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Yosie
Gast
Zitat von Lacrimosa84:
....Ich kann für mich nur sagen, dass ich Treue für absolut wichtig halte. Meine Ehe war schon länger am Ende, ich habe mich in jemanden verguckt und innerhalb von 2 Wochen dann die Konsequenz gezogen (Trennung von meinem Mann). Ich hätte es niemals durchgehalten, heimlich fremd zu gehen und meinen Mann zu belügen. Und das, obwohl wir schon mehrere Jahre keinen S. mehr hatten.
Und ich möchte es auch in Zukunft so halten. Wenn eine Beziehung am Ende ist, nichts mehr zu verbessern oder zu verändern ist, dann gehe ich lieber.
Ich fürchte mich trotzdem, wenn ich mich umsehe und beobachte, dass für viele fremdgehen nicht einmal mehr ein Kavaliersdelikt ist....
Hallo Lacimosa,
ich kann das ziemlich gut nachvollziehen, was du schreibst, habe es selber ähnlich erlebt ....auch ich würde niemals untreu werden, und wurde es selbst meinem mittlerweile Exgatten nicht, auch dann nicht, als wir im Begriff waren unsere Beziehung aufzulösen. Ich gehe lieber einen Schritt nach dem anderen, bringe eine Beziehung zu Ende, so dass keine unnötigen Verletzungen ablaufen, denn das gewährleistet mir auch eine seelische Ordnung. Eine seelische Ordnung braucht man, um sich auf eine neue Partnerschaft einzulassen.
Für viele Leute mag dies eine exotische Haltung sein, spießbürgerlich und konservativ, für mich aber ist es eigene Psychohygiene. Ich habe auch den Eindruck, dass viele zwar die Vorteile einer Partnerschaft sich wünschen, insgeheim ihr Singleleben aber nicht aufgeben möchten, so erkläre ich mir jedenfalls die laxe Haltung zu Treue. Auch mir macht das Angst, ich verstehe dich gut.
Selbstliebe