Katarina74
Gast
Das ist kein Vorwurf an die VorrednerInnen, denn der kluge Satz weiter oben lautet zu Recht, dass nur wer "das", also mit P.gestörten Personen durchgemacht hat, weiß wovon man spricht. In diesem Zusammenhang macht es wenig Sinn sich das jeweils noch größere Leid um die Ohren zu hauen sondern die Frage ist ja der Weg zurück in das Leben.
Und, ja die Überschrift nimmt es vorweg: In das NEUE Leben. Es gibt ein davor, ein danach und das mittendrin im Schlamassel.
Mittendrin ist furchtbar und obwohl ich selber vom Fach bin hätte ich NIE gedacht, dass "das", also eine echt kranke Beziehung, ausgerechnet mir passieren kann. Blanke Selbsttäuschung und -überschätzung, wie ein Partner eines Alk. glaubte ich allen ernstes, ich schaffe das. Und genau dieses war die perfekte Ausgangsbasis für mein Mängelexemplar mich nach Strich und Faden zu manipulieren, zu belügen und Sadismus auszuleben. Ich war nach meiner Lesart das perfekte Opfer, ich habe mich sehenden Auges und glasklarem Verstand erstmal selber in diese Position gebracht.
Ich wollte liebe geben und habe nicht erkannt, dass man manchen Mängelexemplar davon tonnenweise geben kann, ohne das es je reichen wird auch Liebe, Geborgenheit und Verlässlichkeit zurück zu erhalten. Theoretisch wusste ich herüber alles (zB Borderline) aber in der Praxis war ich völlig hilflos, abhängig und besessen von dem Gedanken es nicht wahrhaben zu müssen weil ich glaubte stärker als er zu sein... und zerbrach genau hieran, ständig stärker als er zu sein.
Warum? Ich glaubte nur an das Gute, naiv sicherlich, ich glaubte an die Macht der Liebe, ich war fasziniert von dem unglaublich guten S1ex und habe dafür Vertrauen und Geborgenheit aufgegeben, ja, mich selber verraten.
Anfangs waren meine Sinne unglaublich geschärft, konnte an der Art seines abendlichen "Haallooo" bereits die Stimmung und Verlauf des gesamten restlichen Abends und Nacht vorausschauen. Nach der Trennung total dünnhäutig, habe alles auf mich bezogen, war weit, weit weg von meiner Mitte.
Heute gibt es ein Leben danach und dieses ist besser als meines vor der Zeit mit meinem Mängelexemplar. War ich vielleicht vor der Zeit mit ihm auch eine Art Mängelexemplar? Ja, ich habe nix annehmen können, habe nur funktionieren wollen, Perfektionist, gutes Studium, Promotion und gut im Beruf... und jetzt wollte ich auch noch eine tolle alleinerziehende Mutter sein mit einem tollen Mann... genau da schnappte die Falle zu! Ich war zu mir selbst weder authentisch noch empathisch sondern nur auf Struktur achtend.
