Ampelmännchen
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Das bringt die zu einer Neuorientierung. Einer neuen Fokussierung. Damit erfährst du Neues in deinem Leben was dir wieder Freude bringen und ein Loslassen deiner "alten" Gefühle bewirken kann.
Dadurch realisierst du, dass dir das Leben im Neuen wieder Gutes gibt, du zufriedener wirst und irgendwann erkennst, dass "es so besser ist".
Zitat von Jetti:Was mir aber bewusst ist, dass es andere Dinge/ Ereignisse geben könnte, die für mich ganz furchtbar schlimm wären, und mein gegenwärtiges Erleben sicher relativieren würden. Das soll bitte nie passieren!
Im Juni 2019 trennte ich mich schweren Herzens von einer alleinerziehenden Frau mit zwei Kinder und habe mir anschließend große Vorwürfe aus unterschiedlichen Gründen gemacht. Drei Monate später verstarb mein mir sehr nahestehender Vater ganz plötzlich. Das relativierte meine vorherigen "Probleme" und hatte keine Relevanz mehr für mich.
Vier Monate später lernte ich meine letzte Ex und ihre drei Kinder kennen. Aus mehreren Gründen flog mir die Beziehung um die Ohren. Unter anderem wegen meiner ExEx und deren zwei Kinder und meines Vaters wegen.
Seit zehn Monaten verarbeite ich nun die letzte Trennung und habe immer mehr erkannt, dass ich nicht nur diese Beziehung verwursten sondern mich zusätzlich mit den zwei anderen Ereignissen auseinandersetzen muss.
Mein Fokus lag für sehr lange Zeit nämlich nicht auf mich und jedes Ereignis, welches dass vorherige relativerte führte nur dazu, dass die "Last" nur immer größer wurde.
Klar, ich kann mir die armen Menschen in den Hochwassergebieten ansehen und mir bewusst machen, dass diese Leute wirklich Probleme haben weil sie Hab und Gut und Familie verloren haben aber meinen eigenen Gefühlen die ich durchlebe relativiere ich dadurch auch nicht und es macht daher meine "Probleme" nicht kleiner.
Aber irgendwann, und daran glaube ich, wird es, ob mit oder ohne Partner, einem besser gehen und man wird zufrieden, glücklich sein. Rückblickend wird man dann sehen, dass sich alles wie ein roter Faden durch das Leben zieht und alles seinen Sinn hat was man erleben musste und durfte weil man in dem Jetztmoment ja zufrieden, glücklich ist.
Jede Trennung, jeder Verlust, jedes Leiden ist dann plausibel weil sie mich damit zu dem glücklichen Heute geführt haben.
Daran muss man glauben.