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Der lange Weg des Scheiterns - Lernen durch Schmerz

Bumich

Bumich


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Zitat von Ampelmännchen:
Und das kann bedeuten, dass man als Erwachsener genau diese ganzen Muster durchläuft und dich eben nicht selbst annehmen kannst weil es die Eltern ja auch nicht taten. Was sicherlich nicht stimmt aber als Kind lernst du das.


Genau das ist das Ding. Wenn man als Kind nur Liebe und Aufmerksamkeit bekommen hat, wenn man so war wie sie es wollten, dann verknüpft sich das in uns und wir Denken und Handeln unbewusst nach diesem Schema. Wenn ich das tue und so bin wie sie es wollen, dann bekomme ich die Liebe die ich mir so sehr sehne. Wer nicht als Kind auch für seiner selbst Willen geliebt und gachtet wurde, bekommrt Ruck Zuck eine ausgewachsene Neurose. So kann das Kind nie seinen eigenen Wert und seine eigene Göttlichkeit erkennen. Fatal. Weil grundlegend falsch. Und das im späteren Alter wieder umzudrahten ist nicht einfach. Die Programme sitzen tief. Wahrscheinlich wussten die Eltern es nicht besser. Sie haben es halt so von ihren Eltern gelernt und so geben sie es weiter. Das ist die perfekte Falle. Da kommst die niemals mehr raus. Bis du sie durchschaust.

Schon lange wird es so gemacht. Wie bekommt man einen Stier vor den Karren? Das geht ganz einfach. Du musst ihn zum Ochsen machen. Man kastriert ihn. Man muss seine S. beschränken und beschneiden. Ein Stier lässt sich vor keinen Karren spannen. Der Mensch existiert heute nicht mehr als Stier, sondern als Ochse. Und jeder mensch ist vor tausendundeinen Karren gespannt. Wenn du genauer hinschaust, wirst du hinter dir tausendundeinen Karren sehen, die du hinter dir herschleppst.
S. Energie ist Lebensenergie und sie lässt sich nicht unter Kontrolle halten. Die Gesellschaft ist nicht an dir interessiert. Sie sind nur daran interessiert deine Energie in bestimmte Bahen zu lenken. Dahinter steht also ein bestimmter Mechanismus den man verstehen muss. Die Grundlage der menschlichen Skla. ist die Unterdrückung der S.. Der Mensch kann nicht wirklich frei sein, solange seine S. nicht frei ist. Solange sich seine S. und Liebe sich nicht natürlich entfalten darf.

3.

13.09.2021 13:59 • x 3 #961


Hansl

Hansl


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Zitat von Jetti:
Was vielleicht ein Fehler von mir ist: Ich suche oft in Büchern oder im Internet nach Antworten auf solche Fragen.


Das ist kein Fehler.
Ein Fehler aber ist es, wenn Du diese Weisheiten dann als Dogma verwendest, eine Schablone baust und dann anderen und Dir überlegst, somit richtig und falsch lebst.
Diese Weisheiten sind allenfalls Inspiration aber man muss auch selber denken, handeln und fühlen.Eigene Meinungen und Entscheidung entwickeln.

Zitat von Jetti:
Das war auch so, als der Schmerz über die unerwiderte Liebe mich mit dieser unglaublichen Wucht erfasste.

Ja, das tut er.
Tsunami.

Zitat von Jetti:
Und möglicherweise auch die Frage beantwortet, warum dies ein solches Problem darstellt im meinem Leben.

Eltern.
Dort ist die Wurzel vergraben.

13.09.2021 14:11 • x 2 #962



Der lange Weg des Scheiterns - Lernen durch Schmerz

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Bumich

Bumich


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Zitat von Ampelmännchen:
Vielleicht steckt dieses Vergleichen auch in uns Menschen drin? Treibt uns zu etwas an.


Zitat von Ampelmännchen:
Vergleichen, bewerten, Neid, Eifersucht und der anschließende Ehrgeiz brachte den Menschen vielleicht u.a. nach Nordamerika, zum Mond, zur Möglichkeit den Urknall fast sehen zu können, etc pp.

