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Der Ehe Mann, der mit dem Scherbenhaufen tanzt

EngelohneFlügel.


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Danke Sternenglanz,
was mich daran so aufregt ist das. Wenn sie was unternehmen will und nachfrägt ob ich Zeit hab für die Kinder und ich antworte ja, warum glaubt sie das dann nicht.
Das ist doch Schwachsinn hoch 10.
Das würde bedeuten sie denke, auf die Kinder aufpassen sei etwas für mich das ich nicht machen will aber ich machs halt weil sie was unternehmen will.
FALSCH!
Ich tue das tatsächlich gern. Wegen mir kann sie das ganze Wochenende verplanen. Ich mache momentan Ruhe in meiner Findung. Das tut mir gut. Ich habe keine Lust jetzt ständig auf Achse zu sein irgendwo. Ich beschäftige mich mit dem Haus, Garten, Kinder. Das entspannt mich gerade.
Aber ich glaube langsam sie hat ein Problem damit das sie meine Kinderbetreung schon so oft in Anspruch genommen hat seit der Trennung und ich bisher bei ihr nur einen Abend.
Das ist mir doch so was von egal. Ich habe es ihr ja gesagt, wenn ich nicht kann oder will sage ich es ihr (Babysitten) Und ich sage ihr auch wenn ich allein was machen will und sie die Kids nehmen muß.
Aber das ist doch kein Strichlistenführen.

07.09.2019 23:37 • #76


Radolf


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Wie alt sind deine Kids, wie kommen sie mit dem ganzen klar?

Hab ihr klare Regeln, Rituale?

08.09.2019 09:58 • x 1 #77


EngelohneFlügel.


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Unsere sind 6 und 3. Bei den Kindern lief bisher alles so weiter wie gewohnt. Meine Ex und ich ziehen diesbezüglich am selben Strang. Die Bettgehrituale, jeder bringt Abends einen ins Bett und am nächsten Tag anders herum, sind alle gleich geblieben. Mal macht Papa was mit Ihnen, mal Mama. Wir unternehmen auch Sachen gemeinsam. Das war aus beruflichen Gründen auch vorher schon so. Vor den Kindern reden wir normal und verhalten uns auch sonst in der Gegenwart ihrer normal. Das können wir jetzt auch. Das einzig ungewöhnliche wäre das getrennte Schlafen, aber das kennt die Große von der Zeit als Knirps zwei bei Mama schlief wegen dem Stillen und ich im Gästezimmer schlief weil die Große in dieser Zeit häufig Nachts aufgewacht ist und ich mich dann um sie gekümmert habe. Das getrennte Schlafen damals war notwendig sonst hätte keiner irgendwann Ruhe gefunden. Ich habe es ihr so erklärt das Mama momentan besser alleine schlafen kann weil Papa mal schnarcht oder unruhig ist. War für sie so ok. Kennt sie auch von Oma Opa.
Wir kuscheln beide mit ihnen wenns sies brauchen und sind beide für sie da wenn sie Probleme haben. Was im Alltag weggefallen ist, beim Abschied gibts halt kein Bussi mehr zwischen Mama und Papa. Ob und wann sie das feststellt weiß ich nicht. Wir haben auch früher jetzt nicht sooo vor den Kindern wild herum gemacht.
Achja, und kleine Reibereien gabs auch früher schon mal vor den Kindern. Klar. Aber das kennen sie. Also das man sich auch mal Zofft.

08.09.2019 12:36 • #78


EngelohneFlügel.


