Jetti
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Zitat von Blümle72:verrätst du das Geheimnis (die Methode)?
Oje, ich hoffe, Ihr habt mich nicht falsch verstanden.
Es ist eine Technik, um die Arbeit wenigstens einigermaßen zu erledigen, hat nichts damit zu tun, wie man den Schmerz aushält.
Ich bin auch relativ frei, wie ich das zu Erledigende abarbeite, aber es gibt natürlich auch Termine für die Fertigstellung. Und in Phasen der völligen Traurigkeit und Verzweiflung ist man ja oft wie gelähmt und fragt sich, wie das zu schaffen ist. Darum geht es.
Folgendes Prinzip:
Man nimmt sich eine kurze Zeitspanne, z.B 10 Minuten, stellt einen Timer und gibt sich einen Ruck jetzt anzufangen, erstmal nur diese 10 Minuten zu arbeiten. Nicht aufs Handy schauen, nicht zwischendurch Kaffee holen u.ä.
Auch wenn man nicht so effektiv ist, es geht vorrangig ums Beginnen.
Nach 10 Minuten gibt es eine Pause. Da ist alles wieder möglich, die Traurigkeit zu spüren, weinen, Schokolade essen....Die Zeit dafür sollte aber nicht genauso lang sein. Dann wieder die Konzentration auf die Arbeit.
Diese Phasen können verlängert werden. Ich stelle mir inzwischen 25 Minuten ein. Dann 10 Minuten Pause.
Meist ist es ja so, dass man denkt, den Berg an Arbeit in der momentanen Verfassung nie und nimmer zu schaffen. Und dann ist man noch gelähmter.
Aber die Methode beruht darauf, kleine überschaubare Teile daraus zu machen.
Sicher ist am Ende des Tages nicht genauso viel fertig, als wäre es ein "normaler" Tag gewesen. Aber man hat wenigstens einen Teil erledigt. Sonst türmt der Berg sich am nächsten Tag ja noch höher.
Eigentlich ist es eine Methode aus dem Zeitmanagement und nennt sich "Pomodoro-Technik.
Höchsten Respekt habe ich vor Menschen, die konsequent ihren Dienst machen müssen. Denem gar nichts anderes übrig bleibt. Wie ist das nur in schwierigen, kummervollen Zeiten zu schaffen?
Hilft da vielleicht die Aufgabe, die getan werden muss, sich abzulenken? Eben weil es gar nicht anders geht.