Zitat von Shibb:
Ich fange nur in den frühen Anfangsphasen schon an, mir 100 verschiedene Szenarien auszumalen was passieren könnte, wie es sein könnte, wie es endet, was auch immer.
Es geht auch nicht um genau diesen einem Kerl sondern um das Problem des alles analysieren zu wollen und dieses Gedankeknkarussell.
Es geht um dieses gedankliche nicht mehr frei sein, diese Unbeschwertheit die mir abhanden kommt weil ich eben soviel grüble.
Das könnten auch andere Situationen sein, ich dachte nur aus gegebenen Anlass trifft es das ganz gut.
Im Prinzip bin ich auch eher der Typ "lieber mal alles schön in trockenen Tüchern haben, als ungeplant an etwas Neues herangehen."
Mag mit meinem Job zusammenhängen - ich organisiere die Tagesabläufe meines Chefs, ich bin mit Präsentationen vorbereitet, habe für alles immer mind. einen Plan B.
Bei Männern war es auch lange so, immer bloß schön vorbereitet sein.
Immer schon gedanklich vorher die Abläufe und GEspräche durchgehen. Total verkopft.
Inzwischen - und so habe ich mein Jahr 2017 beendet - möchte ich die von Dir hier angesprochene Leichtigkeit und Unbeschwertheit haben.
Spontan sein, nicht komplett durchgeplant sein, offen für Neues. Neue Menschen, neue Situationen, die Komfortzone mal verlassen und mutig über den Tellerrand gucken.
Ich habe Termine bei einem Coach gemacht und ich bin allein nach Thailand geflogen. Eine Kombireise aus mit einer Gruppe unterwegs und ich allein mit meinem Rucksack.
In diesen drei Wochen hatte ich so viele ungeplante, unorganisierte, spontane und neue Erlebnisse und mein Grundmuster meldete sich anfangs ständig zu Wort....Schlechte Laune, gestresst, Kopfkino vom Allerfeinsten.
Aber das Ende vom Lied war, dass bei jeder Situation immer etwas total Schönes rauskam. Alles hat - oh Überraschung - am Ende geklappt, auch wenn die Lage chaotisch war.
Und ich habe an Menschen und Situationen gezweifelt, Leute in Schubladen gesteckt, bewertet (mich und die anderen), geurteilt, mir den Kopf zermatert....Aber letztlich waren die Momente, die ich am übelsten zerdacht habe, die allerschönsten. Und das wollte ich mir gern mit ins Neue Jahr nehmen.
Alles darf sein.
Nicht mehr werten, offen sein. Positiv sein. Keine Erwartungen haben, dass es so und so laufen muss.
Ich weiß nicht, was es bei Dir im Leben für Beispiele gibt, an denen Du das üben kannst, immer mehr ein Stückchen mehr von diesen Glaubenssätzen los zu lassen.
Vielleicht ist es dieser Mann, den Du da kennengelernt hast.
Toleranz ist ganz wichtig und Offenheit.
Ich schätze Dich - also das, was ich von Dir hier im Forum bisher kennenlernen durfte - als sehr empathisch ein.
Daher glaube ich, dass Du Dich selbst reflektierst und selbst die Momentaufnahmen kennst, wo es wieder zu so einem Grübelflash kommt.