Betrachtet man seinen eigenen Verstand, erkennt man das er wie ein Prisma funktioniert. Nur spaltet er nicht das Licht, sondern die Wirklichkeit. Und er spaltet alles so lange, bis es nichts mehr zu spalten gibt..Aufspalten ist sein Mechanismus. Ein nützlicher Mechanismus. Nur sieht der Verstand niemals die ganze Wirklichkrit. Immer nur einen subjektiven Ausschnitt. In dem Link, den ich euch gegeben habe, wurde es das Wesen unseres Verstandes sehr anschaulich verdeutlicht.
Wer hat seine Hausaufgaben gemacht?

Wohin hat uns das alles denn gebracht? Es gibt so viele Menschen, wie können da so viele einsam und allein sein?
Noch nie konnte man so einfach mit Menschen auf aller Welt Reden. Noch nie war es so einfach mit Menschen in Kontakt zu kommen. Warum vereinsamem immer mehr Menschen? Warum finden immer weniger Menschen zusammen? Warum gibt es immer weniger Liebe, obwohl es immer mehr Menschen gibt? Die zur Liebe fähig wären. Stell man sich mal vor, es gäbe mehr Liebe auf der Welt, wie Menschen.
Wo alles doch heutzutage so einfach ist. Wir fliegen zum Mond, kommen aber nicht mehr zum Nachbarn rüber. Wir haben 10000 Facebook Freunde und wenn wir einen Freund brauchen, ist niemand da. Was hat uns alle der Fortschritt und die Technik für die Liebe und die Beziehungen eingebracht? Hat und der technische Fortschritt glücklicher, zufriedener und liebender gemacht? Ich persönlich sehe da nichts von. In Gegenteil. Alles wird immer abstruser und pervertierter. Die Menschen, die Politik und die Religionen.
Vieles ist einfach nur Augenwischerei.

13.09.2021 21:07 • x 4 #963


Jetti

Jetti


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Zitat von leskine:
Echter Selbstwert entsteht für mich jedoch nur aus Eigenmotivation und Selbstdisziplin, und genau das macht erfolgreiche Menschen aus

Tatsächlich stört mich das Wort "erfolgreich" an dieser Stelle.
Vielleicht weil es viel zu sehr dafür steht, etwas herzeigen oder vorweisen zu können.

Lange Zeit hat es mich belastet, nicht grad viel erreicht, bzw. nicht etwas aus meinem Leben "gemacht" zu haben. Kinder oder Karriere? Ich habe beides nicht. Meine berufliche Laufbahn ist ebenso wenig eine gerade Linie, wie mein sonstiger Weg durchs Leben.
Aber ich habe auch begriffen, dass ich meine Energie anderswo brauchte. Mich zweimal aus psychischen Erkrankungen herausgekämpft habe. Und ebenso aus dem abgrundtiefen Loch, nachdem endgültig feststand, ich werde nie einem Kind das Leben schenken können.
Die Verzweiflung überwinden und wieder Licht zu sehen, das war mein Erfolg. Aber in allgemeinen Verständnis bin ich eben kein erfolgreicher Mensch.
Manchmal kam es mir so vor, als musste ich schon eine Runde bis zur Startlinie laufen, um überhaupt erstmal mit den Anderen am gleichen Ausgangspunkt zu sein.

Ganz besonders knifflig sind in diesem Zusammenhang ja immer Klassentreffen. Aber ich bin trotzdem immer hingegangen, manchmal zwar mit einem doofen Minderwertigkeitsgefühl, aber das ist heute zum Glück nicht mehr der Fall.

Soweit bin ich jedenfalls schon gekommen....

13.09.2021 22:11 • x 3 #964


Jetti

Jetti


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Zum Thema Selbstwert habe ich heute doch nochmal das Internet befragt, und eine interessante Grafik gefunden. Leider kann ich die hier grad nicht einfügen. Oder geht das grundsätzlich nicht?

Jedenfalls stellte ich fest, dass ich Selbstwert bisher vorallem mit Selbstakzeptanz in Verbindung gebracht hatte. Dabei ist letzteres nur ein Bereich davon.

Selbstwert besteht demzufolge aus vier Säulen.

