alleswirdbesser
Mentorin
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Hier ein einfaches Beispiel. Mein Freund und ich sind finanziell in keinster Weise verbandelt. Beide gehen arbeiten, beide haben eigenen Haushalt, beide ziehen allein die Kinder groß. Finanziell haben und werden wir keine Gegenseitigen Verpflichtungen eingehen, weil wir nicht vorhaben ein Haus zusammen zu bauen, eine Familie zu gründen und Kinder zusammen zu bekommen. Das liegt weit hinter uns. Er finanziert mein Leben nicht, ich finanziere sein Leben nicht. Wir verbringen Zeit miteinander als Paar. Fertig. Dieses Lebenskonzept erschafft keine Abhängigkeiten oder finanzielle Nachteile.
Vor langer Zeit, als mein Exmann und ich eine Familie gründeten, habe ich uns als eine Einheit gesehen, auch finanziell. Viele haben mich für blöd erklärt, weil ich zwar mit ihm gebaut habe, aber nicht im Grundbuch stand, weil wir nicht verheiratet waren. Ich vertraute ihm einfach. Und solange wir keine gemeinsamen Kinder hatten, ich aber eins aus der ersten Ehe, bin ich Vollzieht arbeiten gegangen. Elternzeit und Teilzeit war keine Entscheidung aus Faulheit, sondern den Kindern zur Liebe. Er hat vorher Vollzeit gearbeitet und danach, er hat nicht etwa mehr reinbuttern müssen während ich weniger gearbeitet haben, wir hatten nur weniger Einkommen insgesamt. Und das war unsere Entscheidung, für die Kinder, er wollte definitiv nicht Zuhause bleiben, ich schon.
Auch heute, ohne Ehemann, kann ich noch nicht 100% arbeiten, die bisschen Zeit brauche ich für diverse Termine, zu denen ich während meiner Arbeitszeit fahren muss, und für sonstige Sonderfälle. Die Ganztagsschule fällt manchmal plötzlich aus, Krankheiten etc. Ich bin diejenige auf der Arbeit, die während der Sitzung aufsteht und geht, ich bin diejenige, die nicht teilnehmen kann usw. Nicht jeder AG macht da mit, Ich habe tatsächlich Glück und weiß es zu schätzen. Das alles hat ein Mann nicht, der nur arbeiten geht. Als ich zum Beispiel krank war, früher als die Kinder klein waren, nahm meine Mutter frei und kam zu uns. Mein Exmann war arbeiten. Er war flexibel, wenn er frei hatte, er half auch wie er konnte. Aber während der Arbeit war er nicht greifbar. Ich schon. Und wenn du ein Kind mit gesundheitlichen Problemen hast, ist dein plötzliches Gehen während der Arbeitszeit keine Ausnahme, sondern eine Regelmäßigkeit.
Aber ich verstehe, dass du es nicht verstehst.