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Hallo,
heute war wieder ein guter Tag. Ihre Wut scheint abgeflaut zu sein, sie ging heute morgen mit ihrer Laufgruppe nen Halbmarathon laufen und kam dann Nachmittags wieder. Und, ich war fast schon erstaunt, wir konnten ganz normal reden auf einmal. Wie früher....
Mal schauen was da noch kommt. Ich konzentrier mich weiter auf mein Leben. Alles was am Haus liegen geblieben ist die Jahre durch meinen kleinen Depri arbeite ich jetzt nach und nach ab. Spart den Sport und kann bei meinen Kindern sein. Die zwei erlebe ich nach meinem aufwachen aus dem Loch völlig anders. Ich erlebe sie bewußter und das ist schön. Sie ermöglichen mir gerade das ich bei mir bleiben kann und ich diese Trennung irgendwie bei Seite schiebe. Ja ich überlege sogar schon langsam mal was ich mit meiner "Freiheit" so anstellen werde....wann habe ich das zum letzten Mal getan.....

08.09.2019 23:17 • #79


sternenglanz

sternenglanz


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Es kann gut sein, dass ihr das gar nicht so gefällt wie locker du jetzt mit allem umgehst... Soll aber nicht dein Problem sein. Du für dich und es klingt doch super, dass du jetzt wieder Lebensfreude hast und deine Kinder anders wahrnimmst, das ist ein Geschenk.

08.09.2019 23:47 • x 1 #80


EngelohneFlügel.


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Tja....who knows....war doch IHR Rat an mich vor Wochen.....ich soll wieder anfangen zu Leben....
Wir haben auch nun den Punkt erreicht, das wir sagen die Situation müssen wir unter uns klären. Mein Trauzeuge hat sich auch ausgeklingt als aktiver Berater, steht aber als mein Zuhörer weiter zu Verfügung....denke ich...hab ihn jetzt auch schon seit ein paar Tagen nicht mehr kontaktiert. Das zeigt mir aber auch das ich mittlerweile besser mit der Sache auch allein zu recht komme. Und das ist doch eine positive Aussicht.....

09.09.2019 05:53 • #81


sternenglanz

sternenglanz


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Musterveränderungen machen meistens nicht so beliebt auch wenn das Gegenüber das sogar einfordert. Es ist toll, dass ihr das vor und mit den Kindern würdig hinbekommt und dieser Weg zurück zu sich selbst kostet auch Kraft und ständiges Neujustieren, gönne dir Gutes. Ich hab lange gebraucht und auch das Umfeld muß es erst akzeptieren, unbewusst wollen sie das Gewohnte zurück auch wenn sie es ansich nicht mehr so leben wollen.

09.09.2019 06:05 • x 1 #82


EngelohneFlügel.