Selbstakzeptanz
Selbstvertrauen
soziale Kompetenz
soziales Netzwerk

Ich finde es immer sehr praktisch, solche Themen aufgeschlüsselt und strukturiert dargestellt zu bekommen. Schreibe morgen nochmal etwas mehr dazu, welche Inhalte die einzelnen Bereiche/Säulen ausmachen....

Für heute erstmal genug von mir.
Gute Nacht.

13.09.2021 22:44 • x 2 #965


Ampelmännchen

Ampelmännchen


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Zitat von Bumich:
Du klingst ziemlich verbittert und gefrustet. Wenn ich das mal so sagen darf.

Heute Morgen las ich das zuerst und seitdem hat mich deine Aussage nicht los gelassen und spukte mir ständig im Kopf herum denn das ist nun das zweite Mal, dass du mir das schreibst. Daher habe ich mich über die Bedeutungen "verbittert" und "frustriert" mit jemand anderem unterhalten und so langsam glaube ich, dass ich darunter bislang etwas anderes verstanden habe als du. Vorab aber zu aller erst...
...ich verstehe nicht wie du darauf im Zusammenhang mit meinem und von dir angebrachten Zitat kommst.
Darum kurz zur Erläuterung: es ging mir darum sich von Menschen frei zu machen, die einem nicht gut tun. Freunde, Bekannte, Kollegen, Arbeitgeber, Familienmitglieder und natürlich auch Partner. Menschen mal mehr oder weniger oder komplett meiden, die einem mehr Energie rauben als sie zur Erholung beitragen. Und sich eben nicht gezwungen fühlen und gute Miene zum Spiel zu machen. Das fängt bei banalen Kleinigkeiten an...wie z.B. die Oma sonntags in die Kirche meinetwegen begleiten wenn das gar nicht dein Ding ist, du es nur für sie machst und eigentlich abgenervt bist. Oder der Kumpel, der nur über seine Krankheiten meinetwegen reden kann und die Unterhaltungen dann einfach keinen Spaß machen und du schon gar nicht mehr hinfahren magst.
Und geht eben bis ins große wo du dich von deinen Eltern, deinem Arbeitsplatz oder deinem Partner entsagst.
Ich wollte nicht andeuten, dass ich von der Sorte Typ bin, der sich auf Teufel komm raus krumm macht und verbiegt, nur um zu gefallen.

Wie drücke ich das folgende aus, damit es klar und verständlich ist?
Ich nehme mal dein Zitat...
Zitat von Bumich:
Der eigene Wert wird ausschließlich oder hauptsächlich von dem Verhalten/ Aufmerksamkeit und dem Reden der anderen abhängig gemacht.

Nein. Im großen und ganzen möchte ich über mich behaupten, dass das so nicht zutrifft und ich möchte versuchen es zu erklären und damit kommen wir dem "verbittert" vielleicht auch näher.
Von klein auf spiele ich alles herunter wenn ich in den Augen anderer etwas kann oder in etwas gut sein soll. Ich schreibe jetzt mal etwas, was du mich nie sagen hören wirst:
Ich kann handwerken vom schränke bauen bis zum Fliesenlegen, kann zeichnen, Gitarre spielen und dabei singen, Gedichte schreiben, bin kreativ, kann Kung Fu, bin nett, charmant, aufmerksam, empathisch, lustig..nur mal so als Beispiel.
Verbal werde ich das immer relativieren. Egal wer mich dafür lobt, mir Beifall spendiert und mir oder anderen gegenüber das ein oder andere erwähnt...ich möchte es nicht hören.
Es reicht mir eine Geburtstagskarte zu malen und das ich jemandem damit ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Ich mag aber dann nichts mehr weiter hören. Ein danke ist gar nicht nötig oder wie toll die ist oder das ich das besonders gut kann. Und das würde ich auch nie von mir behaupten. Ja, ich zeichne. Punkt. Nicht mehr und nicht weniger.

Und weiter...ja, ich habe tolle Freunde und die halten eine ganze Menge von mir und können das auch benennen. Auch das steigert meinen Selbstwert nicht. Ganz im Gegenteil. Denn manchmal bin ich traurig darüber, dass andere Dinge in mir sehen und toll finden und schätzen und ich eben nicht. Ich bin halt einfach so. Ich brüste mich nicht damit oder find mich toll dabei. Da bin halt einfach nur ich. Und das ist okay so.
Meine Ex z.B. hat mal über sich behauptet, dass sie sich schon ganz g eil findet. Als ich das las, fühlte sich das für mich fremd an.

