Leonhard
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Zitat von Likos24:Also "Verantwortungsbewußtsein" sieht aber anders aus, oder?
Wenn Affärenführende rechtzeitig verantwortungsbewusst gehandelt hätten, gäbe es dieses Forum nicht.
Die Frage ist: Wie geht ein Paar damit um?!
Wenn eine Trennung inklusive moralischer Verurteilung die pauschale Lösung ist, dann können wir hier den Thread beenden. Ein Gericht klärt noch den Unterhalt und das Umgangsrecht, der Bruder wird ignoriert und mit der Ex nur hinsichtlich Kindesbelange kommuniziert. Feddich is‘ die Laube.
Andererseits finden wir in diesem Thread, dass „Alk. am Steuer“ oder „Jemandem eine Scheuern“ erklärbar sind und akzeptiert werden können.
Beim Fremdgehen geht das jedoch nicht?
Naja, es fällt zumindest sauschwer und ist garantiert nicht der erste Gedanke; schon allein aus Stolz und Selbstachtung.
Wenn ich strikt moralisch den Kontakt zu allen Menschen abbrechen würde, die eine Affäre hatten, dann müsste ich mit vielen Freunden, Kollegen und sogar mit meiner Mutter brechen.
Ist also nur bedingt eine gute Lösung.
Also dann doch nur -inkonsequent- die Person „verstoßen“, die mir das angetan hat. Die Person, mit der ich jahrelang eine tolle Beziehung hatte und die ich im Idealfall bis zur Sekunde vor der Bekanntwerdung geliebt habe und mit der ich alt werden wollte?
Ist sie schlagartig zu einem kompletten schlechten Menschen mit fiesem Charakter geworden?
Diese Frage kann sich nur jeder selbst beantworten!
Es gibt hier Fälle, da rate ich zur Trennung und ich verstehe sehr gut, dass man es erst gar nicht versucht.
Umgekehrt geht es jedoch auch und deswegen warne ich vor spontanen endgültigen Konsequenzen in dieser hochemotionalen Notfallsituation. Trennen kann man sich immer noch.
Menschen machen Fehler. Leider sind Affären Fehler, die einen selbst zutiefst treffen (auch wenn das niemals Ziel war) und deswegen ist es schwer damit umzugehen.
Kopfkino geht vorbei, Vertrauen kommt schrittweise zurück auch wenn es sich in den ersten Wochen nicht so anfühlt.
Jeder muss selbst entscheiden, ob er mit dem Partner noch zusammenbleiben möchte und herausfinden, ob er (und die Gefühle) es letztlich auch kann.
Wenn der/die Affärenführende deutlich an einer Fortführung interessiert ist, halte ich einen Versuch nicht für Schwäche oder gar verachtenswert.