@ElGatoRojo , @Heffalump , @Itsmehere
erst mal vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, mir zu antworten! Ein Kind wurde krank, dadurch wurde mein Fokus zeitweilig etwas verrückt. Genau dieser Umgang mit dem kranken Kind hat jetzt andererseits mich auch wieder auf dieses Thema gelenkt...
Zitat von ElGatoRojo: das langt für viele
das war bei uns sicher der Fall. Wir haben beide nicht besonders klug gewählt.
Zitat von Heffalump: Wenn ich ihn und Zimtschnecke, dreimal im Jahr sehe, ist es schon häufig
Ja, vielleicht hab ich mir da vor ein paar Wochen wirklich zu viel abverlangt mit dem "ich müsste doch..."
Zitat von Itsmehere: Sind es wirklich seine Lügen oder nicht eher deine Lügen? Du hast dich selbst belogen mit dieser Verbindung. Schreibst im dritten Absatz, dass du wußtest, dass du diese Beziehung nicht hättest führen sollen.
Ich überlege noch... Man soll ja aufpassen, wenn man etwas sofort abstreiten will, ob es nicht genau der wunde Punkt ist...
ich würde sagen, dieses komplette Konstrukt und die schlechte Beziehung an sich - das habe ich uns schon verziehen. Mir und ihm. Und wie gesagt, ich habe ihm auch das fremdgehen an sich verziehen - ich konnte es sogar nachvollziehen...
Was mir noch immer sauer aufstößt ist der Mangel an Loyalität als solche, die er mir als Partner erwiesen hat. Er hat diese andere Frau kennengelernt und diese ganzen typischen Affärenmuster sind passiert - ich würde sagen, das ist okay, ich sehe meinen Anteil.
Er hat mich in dieser Zeit jedoch wirklich mies behandelt. Er war unfreundlich zu mir. Immer genervt von mir, egal was ich sagte oder tat. Ich habe ihn regelrecht mit jeder Faser meines Seins angekotzt, und das hat er mich spüren lassen. Fast ein Jahr lang.
Ich habe Gespräche gesucht mit ihm - ich habe unter diesem Zustand ja gelitten. Es ging mir schlecht, ich wurde immer depressiver. Und er meinte immer, alles wäre doch in Ordnung, was ich nur will. Hat auf meine Angebote oder Bitten über etwas zu reden ausweichend und abwertend reagiert.
Aus meiner heutigen Sicht (denn damals kannte ich diese Begrifflichkeiten nicht) hat er damals extremes Gaslighting betrieben.
Es war einfach unfair, denn er hat gesehen wie ich leide und hat mich weiter in die Selbstzweifel und Schuldgefühle getrieben statt einfach ehrlich zu sein und die Beziehung zu beenden. Er hat aus Feigheit meine psychische Stabilität geopfert.
Natürlich ist mir klar, dass ich auch einen großen Hang zu emotionaler Abhängigkeit habe. Dass ich es habe mit mir machen lassen. Ich weiss jedoch nicht, ob ich mir da viel verzeihen muss - vielleicht meine Lebensplanung als solche und das ich mich damals finanziell und emotional überhaupt in eine solche Abhängigkeit gebracht habe.
Mir ist gar nicht mehr in den Sinn gekommen, dass ich ihn verlassen könnte. Wir waren eine Familie, wir gehörten zusammen und ich hatte Hoffnung. Hoffnung dass er nur erkennen müsste, wie einfach und leicht alles wäre wenn wir harmonisch und respektvoll miteinander umgehen. Er hätte nur erkennen müssen, dass er sich ein kleines bisschen ändern muss und alles wäre gut...
Auch meine eigenen Eltern versuchten mich immer wieder zu bestärken, für die Kinder irgendwie das Ruder rumzureißen.
Klar hat er mich mit seinem Charakter nicht getäuscht. Ich hab mit meiner Hoffnung auf Besserung massive Selbsttäuschung betrieben.
Gäbe schon einiges, was ich rückblickend anders machen würde. Aber bei den meisten Sachen habe ich verstanden, warum es mir passiert ist, und hadere auch nicht mehr mit der Vergangenheit.
Nur eben diese 12 Monate, in denen mir suggeriert wurde dass unsere Beziehung so schlecht ist, weil ICH schlecht/blöd/dumm bin - weil er nicht den Ar. in der Hose hatte zu gehen - das nehm ich ihm als Mensch persönlich einfach krumm.