Meinem Selbstwert jedenfalls gibt das alles nichts. Das steigt dadurch nicht an.
Für einen kurzen Moment in meinem Leben hatte ich dieses Gefühl des sich steigernden Selbstwertgefühls mal. Es war nach dem Tod meines alten Herrn. Der hielt große Stücke von mir und dass ich viel von seinen handwerklichen Fähigkeiten gelernt hätte. Ich habe das immer abgetan und mich nur als "Handlanger" bezeichnet und ihn dabei verletzt. Als er starb habe ich mich drei Monate zurück gezogen und arbeiten zu Ende gebracht, die wir begonnen hatten. Habe mich an Neuem probiert, die ich ohne ihn nie machen wollte und alles hat funktioniert. Da flammte mit einem Mal nach Jahren ein Gefühl von Selbstwert auf. Ich mag den Begriff stolz nicht aber wenn ich etwas in dieser Zeit empfunden habe, dann kommt dem das wohl sehr nahe. Mein Alter hatte also recht.

Kurz darauf lernte ich meine Ex kennen und das Desaster nahm seinen Lauf.
Ich habe keine Probleme damit meine Defizite beim Namen zu nennen. Darüber zu reden. Darin bin ich allemal besser als über meine positiven Eigenschaften.
Wenn mir aber jemand, so wie meine Ex, meine positiven Eigenschaften abspricht und hinter meinem Verhalten, hinter meinem Wesen, schlechte Hintergedanken unterstellt und mich darin nicht so sieht wie ich bin...auch wenn oder vielleicht auch weil ich dafür keine Lobhudeleien hören möchte, damit, ich muss dir zustimmen, habe ich mir von ihr meinen restlichen Selbstwert kaputt machen lassen.
Es ist nur ein Mensch und viele andere sehen das anders, ich weiß das alles. Nur wie gesagt, meinen Selbstwert ins positive verhelfen können andere nicht. Ins negative ist das aber kein Problem.

Wenn du "verbittert" so meinst wie ich es bislang verstanden habe, als griesgrämigen, wütenden und nur negativ denkenden Menschen dann muss ich dir erneut schreiben, dass ich nicht verbittert bin.
Wenn du damit aber jemanden meinst, der eigentlich im Großen und Ganzen seine Lebensfreude verloren hat und oftmals eine erdrückende Schwere und Traurigkeit verspürt, keine Energie und Disziplin hat dagegen anzuarbeiten weil er selbst da vorne nichts positives erkennen mag und dem es manchmal egal ist wenns morgen vorbei ist...dann hast du recht. Dann bin ich verbittert.
Aber nicht nur meiner Ex wegen. Das wäre unfair, das zu behaupten. Da kommen noch andere Dinge hinzu.

Ich könnte wohl einiges mehr schreiben aber ich denke, ich hör damit jetzt mal lieber auf.
Wichtig war mir halt deine erneute Aussage über mich über die ich mir eben den ganzen Tag Gedanken gemacht habe und ich ein bedrückendes Gefühl dabei hatte.

13.09.2021 23:43 • x 3 #966


Jetti

Jetti


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@Ampelmännchen
Diese tiefe Traurigkeit ist sehr spürbar in Deinen Zeilen.
Zu denken ".....egal, wenns morgen vorbei ist...", dass kenne ich von mir nur allzu gut. Auch deshalb hat Dein Text mich sehr berührt.

Aber zunächst einmal ist es Eure Diskussion........

14.09.2021 03:21 • x 3 #967


Hansl

Hansl


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Zitat von Ampelmännchen:
Wenn mir aber jemand, so wie meine Ex, meine positiven Eigenschaften abspricht und hinter meinem Verhalten, hinter meinem Wesen, schlechte Hintergedanken unterstellt und mich darin nicht so sieht wie ich bin...auch wenn oder vielleicht auch weil ich dafür keine Lobhudeleien hören möchte, damit, ich muss dir zustimmen, habe ich mir von ihr meinen restlichen Selbstwert kaputt machen lassen.


