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Der lange Weg des Scheiterns - Lernen durch Schmerz

leskine

leskine


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Zitat von Jetti:
Und das Gefühl falsch zu sein, oder zumindest nicht normal/richtig, begleiten mich seit dieser lange zurückliegenden Zeit.

Es ist nichts weiter als ein Gefühl. Dieses Gefühl kannst du beherrschen, in dem du es an nimmst, jedoch keinen Raum mehr gibst. Ich muss auch noch täglich daran arbeiten, am überschreiben meiner Festplatte des Unterbewusstseins, aber ich habe einen Weg für mich gefunden, dies zu tun. Es kostest Kraft und Überwindung. Die Belohnung die winkt, ist es wert.

12.09.2021 22:58 • x 1 #946


Jetti

Jetti


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@leskine
Zitat von leskine:
Dem anderen nicht zu gönnen dass der/die Neue ihn/sie glücklich macht. Das Gefühl er/sie sei besser.

Wenn es IHM jetzt gut geht, dann ist es so, wie es gekommen ist, richtig. Das ist mir klar, und ich wünsche den Beiden ja auch nichts Schlechtes.
Wenn die ganze Situation bei mir noch ein Gefühl auslöst, meinen Selbstwert runterdrückt, dann weil ich es noch nicht geschafft habe, loszulassen. Ja, kann sein, dass das Egoismus ist. Dann muss ich mir das eingestehen.

Zitat von leskine:
Sondern ich kann mit emotionalem Abstand, ihr dieses Glück zugestehen.

Dieser Abstand fehlt mir leider noch. Und sicher wird es auch noch eine Weile dauern. Denn die Beiden zusammen zu sehen, war bisher eine ziemliche Belastung.

Aber ist das nicht auch normal?
Ich glaube, keiner steckt das auf die Schnelle einfach weg. Soviel Großmut besitzen nur ganz wenige Menschen.

Am besten wird sein, ich denke nochmal in Ruhe darüber nach, was das über mich aussagt.
Werde jetzt erstmal eine Runde drüber schlafen.

Danke für's Schreiben heute.
Gute Nacht.

12.09.2021 23:29 • x 1 #947



Der lange Weg des Scheiterns - Lernen durch Schmerz

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leskine

leskine


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Zitat von Jetti:
was das über mich aussagt.

Es sagt gar nichts über dich aus. Es gibt keine Bewertung. Du bewertest dich selbst. Das kannst du positiv als auch negativ machen.
Es ist ok wie du dich fühlst. Was du erfahren hast. Wie du damit umgehst, das ist was dich wachsen lässt. Nimm den Schmerz an, er ist nicht dein Feind, sondern dein Freund.

12.09.2021 23:45 • x 1 #948


leskine

leskine


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Zitat von Jetti:
Wenn es IHM jetzt gut geht, dann ist es so, wie es gekommen ist, richtig. Das ist mir klar, und ich wünsche den Beiden ja auch nichts Schlechtes.
Wenn die ganze Situation bei mir noch ein Gefühl auslöst, meinen Selbstwert runterdrückt, dann weil ich es noch nicht geschafft habe, loszulassen. Ja, kann sein, dass das Egoismus ist. Dann muss ich mir das eingestehen.

Nein. Ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Es geht nicht um IHN oder ob ER glücklich ist! Es geht um DICH! Und was du aus der Situation machst. Auch sollst du keine Schuld bei dir suchen, in dem Sinne ob du nun Egoistisch bist oder nicht. Ein gesundes Maß an Egoismus schadet nicht.
Es geht um den Selbstwert. Niemand ausser dir, drückt den runter. SELBST (DU!). Werte DICH auf. Womit?
Womit wertet man sich auf?
Ich habe die Weisheit nich mit Löffeln gefressen, aus meiner Sicht wertet man sich auf in dem man Dinge tut.
Für sich!

12.09.2021 23:51 • x 1 #949


Bumich

Bumich


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Zitat von Ampelmännchen:
Ist eventuell nicht so schlecht, sich von den Menschen zu lösen, die einem das Gefühl geben nicht gut für uns zu sein anstatt den Wunsch zu verspüren derentwegen anders sein zu wollen.

Du klingst ziemlich verbittert und gefrustet. Wenn ich das mal so sagen darf.