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Heute Nacht lag ich wieder lange wach. Ich glaube mein Kopf arbeitet alles auf was in meiner schweren Zeit verdrängt wurde, also in meinem Loch (aka Depriphase) Umso erstaunlicher finde ich, das ich auf einmal Dinge an mir sehe und greifen kann, die ich zu der Zeit damals gar nicht wahr genommen habe.
Ich habe einen weiteren großen "Fehler" an mir entdeckt der zu unserer Situation geführt hat, eines der "da ist noch viel mehr" das sie ansprach als ich mit ihr darüber gesprochen habe das ich erkannt habe ein Loch gehabt zu haben. (im Thread weiter oben).
Gleich vorweg, es geht mir natürlich darum meine eigenen Fehler für mich zu lösen und nicht jetzt um meiner Ex zu gefallen. Ich will mich ja weiter entwickeln...
Was dann kommen könnte, anderes Buch....
Ja also was stellte ich fest....ich habe sie sehr oft gestichelt, getriezt....
Irgendwann muß was passiert sein, das ich bei ihr auf diese Gangart gewechselt habe. Und ich merkte auch letzte Nacht, ich wollte bei ihr die letzten Jahre immer Recht haben. Immer! Ich kann mich nicht erinnern wann ich zuletzt eine Meinung von Ihr akzeptiert habe, außer sie hat sie mir schwarz auf weiß bestätigt. Das konnte ich früher...aus dem Bauch heraus...bevor es Familie und Kinder gab.
Kann sein das daher auch das sticheln kam weil man den Partner auf die Position setzt "du willst ja immer recht behalten und meinst ich sei doof...ne ne ich hab schon auch was auf dem Kasten"
Man(n) verrennt sich in den Gedanken, man muss der Frau beweißen das man schlauer ist und ihre Art falsch. Aber das ist sie doch gar nicht. Eine Meinung ist ein ganz eigener subjektiver Gedanke, eine persönliche Überzeugung. Diese kann richtig oder falsch sein. Das muss jeder selbst herausfinden....genau, selber! Warum meinte ich ihr das abnehmen zu müssen? Soll sie doch selber die Erfahrung machen wohin sie damit kommt....
Mir kam zuerst, wenn das so ist, vielleicht wolltest Du sie schützen von ihrer Durch-die-Wand-Taktik. Ich komme aber immer mehr drauf, nein......, ich wollte MICH schützen. Schützen davor was sie eventuell mit ihrer Meinung wieder anzettelt und du musst die Konsequenzen tragen. Das ist ein wenig graue Zone irgendwie, der eine sagt ja das ist richtig so zu handeln, du musst dich ja auch selber schützen, andere würden sagen das ist ein wenig Egoistisch gegenüber dem Ehepartner weil er nicht selbst entscheiden darf/soll. Ich habe vor einiger Zeit einen Spruch gefunden der darauf eigentlich passt wie die Faust aufs Auge:
DER RICHTIGE PARTNER IST DER, DER NEBEN DIR STEHT, WENN DU ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN MUSST UND HINTER DIR STEHT, WENN SIE FALSCH WAREN.
So sollte es eigentlich sein, ich habe es nicht getan. Aber warum? Das will und muss ich herausfinden...momentan sehe ich da nur Wald mit vielen Bäumen......

09.09.2019 09:01 • x 1 #83


sternenglanz

sternenglanz


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Versuche noch weiter zurück zu gehen und deine Prägung aus deinem Elternhaus anzusehen und ob da ein Muster von euch Beiden wiederholt wurde. Da ist meist die Ursache und wenn einer der Beiden Partner aus einem sehr kalten Elternhaus kommt wo es mehr um Leistung wie Liebe ging... Ich hab ja geglaubt alles wäre zu besprechen und zu lösen... Je dominanter die unbewussten Muster sind umso schwieriger wird es. Ist eine Riesenchance in die Selbstliebe zu kommen, für sich Antworten zu finden und nicht mehr so streng mit sich zu sein. Nur bequem ist es nicht... Ich find's total klasse, dass du anfängst dir alles anzuschauen und eben auch mit Blick auf dich.

09.09.2019 13:52 • x 2 #84


EngelohneFlügel.


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Naja...da ist schon was dran mit dem Elternhaus....auch bei mir. Keine Gewalt oder Streit, aber der typische 80ger Haushalt halt. Vater arbeitet im Schichtbetrieb und verdient das Geld, Mutter macht Haushalt und Kinder. Was mich da prägte...sicherlich das meine Eltern kein ausschweifendes Leben führten. Außer Urlaub passierte nichts gemeinsam. Meine Eltern haben nie was großes unternommen mit mir. Gut sind selber mal weg zum Tanzen an Fastnacht oder so. Aber sonst alles schrecklich langweilig. Es kann schon sein das das einen in soweit prägt, wenn du verheiratet bist brauchst dich um die Familie nicht mehr viel kümmern. Aber ich habe das nie so gesehen bei uns. Wir haben so viel es ging nebs Beruf Unternehmungen gemacht. Aber es könnte sein das genau das der Grund war für mein Absturz. Ich schrieb ja das ich unsere Familie zu verbissen sah. Mich da rein gekniet hab und mich vergessen hab. Was dann über Frust zu Depri-Phase wurde.

09.09.2019 21:09 • #85


Radolf


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Dann mach es doch jetzt anders, such dir neben deinem Haus, Kindern und Garten einen schönen dich erfuülenden Ausgleich!