Hier spricht die Erfahrung.
Diese Umkehrung musste ich auch hinnehmen.
Aber es ist deren Problem, nicht zu vertrauen. In dem Menschen, der einem nichts böses will, eine Gefahr zu sehen. Vermutlich haben Menschen, die einem dann schlechte Gedanken andichten, einem zunehmend mit Misstrauen begegnen ein Problem damit, mit emotionaler Nähe umzugehen. Verantwortung für andere zu übernehmen. Und sie haben Angst.

Zitat von Ampelmännchen:
Wichtig war mir halt deine erneute Aussage über mich über die ich mir eben den ganzen Tag Gedanken gemacht habe und ich ein bedrückendes Gefühl dabei hatte.

Ich denke, Du solltest Dich am besten kennen.
Klar, oft bekommt man schon Dinge gesagt, die man selbst nicht an sich wahr nahm.
Aber Du solltest schon die Qualität erkennen. Und auch den Anspruch an Qualität beibehalten.
Du kennst Dich doch selbst.
Verbitterung steht hier Null im Raum.
Ich könnte Dir vom Fleck weg hier Verbitterte nennen.
Verbitterte Menschen sind feindselig.

Zitat von Jetti:
Diese tiefe Traurigkeit ist sehr spürbar in Deinen Zeilen.
Zu denken ".....egal, wenns morgen vorbei ist...", dass kenne ich von mir nur allzu gut. Auch deshalb hat Dein Text mich sehr berührt.

Das muss nichts schlechtes sein.
Man lese Hermann Hesse.
Es ist eben Schicksal, im Dachboden seine zweite Heimat zu haben.

14.09.2021 03:54 • x 2 #968


Bumich

Bumich


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Zitat von Ampelmännchen:
Heute Morgen las ich das zuerst und seitdem hat mich deine Aussage nicht los gelassen und spukte mir ständig im Kopf herum denn das ist nun das zweite Mal, dass du mir das schreibst

Das 2te mal ? Ja kann sein. Ich weiss es nicht mehr. Nimm mein Gelaber bitte nicht zu persönlich. Das ist nichts weiter als mein Eindruck, meine Gedanken, die beim Lesen aufploppen.. Das muss nicht stimmen. Oft liege ich voll daneben mit meinen Annahmen. Nimm das bitte nicht alles ganz persönlich.

14.09.2021 09:42 • x 1 #969


leskine

leskine


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Zitat von Jetti:
Tatsächlich stört mich das Wort "erfolgreich" an dieser Stelle. Vielleicht weil es viel zu sehr dafür steht, etwas herzeigen oder vorweisen zu können. Lange Zeit hat es mich belastet, nicht grad viel erreicht, bzw. nicht etwas aus meinem Leben "gemacht" zu haben. Kinder oder Karriere? Ich habe ...

Erfolg ist das was du daraus machst. Ein erfolgreicher Mensch ist jemand, der kämpft und sich weiterentwickelt.
Wie messen wir Erfolg? Status?
Ich denke mehr an Zufriedenheit mit sich selbst. Das ist für mich Erfolg.

14.09.2021 09:58 • x 1 #970


leskine

leskine


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Zitat von Ampelmännchen:
Nur wie gesagt, meinen Selbstwert ins positive verhelfen können andere nicht. Ins negative ist das aber kein Problem.

Wie geht das? Wenn du so reflektiert bist, dass von Außen dein Selbstwert nicht gesteigert werden kann. Wie ist es denn möglich das ein anderer deinen Selbstwert zerstören kann?
Ich kenne diese Situation auch. Auch durch meine Ex.
Habe mir dann diese Frage gestellt. Und musste erkennen, dass ich es bin der sich den Selbstwert zerstörte, weil ich mir ihre Aussagen zu Herzen nahm. Nicht Selbstbewusst war!
Selbstbewusstsein schützt dich, dein Selbstwertgefühl. Zumal sind Aussagen des anderen, Emotionen, seine, nicht deine.
Das hat mir geholfen.

Zitat von Ampelmännchen:
Disziplin

Es ist die Selbstdisziplin die ich versuche, immer und immer wieder zu aktivieren. Und glaube mir, das Tal in dem ich saß, war stockdunkel, Hoffnungs- und Trostlos.