...nicht so schlecht.... Das ist Grundvorraussetzung. Die Basis, um der zu werden der du bist. Aber lösen von den Menschen ist nicht nötig. Nur dem widerstehen. Nur bei dir bleiben. Dich nicht manipulieren lassen. Selbstbewusstsein. Hat sie dir wohl alles ausgesaugt? Das was da war. Könnte ich vor 20 Jahren und noch mal vor 10 und neulich vor paar Jahren sein. 3 mal und ja verdammt, ich würde es jeder Zeit wieder tun und mich verlieben wollen bis zur Extase. Warum auch nicht?
Ungebremmst auf den Boden der Tatsachen klatschen und dummes Gesicht machen? Check!
Ich bin paar mal gesprungen, langsam steht die Landung. Und darauf kommt es schließlich an.

...Nur noch eine "leere" Hülle. Das gute daran, nun kannst du dich von neuem " füllen". Dich neu entdecken und vielleicht auch neu erschaffen. Ein leeres Blatt, ein unbestellter Acker. Jetzt wo das unwirkliche zerplatzt ist, ist Platz für wirkliches.

Ist wirklich nicht böse gemeint. Aber vielleicht musste deine Beziehung so enden? Im nachhinein gesehen konnten meine Beziehungen nur so enden, wie sie geendet haben. So habe ich es gewolt und so habe ich es gebraucht. In der Kriese kann man sehr viel über sich selbst lernen. Das ist das einzig positive. Der große Lerneffekt, der der Kriese innewohnt.

Das Prolem ist doch eigentlich ganz einfach. Der eigene Wert wird ausschließlich oder hauptsächlich von dem Verhalten/ Aufmerksamkeit und dem Reden der anderen abhängig gemacht. Der eigene Wert wird von Millionen äußerer Faktoren abhängig gemacht. Das ist das einzige Problem. Und das auch nur, weil du deinen eigenen Wert nicht kennst. So versuchst du deinen Wert und deine Bedeutung bei den anderen zu suchen. So haben wir es von Anfang an gelernt. Das war ne glatte Lüge und damals wusste man es einfach nicht besser. In einer Kriese kann man mal alles hinterfragen.

Da ist sie nicht. Tief in dir weisst du genau das du nicht da draußen bist. Tief in dir weisst du es.
Aber da ist diese Angst vielleicht gar nicht zu sein. Durch ihn/ihr war man plötzlich ein jemand. Plötzlich ergibt man Sinn. Ist er/sie weg, ergibt plötzlich nichts mehr Sinn und man fühlt sich als Niemand. Zwischen diesen beiden Polen pendeln wir hin und her. Neurotisch würde ich sagen. Aber es musste so kommen, wenn man nicht weiss wer oder was man ist. Und sich selbst nicht kennt. Wirklich, man hat sich selbst vergessen, in einem Traum den man Leben nennen.

Und ob du es glaubst oder nicht. Du veränderst dich. Ob du willst oder nicht. Alles an und in dir verändert sich und ist nie 2 Augenblicke gleich. Nicht die Frage ob man sich verändern kann und soll ist zielführend. Das ist einfach eine Tatsache. Sondern die Frage in welche Richtung? Ob mit dem Strom des Lebens oder gegen den Strom des Lebens. Das ist die Frage. Für mich zumindest.
Aber lange Rede und Null Sinn, Sich in Abhängigkeit zu begeben ist das eine. Aber so sehr daran zu klammern, bis hin zur kompletten Selbstaufgabe ist nicht gesund und sollte dringend von dir abgestellt werden. Es sei denn, du gehst darüber hinaus. Aber das lass mal lieber..

13.09.2021 00:48 • x 3 #950


Hansl

Hansl


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Zitat von Bumich:
Du klingst ziemlich verbittert und gefrustet. Wenn ich das mal so sagen darf.

Nö.
Wahrheiten muß man nicht immer in Watte packen, nur damit sich dann Hobbypsychologen wieder daran ereifern.
Man darf die Dinge beim Namen nennen.
Sch. eisse stinkt, auch daran gibt's nichts zu beschönigen.

13.09.2021 01:45 • #951


Hansl

Hansl


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Zitat von Bumich:
Aber lösen von den Menschen ist nicht nötig. Nur dem widerstehen. Nur bei dir bleiben

Quatsch.
Was soll ich mich mit Leuten auseinandersetzen, die weder in meiner Welt leben, noch mir gut tun?

Zitat von Bumich:
Nur bei dir bleiben.

Sind dann dies diejenigen, die im Youtube Kurs bei Dr. D. gelernt haben, nur noch bei sich selbst zu bleiben? Und sich dann jahrelang wundern, keinen Partner zu bekommen?
Für die Selbstliebe Gurus wäre sicher auch ein Haustier die bessere Wahl.
Ein Hund erfüllt da die besten Voraussetzungen als Partner.