Was fällt dir da spontan ein?

Gib Verantwortung an deine Ex weiter und kümmere dich um DICH.

09.09.2019 21:17 • x 1 #86


Gorch_Fock

Gorch_Fock


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Hey Engel, ich würde Dir prof. Hilfe in Form einer Psychotherapie ans Herz legen. Dein Weg ist richtig, nur wirst Du allein die Dinge nicht richtig auflösen können. Dazu ziehst Du dir auch zu sehr den "Fehler"-Schuh an, was normal in drr Akutphase ist. Mit Abstand wirst Du aber auch starke Defizite bei Deiner Partnerin finden und auch annehmen können. Mach Dir auch klar, dass diese Reflektionen auch nicht zu einem Neustart oder einlenken bei ihr führen werden. Du kannst Dinge für DICH nun ändern. Was sie macht ist ihre Verantwortung. Die Konflikte die Du beschreibst deuten auf starke Dominanzversuche von Euch beiden hin.

09.09.2019 21:29 • x 1 #87


sternenglanz

sternenglanz


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Dieses Austarieren von Familie, Beruf, Beziehung und eben Zeit für sich ist immer wieder eine Herausforderung und wenn in einer Beziehung die Nähe passt unterstützt man sich da auch gegenseitig. Du hast gegeben was du geben konntest und schau noch genauer hin wie sah es mit eurer Nähe aus? Was brauchst du um dich geliebt zu fühlen... Das sind große Fragen und ja, ein Profi kann da spannende Türen öffnen. Habe viel Spaß mit einer Psychologin gehabt, war auch schmerzhaft aber es hat mich enorm weitergebracht und es waren gar nicht viele Stunden. Wenn man zum Helfersyndrom tendiert neigt man leider auch dazu Schuldgefühle für andere zu übernehmen. Es ist sehr befreiend den Blickwinkel zu ändern und Fragen zu stellen.

09.09.2019 22:04 • x 1 #88


EngelohneFlügel.


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Vielen Dank für die Rückmeldungen.
@Radolf
Ja, mache ich schon. Kommt jetzt so noch nicht rüber hier. Aber ich bin schon dabei. Hatte ne Mass., mache demnächst einen Ausflug in die Alpen übers Wochende, gehe mit Freunden ins Kino nächste Woche....das läuft schon. Das geben und nehmen gegenseitig haben wir auch schon geregelt. Das halten wir wertefrei, ohne Strichliste.

@Gorch_Fock
Wie ich schon mal schrieb, das schließe ich nicht aus. Das kann noch kommen. Momentan funktioniert es selber recht gut da ich dazu Hilfe aus dem Umfeld habe das sich auskennt. Die Schuld allein auf mich nehmen, nein. Da gehören immer zwei dazu. Aber ich habe auch gelernt, man muß das jetzt als alles gegeben ansehen und es verändern wollen. Dazu suche ich halt was falsch lief und arbeite aktiv daran das zu ändern. Für mich. Weil sonst änderst du nichts daran. Du mußt selber dein Leben in die Hand nehmen lernen.

@sternenglanz
Ich bin mir vollkommen sicher das meine Ex Probleme hat. Aber ich muß erst nach mir schauen. Das habe ich mit der Hilfe von hier und meiner "seelischen" Begleitung (siehe oben) schon verstanden. Das muß sie selber erstmal einsehen das sie ebenfalls Probleme hat. Momentan sieht sie die Fehler nur bei mir. Kratzt mich aber nicht. Ich würde mich freuen auf ein Happy End gemeinsam ja, aber ich mache mich und mein Glück davon nicht mehr abhängig. Ich habe die Trennung akzeptiert. Und seit 5 Tagen keine "Herzschmerzen" mehr....toi toi toi.

09.09.2019 23:08 • #89


sternenglanz

sternenglanz


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Das klingt gut , du nimmst an und lebst.

10.09.2019 04:52 • #90




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