Zitat von Isnogud: dass der Mensch sein Leid überwindet indem er aktiv beschließt nichts mehr zu wollen/brauchen
Zitat von LoveForFuture: Dass man mit sich selbst alles hat, was man zum Leben benötigt.
Ich finde es wunderbar, Eure Gedanken dazu zu lesen.
Man sollte sich also eigentlich völlig von Wünschen und Erwartungen befreien. Dann kann man auch nicht enttäuscht werden. Aber dann strebt man ja auch nach nichts mehr, hat nichts was man verwirklichen, erleben möchte....
Ich beziehe das jetzt mal konkret auf meine Situation. Lebe ja momentan in der Tragödie, dass meine Liebe zu IHM nicht erwidert wurde. Was ich mir ja von Herzen gewünscht hätte. Warum wäre es dann eine Tragödie, wenn ich diese Liebe bekommen hätte?
Vielleicht weil meine Wünsche und Sehnsüchte an der Realität eventuell gescheitert wären. ER das hätte gar nicht alles erfüllen können, und erst recht nicht für mein Glück verantwortlich gewesen wäre.
Tatsächlich bin ich wohl irgendwie in dem Trugschluss verankert: WENN (wir zueinander gefunden hätten) DANN ( wäre ich vollkommen glücklich gewesen).
Und obwohl ich weiß, dass es Unsinn ist, so zu denken, hilft mir das leider auch nicht weiter. Denn ich habe ja nie die Chance bekommen, zu erfahren, wie es in der Wirklichkeit gewesen wäre.
Und immer noch hänge ich daran fest. Weil ich auch erkenne, dass ich gern eine Überzeugung bzw. einen Grund haben möchte, es ist besser so, wie alles gekommen ist.
Dabei müsste ich doch eigentlich nur den Schritt gehen, zu sagen:
Es ist einfach so! Ich akzeptiere das. Suche nicht mehr nach Antworten oder Gründen, die mir Erleichterung verschaffen.
Radikale Akzeptanz, Loslassen, nach vorn schauen.
Es gelingt mir nicht.