Zitat von Bumich:
Dich nicht manipulieren lassen.

Meinst Du, ich habe nichts besseres mit Freunden zu tun, als mich gegen Manipulationen und weiteres von irgendwelchen seltsamen Leuten zu wehren? Den ganzen Abend zu vermitteln, "ich bin fei bei mir selbst, gell"?

Also, Deine Theorien sind einfach aus irgendwelchen Quellen zusammengetragene Theorien, weltfremd.

Zitat von Bumich:
Der eigene Wert wird ausschließlich oder hauptsächlich von dem Verhalten/ Aufmerksamkeit und dem Reden der anderen abhängig gemacht.

Geht's noch?

Zitat von Bumich:
Das ist das einzige Problem.

Lerne mal durch das Leben.
Eigene Erfahrungen und Menschen, die etwas auf dem Kasten haben.

Zitat von Bumich:
Neurotisch würde ich sagen.




Ich lese jetzt nicht mehr weiter.
Sorry.

13.09.2021 01:54 • #952


Hansl

Hansl


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Zitat von Jetti:
Aber ist das nicht auch normal?
Ich glaube, keiner steckt das auf die Schnelle einfach weg. Soviel Großmut besitzen nur ganz wenige Menschen.

Natürlich ist das normal.
Ich denke, auch Großmut wird diesen Schmerz nicht verhindern.
Einzig emotionale Selbstdisziplin kann daß eindämmen.
Oder am besten auf die Piste, Dauerflirten, am besten mit Abschluß.

Zitat von Jetti:
Denn die Beiden zusammen zu sehen, war bisher eine ziemliche Belastung.

Gott, natürlich.

Zitat von Jetti:
Wenn die ganze Situation bei mir noch ein Gefühl auslöst, meinen Selbstwert runterdrückt, dann weil ich es noch nicht geschafft habe, loszulassen. Ja, kann sein, dass das Egoismus ist. Dann muss ich mir das eingestehen.

Ich finde nicht, daß dies Egoismus ist.
Es ist menschlich, solche Gefühle.
Nicht mehr, oder nicht weniger.
Man muß es ertragen, akzeptieren. Das dauert.
Diskussionen bzgl. Egoismus oder Schuld sind überflüssig.

13.09.2021 02:29 • x 3 #953


leskine

leskine


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Zitat von Bumich:
Das Prolem ist doch eigentlich ganz einfach. Der eigene Wert wird ausschließlich oder hauptsächlich von dem Verhalten/ Aufmerksamkeit und dem Reden der anderen abhängig gemacht. Der eigene Wert wird von Millionen äußerer Faktoren abhängig gemacht. Das ist das einzige Problem. Und das auch nur, weil du deinen eigenen Wert nicht kennst. So versuchst du deinen Wert und deine Bedeutung bei den anderen zu suchen. So haben wir es von Anfang an gelernt. Das war ne glatte Lüge und damals wusste man es einfach nicht besser. In einer Kriese kann man mal alles hinterfragen.

Und nun dazu die Gretchenfrage. Wie gebe ich mir selbst Wert?

13.09.2021 08:19 • #954


Jetti

Jetti


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Zitat von leskine:
Und nun dazu die Gretchenfrage. Wie gebe ich mir selbst Wert?


Naja, irgendwie ist der eigene Wert ja schon da, man muss ihn nur erkennen und als gut ansehen.
Und das auch leben, bzw. verteidigen. Vorallem vor sich selbst, nämlich dann, wenn Zweifel, Vergleichen und ähnliches wieder daran rütteln wollen.

Soweit meine erste Theorie, heute werde ich erst später wieder zum Schreiben kommen.

Was vielleicht ein Fehler von mir ist: Ich suche oft in Büchern oder im Internet nach Antworten auf solche Fragen. Das war auch so, als der Schmerz über die unerwiderte Liebe mich mit dieser unglaublichen Wucht erfasste.
Ich wollte das auflösen. Sofort. Am besten mit irgendeinem Plan, weil ich glaubte, das nicht aushalten zu können.
Aber es war und ist eben ein Weg, durch den Schmerz hindurch.

Vielleicht ist deshalb die Frage oben auch nicht ganz einfach zu beantworten. Weil es ebenso ein Prozess ist, der durch Erfahrungen, Erlebnisse und Reflexion diesen eigenen Wert ins Bewusstsein rücken lässt. Und möglicherweise auch die Frage beantwortet, warum dies ein solches Problem darstellt im meinem Leben.

