Jetti
Mitglied
- Beiträge:
- 1953
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 4445
- Mitglied seit:
Zitat von Bumich:Bedeutet? Körperlich oder geistig?
Bedeutet, Sorgenkind der Familie gewesen zu sein. Zuerst aufgrund einer Krankheit (organisch) unmittelbar nach der Geburt.
Später aufgrund einer psychischen Erkrankung im Teenageralter.
Zitat von Bumich:Das dir deine Familie/ Eltern dieses nicht vergeben kann und dich wie nen aussetzigen Lebrakranken behandelt.
Das tun sie nicht. Wir haben nie mehr darüber gesprochen. Das war ein Fehler. Momentan sträube ich mich noch, den einen ganz konkreten Grund hier öffentlich zu machen. Ich weiß nicht , wie weit das vorallem meine Mutter für sich verarbeitet hat.
ICH habe MIR das nie verzeihen können.
Zitat von Bumich:Und nicht Type Xy.
Doch ER ist Thema. Denn im Zusammenhang mit ihm erkannte ich vollends, was ich mit mir angerichtet habe.
Ich hatte das Gefühl, dass egal was ich sagte, es nie falsch oder lächerlich war. Nie würde ich mich verletztlich machen. Jedes Fühlen hatte seine Berechtigung. Natürlich habe ich nicht meine Geschichte vor ihm
ausgebreitet, nein eigentlich gar nichts darüber erzählt. ER erkannte mich, bestärkte mich, meinen Wert zu sehen und durch ihn war mir das plötzlich möglich.
Die Themen gehen ineinander über keine Frage. Und es ist eben diese Traurigkeit, durch meine eigenen Versäumnisse mich selbst ins Abseits gestellt und damit die Chance auf eine Beziehung verspielt zu haben.
Allerdings gebe ich dir recht. Der Dreh- und Angelpunkt für die gegenwärtige Mutlosigkeit ist das Verzeihen und Akzeptieren, dessen was nicht mehr änderbar ist. Denn erst darauf kann ich etwas aufbauen. Das ist das Fundament.
Zitat von Bumich:Wenn ich micht recht entsinne bist du auch so Ende 40?
Genau. Jahrgang 1973.
Mit den Wechseljahren hat das alles nichts zu tun. Weil es mich eben nicht erst seit gestern beschäftigt. Durch diese unglückliche Verliebtheit wurde nur alles aufgewühlt und ich habe endlich mal genauer auf die ganze Thematik geschaut.
Fluch und Segen zugleich, so schrieb Isnogud mal, ist diese Auseinandersetzung mit sich selbst. Dem ist nichts hinzuzufügen.