Ich kann dich in Teilen verstehen. Auch ich hatte immer den Traum von meinem eigenen Häuschen. War mein Lebenstraum. Ich liebe Häuser ... schon immer. Was hab ich seit meiner Pubertät damit zugebracht Immobilien anzuschauen .. ob Anzeigen oder real, Finanzierungs- und Sanierungspläne aufgestellt. Stundenlang. Die einzelnen Gewerke berechnet etc.
Jetzt könnte ich mir die Preise von vor 10-15 Jahren locker leisten. Damals nicht.
Ich wohne in einer Gegend in der immos extrem teuer sind.
Ach ja... ich hab jetzt übrigens ein Haus an der Backe .. inkl Geschäft. Aber nicht das welches ich mir gewünscht hätte und die Lage die ich mir gewünscht hätte. Und ich mag es gar nicht.
Wir waren damals schon knapp davor uns ein Häuschen zu kaufen bzw. zu bauen das gepasst hätte. Aber das Risiko einer sehr knappen Finanzierung war mir doch zu groß.. und ich sag dir eines: ich bin sehr froh es nicht gemacht zu haben. Der Kasten wäre nur eine Belastung und Fußfessel ...Träume ändern sich..Lebenssituationen ändern sich
.. ich hab zwar noch den Traum, der mit wohnen zusammenhängt.. aber aktuell möchte ich in Zukunft in etwas ganz kleinem .. ein Tiny House oder ein kleines renoviertes Rustico in Italien oder Kroatien ggf. auch in Ungarn wohnen. .. in Rente dann
Das sind meine Tagträume wenn ich mal wieder auf Lust zum Träumen habe. Kommen wird es ganz anders.
... und meine Grundvoraussetzung ist auch immer dass das Ding mir gehört und ich es finanziere.
Naja, ich rede auch öfter mit meinem Bankberater wie denn sich heute noch wer das leistet ... und was der mir erzählt von Finanzierungen und Finanzierungslaufzeiten ... da wird mir ganz schlecht. Auf sowas hätte ich mich nicht eingelassen.
Abgesehen davon, dass wenn du es konsequent durchrechnest du nicht wirklich mehr in der Rente hast mit dem Hauskauf als wenn du das Geld anlegst. Es kommen schließlich auch immer wieder Renovierungen/Sanierungen etc
Und die ganze Arbeit ....
Es bleibt trotzdem eine gewisse Melancholie, dass es für meine und erst recht die kommenden Generationen extrem schwer ist/ wird sich wohneigentum zu schaffen. Kommt auch auf die Region an, aber es gibt einige Artikel dazu, dass die Nachkriegsgeneration es da viel viel leichter hatte.
Andererseits waren die auch extrem viel sparsamer ... und ich kenne viele Häuser aus der Zeit die darauf ausgelegt waren Zimmer unterzuvermieten und selbst nur einen kleinen Bereich zu bewohnen.
Das mit dem Lotto... ich würde mich mal beraten lassen und insgesamt auch den Ratschlägen hier folgen zu schauen wofür das Haus für dich steht.