Zitat von TimTayler: Dann schlägt sie direkt zu, je nach dem wie lange deine letzte toxische Beziehung war...je mehr Abstand und Traumabewältigung du geschafft hast, je schwieriger wird es...es gibt ja viele mit toxischen Anteilen, die fallen einem halt schnell auf und mein Kern sagt, nö, das muss ich nicht mehr haben, lieber alleine...
Kann ich absolut genau so bestätigen. Direkt nach der traumatischen Beziehung habe ich mich erst mal gleich wieder verliebt. Auch wieder keine gute Konstellation. Jetzt mit genügend Abstand und extrem viel Aufarbeitung erscheint es mir völlig absurd mich wieder ernsthaft einzulassen. Ich sehe auch tatsächlich keinen Grund dafür.
Auch die Vorstellung, dass das eventuell jetzt bei mir so bleibt, erschreckt mich nicht.
Ich genieße inzwischen Zeit alleine - gerade auf Reisen gibt mir das ein Gefühl von absoluter Freiheit. Hier würde mich ein Partner tatsächlich stören. Gerade habe ich einen Urlaub mit einem sehr netten Paar verbracht. Ich war Trauzeugin der beiden und finde, dass die super harmonieren. Trotzdem war ich froh, dass ich keinen Mann dabei hatte, mit dem ich Kompromisse eingehen und dessen Launen ich ertragen muss. Ich hab da den Bogen in meiner Ehe einfach überspannt und mich zu weit selbst verloren. Jetzt hab ich mich wieder und werden einen Teufel tun, da gleich wieder was dran zu ändern.
Klar gibt es gute Beziehungen und alles. Aber das Bedürfnis fehlt einfach bei mir. Das ist auch ein Stück Egoismus. Ich will mein Leben einfach nicht mehr teilen - ich will mir nur die Rosinen rauspicken und die lästigen Dinge (Alltag, Kompromisse, Verbindlichkeit etc.) einfach weg lassen.