Zitat von Jetti: Das Gegenüber ist nicht Ursache für das Zerpflücken meinst Du?
Nicht immer.
Es sind auch deine Unsicherheiten. Dinge, die Du an dir negativ wahrnimmst, können durchaus vom zukünftigen gemocht oder geliebt werden.
Man vergleicht sich mit all den anderen, die um das Objekt der Begierde herum schwirren und sieht Bp. deren Beine und schaut auf seine eigenen oder etwa nicht?
Ich hab deine Geschichte nicht ganz im Kopf, schreibe also allgemein und neutral, allerdings fiel mir immer wieder auf, der Satz:
Was hat Sie - was ich nicht habe.
Statt zu schauen, was habe ich - was sie nicht hat!
Also nicht an sich Negatives suchen (weil das findet man garantiert) sondern schauen, ob da nicht Sachen sind, die Dich hervor heben.
Zitat von Jetti: Baustelle im Sinne der Fehler die ich habe, und die ich angehen sollte?
ja, durchaus. Wenn du Dich nur als Negativ wahrnimmst, woher kommts? Gibt es nichts, was du an dir magst? Wenn du Dich als nicht liebenswert empfindest, kann es sein, das du nur Männer triffst, die genau da den Finger in die Wunde legen und mithelfen, damit Du dich noch schlechter fühlst.
Nicht wert.
Geliebt zu werden.
Einen Partner zu verdienen.
Glück zu empfinden.
Zitat von Jetti: Oder im Sinne von Akzeptanz dessen, was ich nicht mehr ändern kann?
Schau zurück, auf all deine Beziehungen, sei es zu den Eltern (als du Kind warst) - kannst du es noch ändern? Ich vermute stark, Nein. Weil Vergangenheit. Nicht änderbar. Nur akzeptierbar.
Ich muss auch akzeptieren, das meine Mutter mich oft abwertete, weil sie mir in Dingen Unterstützung versagte. Weil sie, mit Mustern, aus ihrer Zeit erwachsen wurde, wo einiges nicht üblich war, was ich für mich als Kind/Jugendliche wollte.
Sie gar nicht anders handeln konnte, weil wieder rum ihre Jugend seinerzeit sch war.
Will sagen, das einiges nicht unbedingt böse Absicht war, von den Eltern, nur das sie es auch nicht besser kannten. Eltern machen nun mal Fehler, nicht mit Absicht, sondern, weil es gar nicht anders geht. Fehler macht man immer als Eltern. Ich hatte da gerade erst ne Diskussion mit meinem Sohn.
Ich muss also hinnehmen, das sie damals dachte, es richtig zu machen, auch wenn es gefühlt, für mich falsch war (und ist) aber, weil ich die Vergangenheit nicht ändern kann, musste ich lernen, es hinzunehmen.
Du kannst den Tag gestern ja schon nicht mehr ändern. Egal ob er gut oder schlecht war. Die Zeit fließt. Wir können nur an der Gegenwart arbeiten, damit wir unsere nahe und ferne Zukunft bedingt beeinflussen können.
Ich musste auch lernen, das es Dinge an mir gibt, die nur ich als "blöden Punkt" wahrnehme, während mein Sohn sagt, das dieser Punkt doch gar nicht so schlecht ist. Und er sagt mir durchaus knallhart, was er an mir sch findet.
Wir sind alle eine Mischung aus gut und schlecht, aus Ying und Yang. Bleibt die Frage, wie "verkaufe" ich mich an die Umwelt um mich herum.
Ich bin liebeswert, weil ...
Oder bin ich liebenswert, obwohl ich Punkt 1, 2, 3, ... nicht so prickelnd finde.
Ich hoffe, du kannst mir folgen?