Es sind jetzt schon über 4 Monate her, seit ich das letzte mal geschrieben habe. Zwar hat sich in meinem Leben viel getan, nicht aber was an meinen Gefühlen.
Sie hat gekündet und arbeitet nicht mehr in der Bibliothek. Ebenfalls ist sie in eine andere Stadt (in der wo sie studiert) gezogen und zwar in eine 3er WG. Ob Corona was damit zu tun hat weiss ich nicht, hab das alles durch einen ihrer Arbeitkollegen erfahren. Also der Mitbewohner von damals und der gemeinsame Arbeitsplatz sind weg. Weiss nicht, ob dies irgend einen Einfluss auf uns haben könnten.
Ich habe ihr zum Geburtstag einfach eine Karte geschickt, mehr aber nicht, auf die natürlich keine Antwort kam.
Derzeit arbeite ich weiter an mir. Ich trainiere hart und komme nach dem lockdown langsam in Bestform. Wurde an der Schweizer Meisterschaft in Powerlifting dritter.
Ebenfalls ernähre ich mich seit über einem Monat vegetarisch, so wie sie es macht.
In der Nau Zeitschrift, in welcher sie nun regelmässig schreibt, habe ich auch einen Gastbeitrag über Politik veröffentlicht.
Der letzte Punkt was das Studium angeht: Ich hab die provisorische Zusage einer Höheren Fachschule in Bern, erhalte aber Ende Monat evt eine weitere von einer Höheren Fachschule in jener Stadt, in welcher sie studiert und die eng mit ihrer Fachhochschule zusammen arbeitet. Würde ich mein Studium an der HF bestehen, könnte ich zur gleichen Fachhochschule wie sie derzeit ist, gehen, und dort meinen Bachelor machen.
Ich wäre zwar 1 1/2 Jahre bzw 3 Semester nach ihr fertig, aber hätte dann dennoch den genau gleichwertigen Abschluss. Unabhängig von ihr, denke ich, dass mir dieses Studium gut tun würde und fürs Leben was bringt.
Was die Politik angeht, bin ich weiterhin in keiner Partei, aber halte es mir offen, ab Neujahr auch da anzugreifen.
Was wirklich gemein ist, ich hatte immer Angst, dass ich sie verliere wenn wir über Politik sprechen, da ich dachte, wir haben sehr unterschiedlich Meinungen. In den Artikeln, die sie jetzt aber schreibt, vertritt sie die selbe Meinung wie ich. Leider haben wir weiterhin keinen Kontakt.
Seit Februar arbeite ich an einem Roman, welcher von einem alten Mann erzählt, der ein Leben lang auf seine erste Liebe wartete und mit dieser im Alter dann endliche wieder vereint ist. Die Handlungsetappen welche in der Jugend des Mannes spielen, wären sozusagen autobiografisch und erzählen was wirklich zwischen ihr und mir war. Diesen Roman möchte ich bis Dezember fertigstellen und ein Exemplar bei einer Druckerei für sie drucken und zur Weihnachten senden. Zusammen mit einem Brief an dem ich auch seit Anfangs März schreibe. Ursprünglich hatte er mal über 6 Seiten, ich versuche ihn immer wieder zu kürzen. Mittlerweile bin ich bei 2 Seiten, aber für mich reicht das nicht. Es gibt so vieles mehr was ich sagen möchte.
Es ist hart aber umso mehr Zeit vergeht, umso klarer wird mir, wo ich einfach anders hätte handeln müssen. Ich bereue jeden Tag, dass ich damals nicht bei ihr eingezogen bin oder das ich ihr keinen Heiratsantrag gemacht habe.
Zitat von Bonjour:Ihre Vorwürfe klingen doch alle etwas unglaubwürdig, so als würde sie nach Gründen suchen ... am Ende haben sich vielleicht einfach ihre Gefühle für Dich verändert
Das dachte ich auch und genau deswegen finde ich es so schade, etwas aufzugeben, wenn es dafür nicht mal einen klaren Grund gibt. Auch für das verändern von Gefühlen gibt es Einflüsse. Aber dennoch danke für deine Antwort