Zitat von brndbschlngrxl: Vielleicht wollen dir deine Gefühle mitteilen, dass du los lassen solltest?
Das sollte ich schon seit langem. Rede mit ein, dass ich das tue, doch sind vieles Scheinargumente.
Nachdem über die berufliche Schiene (die Firmen, für die wir arbeiten, sind über Projekte verbunden) bekannt wurde, dass ich den Job wechsle, schrieb er mir eine Nachricht über WhatsApp. Und was tue ich blödes Schaf? Freue mich über sein Interesse und die Wünsche.
So siehts aus.
Was tue ich aktiv? Suche die Kratzer an seinem Podest, und halte mir immer wieder all die Schwierigkeiten vor Augen, die eine Beziehung mit sich gebracht hätte. Aus Gründen die bei mir liegen.
Der andere Weg, die Konzentration auf mich, wäre besser. Und doch gehe ich ihn nur halbherzig.
Klar, ich habe mich für die neue Stelle beworben, diese auch bekommen und bald geht es los. Schon zweimal in diesem Jahr war ich im Urlaub, etwas was noch im letzten Jahr in der Tiefe der Krise unmöglich schien. Da bin ich einen einzigen Tag von zu Hause weg gewesen. Konnte und wollte mich auf nichts anderes einlassen als nur meinen Kummer. Nun aber war ich unterwegs, und konnte auch gedanklich dort sein.
Einen Literaturkreis habe ich mir gesucht, denn das war ein Thema, worüber wir uns viel ausgetauscht hatten.
Und dennoch.
Die größte Aufgabe ist, mit mir selbst klarzukommen. Dem was ich bin und was ich war, was ich getan und nicht getan habe in meinem Leben. Und dieses Hindernis ist das größte. Ich suche Wege drumherum, komme vorwärts, aber das Hindernis wandert mit mir mit.
Ich kann es nicht besser beschreiben, muss an dieser Stelle auch erstmal aufhören. Der Arbeitstag beginnt.