Zitat von KlausHeinrich: Das ist falsch. Der Versorgungsausgleich ist Teil und Pflicht des Richters in einer jeden Scheidung und kann nicht ausgeschlossen werden.
Ich glaube, du hast mich missverstanden. Was ich meinte, ist, dass die gesetzliche Rente eine Basisabsicherung darstellt und jeder noch privat etwas machen muss.
Zitat von KlausHeinrich: Es gibt den Gender Pay Gap
Es gibt noch mehr Gaps.
Gender Care Gap
Part time Wage Gap
Child Penality
Motherhood lifetime Penality
Financial Literacy gender Gap
Gender Wealth Gap usw.
Birgit Happel. Sehr zu empfehlen!
Zitat von KlausHeinrich: Das Geschlecht spielt doch überhaupt keine Rolle, das wäre umgedreht genau dasselbe.
Wer gebiert, spielt sehr wohl eine Rolle. Schon allein durch die 4 Monate Mutterschutz sind Einbußen zu verzeichnen, weil die Krankenkassen nicht in die Rente einzahlt.
Zitat von KlausHeinrich: Natürlich weiss jeder, dass die Mütter immernoch zum überwiegenden Teil in der Betreuerrolle und diesem UseCase dementsprechend viel öfter "unterliegen"
Das weiß offensichtlich nicht jeder, sonst wären nicht mehrheitlich Frauen im Nachteil.
Zitat von KlausHeinrich: Wieviel Care-Arbeit kann der Mann denn noch leisten, wenn vereinbart ist, dass er arbeiten gehen soll, am besten noch Zeit in Weiterbildungen steckt / stecken soll, damit mehr Kohle fliesst..... einer von beiden muss es machen.
Da sind wir eben nicht einer Meinung.
Vor allem gehen Frauen ja meist auch noch arbeiten. Laut Väterbericht gehen die meisten Frauen 50% arbeiten, machen 136% mehr Care Arbeit als der Mann und der Mann geht "nur" arbeiten. Frauen machen nach wie vor also alles: Kind, Karriere und Küche, während der Mann nur arbeiten geht. Statistisch gesehen...
Selbst wenn man dieses Modell w@hlt, gehört halt die Frau finanziell ausgeglichen. Das ist vom Gesetzgeber sogar vorgeschrieben, dass der Part, der mehr Care Arbeit übernimmt, ich glaub 10% des Nettogewinns zur freien Verfügung erhält.
Zitat von KlausHeinrich: Wenn dann aber die Trennung kommt, hat sich der Mann nie gekümmert.
Naja, er war halt arbeiten. Du, ich finde auch die andere Seite, die du beschreibst, Mist. Hatte ich auch schon geschrieben. Der Mann hat einfach weniger Beziehung zu seinem Kind und bei der Trennung wird das schmerzhaft deutlich, wenn die Kinder nicht bei Papa wohnen wollen oder wenn sie Probleme haben, eben nur mit Mama sprechen. Auch das ist unfair.
Deswegen plädiere ich dafür, dass eben alles gerecht geteilt wird.
Beide mit den Stunden runter und beide übernehmen 50% der Care Arbeit und 50% der Arbeit. Das bedeutet in Zahlen, dass beide 75% arbeiten (statt 50% und 100%) und der Rest wird geteilt.