Zitat von Vienne: Und nun muss ich feststellen, dass mein Freund auch mich nicht liebt.
Das tut mir sehr leid.

Hat er dir das gesagt..?
Zitat von Vienne: Mach es besser als ich ..du hast es in der Hand
Das denke ich nicht, dass ich es in der Hand habe.
Ich denke, mein Mann hat es in der Hand. Er muss sehen ob er das irgendwie in den Griff bekommen kann.
Ich habe über die Jahre wirklich alles getan, um ihn zu unterstützen - das sieht er auch, das weiß er auch, das sagt er auch.
Er sagt auch selbst, dass seine Gefühle von Aggression und Überforderung nicht meine Schuld seien. Das muss seinen Ursprung woanders haben.
Als er vor sieben Jahren bei dem älteren Therapeuten war, hatten wir das harmonischste und beste Jahr überhaupt: niemals Streit. Es war ein Traum. Wir waren da beide sehr zufrieden und glücklich und ich sah, dass es grundsätzlich hervorragend zwischen uns funktionieren kann. Das, was ich immer gedacht und gespürt hatte.
Kein Kompromiss war während dieser Zeit ein Thema - Kompromisse stören mich auch überhaupt nicht solange der Alltag positiv ist, und man ihn gemeinsam glücklich begehen kann und sich emotional nahe ist.
Er sprach aber während dieser Zeit in der Therapie nahezu
keine Silbe über mich, sagte er selbst.
Es waren andere Themen, die er mit dem Therapeuten besprach.
Das zeigte mir damals auch ganz deutlich, dass es nicht "unsere" Themen sind, die hier ständig Ärger machen... sondern andere. Die er auch schon immer hatte.
Schade, dass der Therapeut obwohl die Therapie aus meiner Sicht damals so extrem hilfreich war, nach einem Jahr beendete und sagte, er hätte das Problem meines Mannes gar nicht verstanden.
Das Groteske ist: mein Mann kontaktierte ihn ein Jahr später sogar nochmal und erklärte die Situation.
Er sagte ihm, dass während der Therapie unsere Ehe so toll und harmonisch gewesen sei - und fragte, was der Therapeut denn da eigentlich mit ihm gemacht hätte, damit er vielleicht woanders damit weitermachen könne..?
(Der Therapeut provozierte ihn wohl ganz gerne während der Sitzungen/hakte provokativ nach. Ich merkte nach den Stunden schon immer, dass etwas in ihm arbeitete, aber wir sprachen damals nicht darüber, obwohl wir sonst immer über alles sprechen, weil er damals immer sagte, er müsse das verarbeiten. Habe ich so angenommen und ohne es zu hinterfragen respektiert.)
Schulterzucken seitens des Therapeuten. Zwar fand er es interessant, was mein Mann ihm da berichtete, konnte aber nix damit anfangen. Konnte er auch nicht sagen, was er da spezielles mit ihm gemacht hatte und warum das so auf unsere Beziehung gewirkt hatte.
Schon Pech, oder..?
🙄 Ich habe aber trotzdem jetzt nach dieser Woche ein wenig Hoffnung ob sich dadurch, dass wir jetzt endlich eine deutliche Entlastung in Form von Schule und Kindergarten haben, und wenn mein Mann nochmal einen Versuch unternimmt wie mit dem Neurofeedback, sich die Situation vielleicht stabilisieren kann..?
Parallel werden wir aber trotzdem mal wegen der Teilung des Grundstücks und Baugenehmigung anfragen. Mein Mann fand meinen Plan von dem kleinen Bungalow ziemlich cool - sollte alles viel besser laufen als erhofft, wäre das ein netter und barrierefreierer Alterssitz falls eins von den Kindern später mit Familie das Haus übernehmen möchte.
Ansonsten wäre es immer noch eine gute Kapitalanlage.
Oder es bleibt der Plan B, wenn wir unsere Themen jetzt partout nicht gebessert bekommen.
Ich denke es könnte nicht schaden, das so weit zu bringen, dass man kurzfristig mit dem Bau beginnen könnte...
Was ich nicht möchte ist, mich wieder auf momentanen Besserungen auszuruhen. Sollte sich wirklich noch was dauerhaftes ergeben - vielleicht tatsächlich mit Hilfe einer neuen Therapie, wäre das toll.
Sollte es aber nicht so sein... muss ich vorwärts denken.
Einen letzten fairen Versuch will ich der Sache jetzt in Anbetracht der veränderten Situation (Schule/Kindergarten) noch geben.
Sollte das - auch in Kombination mit dem Neurofeedback - aber keinen nachhaltigen Effekt haben... dann muss ich anfangen, auf mich selbst zu schauen und auf die Kraft, die mir noch bleibt. Gerade in Anbetracht meiner AI-Erkrankung ist meine Kraft nicht mehr unendlich. Das weiß mein Mann aber auch, ich bin diesbezüglich zu 100% offen und transparent, hier bleibt nichts unausgesprochen.