KBR
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Das alles war offenbar bei meinem Ex total ausgeschaltet und ich kann überhaupt nicht einordnen, was an dieser Beziehung eigentlich von seiner Seite echt war.
Obwohl das Ende nun schon so lange her ist, ist mein Vertrauen in meine Instinkte nicht zurück gekehrt. Ich stehe völlig ratlos vor diesem Phänomen. Ich kann zwar immer noch analytisch alles einordnen, was mir begegnet, aber ich vertraue mir nicht mehr.
Hinzu kommt, dass ich eine steigende Abneigung gegen Gesellschaft (insb. von Männern, egal ob Verwandte, Freunde, Bekannte, Kollegen .. ) entwickele. Das finde ich nicht schlimm, so lange ich damit zufrieden bin, aber mir ist klar, dass das irgendwann kippen wird.
Das heißt nun nicht, dass ich im partnerschaftlichen Sinn an Frauen interessiert bin. Ich bin im partnerschaftlichen Sinn an gar nichts interessiert. Und bei der kleinsten Avance fühle ich mich schon belästigt (nicht sechsuell sondern in meiner Ruhe und Unabhängigkeit), weil daran Erwartungen geknüpft sind und ich niemandes Erwartungen erfüllen will.
Ich finde diese Entwicklung erschreckend und so sehr ich meine Sensibilität auch früher oft verflucht habe, weil sie sehr Kräfte zehrend war und ich Abgrenzung von den Stimmungen anderer erst lernen musste, so sehr wünsche ich mir heute, sie wäre wieder die Bank, die ich mal hatte.
Ich finde diese Entwicklung erschreckend, denn wenn der beste Freund nicht mehr als der beste Freund sondern "nur noch" als Mann und damit mit Ablehnung wahrgenommen wird, ist irgendetwas ganz und gar nicht im Lot.
Nein, zu diesem Zeitpunkt werde ich keine Therapie machen. Aber ich behalte das sehr wachsam im Auge.
Und ja: nach außen ist alles Trallalla bzw. wird es von außen so wahrgenommen. Kein Problem mit Menschen, mit Smalltalk usw.