung zu einem Menschen einen so tief verunsichert und schwächt.
Ich habe beides erlebt: dass ich mich gestärkt, schöner, liebenswürdiger usw. durch eine Liebe fühlte. Aber auch, dass ich in eine negative Spirale geriet, ohne es so recht zu merken. Die Selbstzweifel wuchsen, die Kraft ließ nach.
Mein Ex schlief gerne mit mir, machte mir auch Komplimente usw. usf., aber ich fühlte mich einfach nicht geliebt. Wenn ich liebe, erlebte ich es so, dass allein das Wesen des Mannes mich schonmal glücklich machte, trotz Schwächen, trotz Streit usw. Es machte mich einfach ständig glücklich so einen Menschen neben mir zu haben.
Dieses Gefühl gab mir mein Ex nicht. Eher, dass ein paar Basics stimmten, ich aber in unzähligen Bereichen verändert werden müsse. Kurz, ich fühlte mich nicht gemeint.
Zudem stand er sächsuell einfach auf einen anderen Frauentyp. Vollblutweib mit Rundungen und Temperament.
Ich bin aber das Gegenteil.
Und das habe ich immer gespürt. Obwohl ich mich selbst gut leiden kann, geriet ich in eine Verunsicherungsspirale, merkte es aber nicht. Noch nie zuvor in meinem Leben habe ich mich immer häufiger kritisch vor dem Spiegel betrachtet und befunden- zu dünn! Nicht feminin! usw. Und ich wurde trotz sehr großer Schlemmerei nur immer dünner. Und mein Freund schickte mich deswegen schon zum Doc, mästete mich usw. usf. Schießlich wurde das Thema ein Dauerbrenner.
Nun sind wir ein paar Monate getrennt und erstaunlicherweise habe ich wieder etwas zugenommen.
Ich hatte neulich ein Erlebnis, das mir klar machte, dass mein Freund mir nicht gut tat.
Ich war nach langer Zeit mal wieder im Schwimmbad und musste mich zunächst sogar etwas überwinden weil ich dachte: oh ne, da so als klägliches dürres Kerlchen aufschlagen? Wollte mich lieber verbergen.
Dann dachte ich- egal! Ich hab Lust zu schwimmen!
Also los und dort ab in den Badeanzug und rein ins Wasser. Ich genoss es so sehr mich in Trance zu schwimmen und als ich wieder raus ging, lief ich zufällig an einem Ganzkörperspiegel vorbei- habe zuhause keinen- und da stockte ich, als sei ich eine Fremde, die ich anschaue. Ich blieb echt wie angewurzelt stehen und rieb mir innerlich die Augen weil ich befand, dass ich schön bin

Mag eitel klingen, aber darum geht es gar nicht. Ich bemerkte einfach, dass ich zuvor einen Schleier vor meinen Augen hatte, mich so kritisch wie mein Freund sah und gar nicht mehr imstande war, mich selbst liebevoll anzuschauen. Du musst Dir das so vorstellen wie ein Kind, das zum 1. Mal schnallt, dass es selbst das Kerlchen im Spiegel ist.
Es geht im Grunde auch überhaupt nicht darum, worauf man körperlich nun genau steht. Ein Ex von mir stand auch auf ordentliche Rundungen, hat mich aber so geliebt, bejaht, umschmust, dass ich mich über viele Jahre wie eine Prinzessin fühlte. Es war die Freude in seinem Gesicht, seine leuchtenden Augen, seine Zugeneigtheit usw., die mich so fühlen ließ.
Er hat oft einfach nur so mein Gesicht, meine Pfötchen abgeküsst oder z.B. drauf bestanden, dass er mich immer ins Handtuch hüllt, wenn ich badete. Das war eine Art Ritual

Und keinen einzigen Morgen wachte ich ohne seine liebevoll schauende Schnute vor meinen verschlafenen Augen auf.
So leider nicht mit meinem jetzigen Ex
Diese Erfahrung hat mich alarmiert. Wenn ich mich schon nach einem Jahr so unzulänglich fühle, nur noch auf meine Defizite oder vermeintlichen Defizite schaue, wie wäre es nach 5 Jahren gewesen?
Also: wie nah seid ihr euch? Fühlst Du Dich geliebt?