Nalf
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Zitat von Golem:Nur wenn sofort Vorwürfe oder auch Anweisungen kommen, dann geht man zurecht in die Verteidigung.
Das lese ich oft von Trennungsvätern. Auch mit der Folge, dass eine Verteidigung dann richtig und notwendig sei.
Und wenn Du da Deiner Ex die Macht über Dich nimmst und ihre "Vorwürfe" als eigene Unsicherheit wertest und ihre "Anweisungen" als eigene Wünsche?
Dann kannst Du klarstellen, ohne rechtfertigen zu "müssen" und "Nein" sagen, ohne in die Verteidigung zu gehen.
Zitat von Golem:Das Motiv wäre tatsächlich sehr interessant.
Ich lese das häufig, dass die Motivation Neid und das Glück und die Stabilität dem anderen nicht gönnen können sei.
Da mag was dran sein, wenn die ehemalige Paarbeziehung sehr unausgeglichen war und der Ex-Partner das Gefühl hat, man habe in der Beziehung/Ehe von ihm profitiert und stehe jetzt schon wieder als lachender Gewinner da.
In Ex-Beziehungen, in denen das Geben und Nehmen ausgeglichen war, halte ich den Vertrauensverlust für die größte Motivation für Eilanträge und anderes Störfeuer. Wenn die Kommunikationswege so gestört sind, dass man sich gegenseitig nicht mehr über den Weg traut, entstehen Geschichten im Kopf, was der andere vor hat und bezweckt. Und dagegen wird sich dann gewehrt, was meiner Meinung nach zu den Störungen und Gerichtsverfahren führt.
Das in der Paarbeziehung verletzte Vertrauen wird auf die Elternebene übertragen und in Angst um die Kinder umgemünzt. Und die offene Rechnung aus der Ehe dann an den Klamotten der Kinder abgearbeitet.
Bei EngelohneFlügel scheint das Vertrauen zwischen den Ex-Eheleuten so nachhaltig zerstört, dass es wohl bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Kinder selbst entscheiden können, leider so weitergehen wird.