Guten Morgen Hallo - Es heißt ja nicht umsonst "sprechenden Menschen kann geholfen werden". In stiller Erwartung zu verharren wird Dich also nicht weiterbringen - wohl aber, jemandem zu erzählen, dass es Dir im Moment beschi*** geht und Du mal ein Ohr zum Zuhören und vielleicht auch mal eine Umarmung brauchst. Echte Freunde werden Dich dann unterstützen.
Zitat von Hallo1: Ist es nicht normal dass ich nach 4 Wochen noch Trauer und es nicht besser wird?
Dazu wurde hier schon geschrieben - niemand kann Dir sagen, was beim Trauern "normal" ist. Jeder Mensch verarbeitet Trauer unterschiedlich, auch zeitlich gesehen. Leider kann Dir aber auch niemand die Trauer abnehmen, das wirst Du leider aushalten müssen, so schmerzhaft das auch ist...
😕 In jedem Falle ist es nach meiner Erfahrung so, dass Trauer umso länger anhält, je länger Du ihr nachhängst/an ihr festhältst.
Es wurden hier allerdings schon einige sehr gute Tipps abgegeben, wie Du es Dir zumindest leichter/erträglicher gestalten kannst. Mit den Terminen bei der Caritas etc. unternimmst Du ja auch schon selbst die richtigen Schritte, bleib da dran. Was in jedem Falle auch noch hilft, ist Sport - maßvoll, wohlgemerkt, Dein Körper ist momentan gestresst genug. Also z.B. 30-45 Minuten Crosstrainer bei mäßigem Tempo, so dass Du grade ins Schwitzen kommst. Dabei nach Geschmack Musik oder TV, das lenkt ab und schafft positive Impulse. Wenn Du kein Gerätetyp bist, alternativ die Laufschuhe unterschnallen oder auf's Fahrrad. Ist Sport nicht Dein Ding, hilft auch ein strammer Spaziergang - auch dabei lassen sich gut Musik, Hörbücher oder Podcasts hören und bringen Dich auf andere Gedanken. Sowieso, Podcasts oder Hörbücher sind top, weil sie Dein Gehirn mit anderen Inhalten beschäftigen und die Stille vertreiben.
Ansonsten wird es irgendwann so sein, dass Dein Körper weniger von den Stresshormonen und Botenstoffen ausschüttet, die momentan dafür sorgen, dass Deine Gefühlswelt auf der schiefen Ebene ist und über allem ein grauer Schleier liegt.
Das ist jedenfalls kein normaler Zustand und das Gute daran ist, dass Dein Organismus für gewöhnlich (d. h. wenn es keine bestehende Krankheit oder sonstige Störung gibt) von selbst dafür sorgt, dass alles wieder ins Lot kommt. "Resilienz" ist das Zauberwort und darum darfst Du allen glauben, die hier immer wieder schreiben "es wird besser". Ganz bestimmt!
👍🙂