Es sind nur zwei Worte, diese können jedoch alles verändern.
Disziplin und Selbstbewusstsein.

14.09.2021 10:06 • x 1 #971


Heidemarie


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Größter Feind des Erfolgs in der Eigenwahrnehmung ist oft der Neid. "Hat meine Nachbarin das größere Auto vor der Tür stehen? Was, meine Freunde haben schon Enkel und ich nicht..... Wieso macht die jetzt 100 Kilo auf die Beinpresse und ich nur 60? Was, ihr fahrt schon wieder in Urlaub? Wie - du hast keine Angst vorm Zahnarzt?"

Vergleich schwächt immer.

14.09.2021 10:22 • x 1 #972


Jetti

Jetti


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Zitat von leskine:
Ein erfolgreicher Mensch ist jemand, der kämpft und sich weiterentwickelt.

Okay. Das passt irgendwie besser.
Vielleicht ist der Begriff "Erfolg" einfach in der allgemeinen Wahrnehmung zu einseitig besetzt. Eben mit Status und tollen Ergebnissen.
Aber so wie Du es jetzt schreibst, schließt es ja auch ein Nichterreichern des Gewünschten mit ein. Erfolgreich ist man trotzdem, weil man sich der Situation oder sich selbst gestellt hat. Und schon allein das verändert etwas.
Nie stehenbleiben.
Leider ist das mit der Selbstdisziplin bei mir nicht so einfach. Zu oft verliere ich mich in Gedanken und mir fehlt oft genug die Kraft, immer und immer wieder kämpfen zu müssen.

14.09.2021 10:42 • x 4 #973


Jetti

Jetti


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@Bumich
Deine Antwort ist jetzt doch recht salopp.
Ampelmännchen hat sehr viel über sich erzählt, was ihm vielleicht auch nicht unbedingt ganz leicht gefallen ist.
Immerhin haben Deine Worte ihn stark beschäftigt. Doch eigentlich haben sie gar keine Bedeutung?

14.09.2021 10:52 • x 1 #974


leskine

leskine


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Zitat von Jetti:
Eben mit Status und tollen Ergebnissen.

Das ist deine Interpretation der Realität. War auch einmal meine. Man kann dies jedoch einfach verändern.

Zitat von Jetti:
rfolgreich ist man trotzdem, weil man sich der Situation oder sich selbst gestellt hat. Und schon allein das verändert etwas.
Nie stehenbleiben.

Zum Beispiel genau. Und dann ist sehr wichtig sich selbst zu loben. Oft nimmt man Kleinigkeiten nicht als Erfolg wahr und anstatt Lob gibt man sich selbst ein 'naja das ist ja gar nichts'.


Zitat von Jetti:
Selbstdisziplin

Ist nie einfach. Wenn man so denkt. Es gibt allerdinsg einen Schlüssel. Ich möchte mich hier nicht hervortun, auch ich kämpfe in einigen Bereichen mit Selbstdisziplin, in anderen wiederum bin ich sehr diszipliniert. Ich baue mir das auf wie ein Haus.

Zitat von Jetti:
Zu oft verliere ich mich in Gedanken

Auch das kennen ich und viele anderen. Aber es ist ein Trugschluss, denn;

Zitat von Jetti:
mir fehlt oft genug die Kraft, immer und immer wieder kämpfen zu müssen.

das sagen dir deine Gedanken. Die Kraft tankst du allerdings aus dem Kampf. Und der Kampf ist etwas schönes, denn er lässt dich wachsen, wenn du deiner Energie dahin richtest, dir selbst gut zu tun und nicht dir selbst zu schaden.
Autosuggestion ist eine Zaubermittel, für mich. Bzw. verwende ich Motivationsreden über den MP3 Player. Die liefen bei mir Rund um die Uhr, überall wo ich war.

Also, das kämpfen ist Teil unseres Lebens. Was wären wir ohne Kampf? Nimm ihn an, und wenn du beginnst den Kampf und den Schmerz zu lieben, dann spürst du deine Stärke, die in dir steckt.

14.09.2021 10:54 • x 1 #975



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