Jetti
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Zitat von Isnogud:Danke für diesen Austausch, auch das hat mich oft gerettet und weitergebracht.
Über Dein "Danke" freue ich mich sehr.
Zitat von Bumich:Beides keinen großen Stellenwert.
Ja, das hattest Du mal geschrieben.
Ich kann und will mich dem Ganzen nicht direkt entziehen, obwohl mir schon im Vorfeld klar war, es wird nicht einfach. Aber es sind halt auch schöne Traditionen, wie zum Beispiel das Treffen mit den Geschwistern am Heiligabend bei unseren Eltern. Es ist irgendwie beruhigend, dass es das gibt. Selbst in schwierigen, traurigen, schmerzvollen Zeiten.
Gestern nun bin ich aber zu Hause geblieben, obwohl meine Schwester eingeladen hatte. Nur ein kleiner Spaziergang durch den Ort, und dann habe ich mal für eine halbe Stunde bei ihr und ihrer Großfamilie reingeschaut. Jeder bekam einen Glückskeks , und so albern solche Dinge auch sind, zu Silvester ist es einfach ein Spaß. Ich "hoffte" nun, mir wird das große Glück fürs neue Jahr vorausgesagt oder etwas ähnlich Tolles. Aber Pustekuchen. Auf meinem Zettel stand: "Setze Deine Talente ein!" Prima! Selbst der Glückskeks hält nicht einfach so ein Geschenk bereit, stattdessen wieder mal eine Aufforderung/Tipp/Mahnung, selbst aktiv zu werden. Ich denke Ihr versteht, dass ich all das jetzt bisschen ironisch schreibe.
Aber vielleicht steckt auch ein kleines Körnchen Wahrheit darin. All das, was mir gut gelingt, wofür ich sonst ein Faible habe, war mir im letzten Jahr so bedeutungslos geworden. Und ist es teilweise noch. Einfach nichts wert. Mehr noch, es schien mir vollkommen sinnlos. Weil ich das sah und immer noch sehe, was ich nicht kann, nicht bin, nie sein werde. Diese Gedanken fegen das Gute in einem Handstreich weg und sind noch immer ein großes Problem. Zu akzeptieren, wo meine Fehler und Mängel liegen, dass sie zu mir gehören, selbst verursacht sind, und ich sie jetzt nur noch sehr begrenzt verändern kann. Das lastet ziemlich schwer auf mir. Womöglich eine Lebensaufgabe.
Der Glückskeks hatte nicht ganz unrecht, und es ist mir ja auch selbst bewusst, wie falsch die Konzentration auf das Negative ist. Mal sehn, ob es mir gelingt, den Fokus etwas mehr auf das Positive zu richten, Talente und Fähigkeiten zu nutzen. Das möchte ich versuchen. Klar, das sollte unabhängig von Datum oder Jahreszahl sein, aber da wir nun mal ab heute 2022 haben, will ich dieses Jahr zu einem besseren werden lassen als 2021.
Euch allen wünsche ich ebenfalls ein Jahr voller Zuversicht, Freude und Sonnenschein, aber auch immer wieder die Stärke, Schwierigkeiten zu überwinden. Bleibt gesund und bitte noch ein bisschen meine Wegbegleiter !
