Zitat von Bücherfreundin:Das wurde mir als Kind auch immer so gesagt und danach lebe ich auch zum Teil bis heute.
Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich rausgefunden habe, was daran so alles falsch ist.
Den Indianersatz kenne ich leider auch...
Ich bin überzeugt, die Prägung, wie wir werden fängt als Baby an und hört im jungen Erwachsenen alter erst auf (grob gesagt). Unseren Vorfahren können wir evtl. noch verzeihen, weil diese sich nicht so gut informieren konnten, weil Gewalt als erzieherischen Mittel sogar noch erlaubt war. Schlimm finde ich, dass es noch heute Eltern gibt, die nicht besser handeln.
Ich fühle mich heute noch ab und zu ganz ganz klein, wenn ich mit meinem BMW fahre. "Wie kann sich dieser kleine nichts nutz diese Fahrzeug leisten"...Puh.
Ich hörte setze wie:
- du bist zu blöd für das Abitur (geschafft),
- wenn du so weitermachst, wirst du arbeitslos und schläfst unter der Brücke (nicht geschafft),
- wenn du nicht machst, was wir von dir wollen, kommst du ins Heim
Im normalen Alltag leide ich nicht darunter. Aber im Streit in Diskussionen, wenn ich mich unwohl fühle, dann kommt so was hoch.
Wenn die Kinder meiner Partnerin oder meines mal wütend, oder traurig sind und weinen, dann lassen wir das zu. Wenn sie während dessen was erzählen wollen, bitte wir um eine kurze Heulpause, damit wir sie verstehen, um ihnen helfen zu können. Wir kämen nicht im Ansatz auf die Idee, zu sagen, sie dürfen ihre Gefühle nicht zeigen. Aber was machen wir alles falsch?