13.09.2021 08:56 • x 3 #955


leskine

leskine


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Zitat von Jetti:
Naja, irgendwie ist der eigene Wert ja schon da, man muss ihn nur erkennen und als gut ansehen. Und das auch leben, bzw. verteidigen. Vorallem vor sich selbst, nämlich dann, wenn Zweifel, Vergleichen und ähnliches wieder daran rütteln wollen. Soweit meine erste Theorie, heute werde ich erst später wieder zum ...

Das Problem des 'sich selbst' Wert geben haben ein Großteil der Menschen. Ich möchte sogar behaupten die Überwiegende Mehrheit, denn anders würde unsere Konsumgesellschaft überhaupt nicht funktionieren.
Der Wert ist schon da, richtig, und falsch m.E. denn man muss an ihm arbeiten und wachsen.
Beispiel aus dem Sport;
Tennis, man entscheidet das man etwas tun möchte, nimmt ein Bedürfnis wahr. Nimmt sich Trainerstunden und trainiert um spielen zu können. Wenn man dann das erste Mal in der Lage ist, vernünftige Ballwechsel mit seinem Partner zu spielen, erhöht dies den Selbstwert. Ohne Anerkennung von Außen.
Oder ein Musikinstrument, das man anfängt zu lernen und dann eines Tages nach harter Arbeit, in der Lage ist ein Stück zu spielen. Wieder Selbstwert erhöht.

Ich denke man muss da zwischen gegebenen Fähigkeiten und Selbstwert unterscheiden...

13.09.2021 09:03 • x 3 #956


leskine

leskine


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Zitat von leskine:
Das Problem des 'sich selbst' Wert geben haben ein Großteil der Menschen. Ich möchte sogar behaupten die Überwiegende Mehrheit, denn anders würde unsere Konsumgesellschaft überhaupt nicht funktionieren. Der Wert ist schon da, richtig, und falsch m.E. denn man muss an ihm arbeiten und wachsen. Beispiel aus dem ...

Möchte hier ergänzen;
Viele (mich eingeschlossen in der Vergangenheit), spielen dann eben Tennis oder ein Musikinstrument auch um andere zu beeindrucken, lernen also etwas um Anerkennung von Außen zu erhalten.
Echter Selbstwert entsteht für mich jedoch nur aus Eigenmotivation und Selbstdisziplin, und genau das macht erfolgreiche Menschen aus. Der Antrieb ist stärker als Anerkennung von Außen sein kann.

13.09.2021 09:24 • #957


Isnogud

Isnogud


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Ahh, witzig. Ich fühl mich gerade richtig ertappt auf Grund eurer Wert-Beiträge.
Ich frage mich oft wie viel "Wert" meine Arbeit hat, weil ich im Vergleich immer denke, das was ich tue hat nicht so eine hohe gesellschaftlich hohe Relevanz, bzw. wird vom Großteil der Gesellschaft nicht so eingestuft.
Und dann trage ich gerade mein Equipment an einer "Fitness-influencerin" vorbei und denke "ha! ICH arbeite ernsthaft für mein Geld"
Man muss echt mit dem Vergleichen aufhören...
Ich mache meinen Job ja, weil er mich erfüllt und mir Freude macht und mir wichtig ist, genau wie sie hoffentlich auch.

13.09.2021 10:25 • x 1 #958


Bumich

Bumich


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Zitat von leskine:
Nimm den Schmerz an, er ist nicht dein Feind, sondern dein Freund.


Zitat von leskine:
Es gibt keine Bewertung.

Da widersprichst du dir irgendwie selbst? Freund und Feind ist auch eine Bewertung. Selbst Schmerz ist eine Bewertung. Selbst Neutralität ist eine Bewertung. Wenn keine Bewertung existiert, was soll das dann hier alles?

13.09.2021 13:40 • #959


leskine

leskine


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Zitat von Bumich:
Da widersprichst du dir irgendwie selbst? Freund und Feind ist auch eine Bewertung. Selbst Schmerz ist eine Bewertung. Selbst Neutralität ist eine Bewertung. Wenn keine Bewertung existiert, was soll das dann hier alles?

Nö tue ich nicht.
Es gibt keine Bewertung bezieht sich auf:
'Am besten wird sein, ich denke nochmal in Ruhe darüber nach, was das über mich aussagt.'
Das man sich selbst nicht bewertet ob etwas über einen aussagt oder nicht.

Was sagt es über mich aus das ich durchgeknallt bin? Nichts. Ich bin durchgeknallt. Fertig. Keine Bewertung.

13.09.2021 13:56 • x 1 #960



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