Zitat von langerWeg:@E-Claire ich wusste, worauf ich mich hier einlasse, habe vorher lange und interessiert gelesen.
Habe auch festgestellt, dass es für die meisten der üblichen Antworter nur den einen gangbaren Weg gibt, "Ich will und alles andere muss sich unterordnen, jeder, der nicht so denkt ist feige/blöd und so weiter."
Ich hoffe auf ein paar Perlen, welche auch in anderen Strängen zu finden sind, welche über Geschichten berichten, welche auf die eine oder andere Weise ausgegangen sind.
Das Ding mit den Perlen ist ja leider, daß sich Muscheln nicht einfach mal mit Gewalt öffnen lassen, also Kraft eigener Wassersuppe, sondern es dazu Kenntnis von Technik bedarf und eben auch Übung.
Wenn ich das so lese, dann scheint mir, daß Du Trost suchst. Daß es eben doch auch nicht leicht war, sich für das Vernünftige, Richtige oder eben auch für Dich einzig wirklich (realistisch) Denkbare zu entscheiden.
Und natürlich gehen Entscheidungen immer auch mit Zweifeln(n) einher.
Ein Fremdverlieben ist, außerhalb der notorisch Suchenden, immer verändern, eben auch erschütternd. Um dies mit dem eigenen Welt- und Selbstbild wieder in Einklang zu bringen, braucht es Zeit. Und anders als im beruflichen Bereich, nur weil man sich dann doch durchgerungen hat, eine (un-)Hiebsame Entscheidung zu treffen, macht die doch noch nicht wieder alles gut. Das stellen wir uns zwar so vor, aber so ist das Leben doch eigentlich nur sehr selten.
Persönlich denke ich, daß Perlen zu finden, zwar ein netter Zeitvertreib ist, selbst welche zu schaffen, aber nachhaltiger.
Da jede Perle als kleines Sandkorn gefangen in einer Muschel anfängt, habe ich zwar keine Perle für Dich, aber vielleicht ein Sandkorn.
Mag sein, daß es aus der Erschütterung über das Fremdverlieben resultiert, mag sein es ist stattdessen der Kinderwunsch es besser zu machen, mag sein Du kannst einfach nicht verlieren, woran es auch immer liegt. Deine ganze Haltung bestimmt sich durch richtig und falsch.
Richtig und Falsch sind moralisch gebildete Werturteile, über einen Faktenausschnitt, zu einem bestimmten Zeitpunkt. Was gestern falsch war, kann morgen richtig sein. Was heute richtig ist, könnte morgen schon falsch sein. Und da rede ich noch nicht einmal darüber, daß man richtig und falsch empfindet.
Will sagen, die Annahme das vermeintlich richtige zu tun würde einem Trost spenden, ist in erster Linie eben nur eine Annahme.
Persönlich glaube ich tief und fest daran, daß, was sein soll, auch sein wird.
Ich wünsche Euch 8 ganz viel Glück und ein bißchen mehr Vertrauen darauf, daß Leben vor allem eins ist, nicht kontrollierbar.