Zitat von Ragna: Viele Männer, sehr viele Männer, wischen fast alles nach rechts, die Verzweiflung ist sehr groß.
Ich mag dir meine Sicht teilen. Es ist keine Kritik, sondern mein Blick darauf, wie vielleicht auch du sozialisiert worden bist, in einem System, dass Männer systematisch vom eigenen Zugang zu Gefühlen abgeschnitten hat. Weil es sie als Verfügungsmasse benutzte und benötigte.
Und damit keiner der Männer aus der Reihe tanzt, oder sich wehrt, sich bewusst wird und darüber nachdenkt, hat man eine Hierarchie oder ein Machtinstrument der gegenseitigen Abwertung geschaffen.
Die härtesten Kritiker der Männer, sind andere Männer. Die härtesten Abwehrer und Kontolleure von Männern, sind andere Männer.
Verstehst du, was ich meine?
Männer sind nicht beliebig anspruchslos.
Ich denke nicht, dass Männer wahllos sind.
Sie sehnen sich.
Sehnen sich wie alle menschlichen Wesen, denn wir sind erst mal Menschen, nach Verbundenheit und Kontakt.
Die Chancen, eine Frau zu treffen, sind für anscheinend viele Männer nicht so hoch. Doch sehnen sich alle normalen Wesen nach menschlicher Verbundenheit.
Insofern halte ich das nicht für wahllos, möglichst viele Frauen zu klicken, sondern für ein starkes Bedürfnis, die Möglichkeiten zu erhöhen, überhaupt in Kontakt zu kommen.
Und diese Kontakte auch zu üben oder zu lernen. Um nicht als sozialer Incel zu enden. Der seinen Schmerz nach innen kehrt und daraus eine Tugend macht, eine wütende Tugend.
Dass Männer von ihren Empfindungen entfremdet wurden, und dass sie sich gegenseitig abwerten, halte ich für eine giftige Hinterlassenschaft.
Eines üblen Systems.