Ich bin mir gerade wirklich nicht sicher, aber ich checke das einfach nicht.
Ich verstehe, daß man den/die Ex blöd oder schlimmer behandelt. Ich verstehe auch, daß man sich jemanden sucht, der weniger lebenstüchtig ist als der/die jetzige Partner/in aus sehr eigenen Gründen.
Ich verstehe irgendwie auch, daß es nicht besonders cool ist, wenn der/die Ex dann neben einem einzieht. Und ich verstehe, daß, dieser/diese bei einem schönen Leben zu zu schauen, dennoch Verlasser zu sein, auch ungute Gefühle hervorruft.
Ich finde es wirklich bewundernswert, diese so zuzugeben und nach Hilfe zu fragen.
Hier ist, was ich nicht verstehe:
Ich verstehe nicht, auf einem Dorf zu wohnen, dort weiter zu wohnen und wohnen zu wollen, aber darauf zu hoffen, daß die Ex wegzieht, obwohl beide dort verwurzelt sind. Ob direkt nebenan oder zwei Straßen weiter macht auf einem Dorf wirklich wenig Unterschied; sagt eine, die viele Jahre in einem Dorf zugebracht hat.
Ich verstehe auch nicht, die Zurückhaltung der neuen Freundin gegenüber. An welcher Stelle müssen Deine (sic!) Freunde die mögen? Und genauso, an welcher Stelle darf Deine neue Freundin die Nichtakzeptanz zu Deinem Problem machen?
An welcher Stelle halten sich Freunde erst raus, um dann ein paar Monate später so fiese Sachen über die neue Partnerin zu sagen.
An welcher Stelle verbittet man sich das einfach in Dorffreundschaften und ist ok damit, daß diese Freundschaften den Bach herunter gehen?
An welcher Stelle veranstaltet man nicht ein mal pro Monat ein Fest?
An welcher Stelle lässt man einen anderen Menschen, der so lange für einen da war und von dem man sich trennen möchte, direkt nach einer Trennung bei großen Katastrophen oder großen Erfolgen so einfach im Regen stehen?
Kurzum, an welcher Stelle bitte, sind Deine "alten" Freunde eigentlich "ihre" neuen, hält das für ein Problem der "anderen" und traut sich nicht einmal, etwas dazu zu sagen, daß die neue ihr Studium auf Eis legt oder/bzw ohne zumindest zu sagen ähm, finde ich jetzt schwierig.
Bitte verzeih und vertraue darauf, daß ich nicht DICH werte, aber Deine Handlungen und offensichtlich die Gründe für diese, empfinde ich als recht ungünstig. Gibt in Norddeutschland eine Redewendung, die da lautet, kann man so machen, ist dann halt sche**e.
Ich checke halt nur wirklich nicht, was es für Dich braucht, um sich mit sich selbst auseinander zu setzen, anstatt das Leben, die neuen Gegebenheiten und vor allem nicht die eine oder andere Frau dafür verantwortlich zu machen.
Und da ich mit Suchtproblematik echt vertraut bin/ selbst betroffen, nö, daß ist nur bedingt ein Sucht-Ding, es ist ein Persönlichkeit-Ding.
Da Du ja Praxis-Tipps wolltest, es ist ein Dorf: gehts jeden Sonntag zusammen in die Kirche, züchtet (Zwerg)Widder für die nächste Klein-Messe (oder Hühner), engagiert Euch für Lokalpolitik. Gebt's halt Feste. Wenn sie nicht mitzieht, würde ich Ortswechsel anraten oder anderes.
Dennoch an welcher Stelle, ist man so laut Profil über Dreißig, wechselt warm am Land und ist dann überrascht von seiner eigenen Wut?
Lange Rede kurze Frage, was genau hattest Du Dir eigentlich vorgestellt, hätte passieren sollen?
Ex verschwindet, neue ist super akzeptiert?
Falls ja, wie denn?