Zitat von Wurstmopped: Ich bin so, das ist gut so fertig.
Null kompromissbereit und reflektion.
Du bist schon auch ein Herzchen, oder. Da schreibe ich zugegebenermaßen Romane, darüber, daß, was wir anderen vorwerfen eher mal unter dem Aspekt der eigenen Fähigkeiten bzw des Fehlen dieser zu betrachten wäre und zack, kommste umme Ecke und erzählst so etwas.
Ansonsten halte ich
Zitat von Wurstmopped: Individualität
für eine große Chance, weil sie nämlich ermöglicht, sich weniger mit dem "sollen" sondern mit dem eigenen "brauchen" zu beschäftigen. Wenn romantische Partnerschaft zB im eigenen Leben, warum auch immer, nicht passiert, so lässt sich dann eben über das tatsächlich spezifisch eigene Brauchen sehr gut herausfinden, was denn stattdessen auch erfüllend sein kann.
Wenn die eigene Herkunftsfamilie vielleicht nicht mehr oder eben von vorherein nicht so super ist, einem aber sehr an Familie gelegen ist (das eigene brauchen), so ist das Lebensglück vielleicht über den Begriff der chosen family erreichbar.
Die Individualität ist nicht Feind sondern Freundin der Reflexion.
Zitat von Wurstmopped: Das Ding ist ja, dass diese Menschen von den social Media weiterhin gefüttert, aufgewertet und bestärkt werden, oftmals nutzen Frauen diese Medien für den weiteren push
Bitte nimm es mir nicht übel, aber das ist doch jetzt auch schon wieder eine von diesen nicht zu haltenden vorurteilsbehafteten Verallgemeinerungen. Social Media ist genauso auch ernst zunehmender Geschäftszweig und in diesem ein Knochenjob.
Über welche eindimensionalen Bilder reden wir denn da? Die Mutti, die nach 15 oder 20 Jahren Ehe, sich auf ihrem FB account mal nen Ego-Push holt? Die Insta-Accounts die aus dem Befüllen der Brotbox ne Kunstform machen? Die Management-Typen, die in völliger Unkenntnis des eigenen Privilegs auf LinkedI. weinen, weil sie drei Leute feuern mussten, aber hey, wenn nur alle sich jeden Tag um 4 in der früh the best-of Blinkest reinziehen würden, dann wäre jeder erfolgreich? Die tiktoker, die wahlweise tanzen oder ranten? Oder die Omis, die das fünfte "inspirational Quote" mit Glitzer an ihre gesamte WA-Kontaktliste schicken?
Joah gibt es alles. Aber genauso gibt es unzählige Beispiele dafür das Social Media funktioniert, Menschen, die über FB alte Freunde wieder finden oder Gemeinschaften zu deren Interessen, Leute die mit Insta Geld verdienen, LinkedIn Kontakte, die neue Perspektiven eröffnen, tiktoker, die einfach Spaß haben und Omis, deren Ehe hält und die eben trotzdem alle mit Poesie-Sprüchen nerven.
Selbst bei onlyfans lässt sich darüber reden, wie viel selbst bestimmter und sicherer Sex-Arbeit dadurch geworden ist.
Hat die bunte Medienwelt auch Nachteile, naja, die Welt war sicher eine einfachere bevor Luther die Bibel ins deutsche übersetzt hat und Gutenberg den Buchdruck erfand, ob sie eine bessere war, ach ich weiß nicht.