Ok, jetzt bin ich am Notebook und werde mal ausführlicher und vor allem umfangreicher antworten.
1. Fakt: Wer mehr Energie zu sich nimmt als verbrennt nimmt zu. Punkt. Da kann man soviel dran kritisieren und meiner Person das als Exklusivmeinung unterstellen wie man will, ändert aber nichts am Fakt. Wenn ich sage, dass die Erde sich um die Sonne dreht, wird mir das auch von einigen als "Abwertung" und "Exklusivmeinung" unterstellt. Hängt an meiner polarisierenden Person, dessen bin ich mit bewusst.
2. Fakt: Ich habe Erkrankungen explizit aus meiner Argumentation/Sichtweise herausgenommen. Was passiert? Einige erzählen hier von ihren persönlichen Schicksalen (Krankheit) und werten mich ab. Klasse Leistung. Übrigens, ich habe auch eine Krankheit (gehabt?) - Depressionen und Angststörung. Ich habe auch zur Therapieunterstützung Tabletten genommen - allesamt mit der häufigen Nebenwirkung: Gewichtszunahme. Wenn man nun den ersten Fakt dagegen hält und ein halbwegs denkender Mensch ist, was tut man da? Genau - bewusster essen (Habe Döner und Fast Food komplett von meinem Speiseplan da gestrichen) und mehr Bewegung in mein Leben eingebaut (Tischtennis, Joggen, Rückengymnastik, usw.). Zudem kann mir niemand erzählen, der mit einer psychischen Erkrankung in Behandlung ist, dass Bewegung/Sport ihnen nicht Therapie begleitend vorgeschlagen wurde. Wer das anzweifelt, der lügt schlichtweg. Wurde ja hier auch gerne als Ausrede angeführt.
3. Fakt: Klar gibt es für alles Gründe - das ist ein Grundprinzip des Universums, das jede Aktion eine Reaktion beinhaltet. Kann man auch anzweifeln, ändert aber nichts am Grundsatz.
Hier werden permanent nur Krankheiten angeführt, weswegen man dick ist. Klar, es gibt diese Ausnahmen! Ich wiederhole, da Einige ein krasses Verständnisproblem haben: AUSNAHMEN. Das heisst - WENIGE gegenüber einer MASSE.
4. Fakt: die wenigsten Krankheiten lassen umfassende Bewegung nicht zu. Nehmen wir mal jemanden, der im Rollstuhl (kaputtes Rückenmark) sitzt und sich nur eingeschränkt bewegen kann. Dort gibt es Ernährungspläne und Bewegungspläne. Wie oft seht ihr dicke Menschen in einem Rollstuhl? Sicher, die deren Knie kaputt sind, weil sie zu lange zu viel Gewicht halten mussten.
Weiterhin zeigt sich hier wieder ein Grundproblem von Vielem in diesem Forum, grade den Kritikern meiner Person: Verantwortungsabschiebung. Sei es nun ein (selbst diagnostizierter) Narzisst, der böse zu einem war oder (selbst diagnostizierte) Hochsensibilität, die einen zu so einem extrem sensitiven Menschen macht, dass man sich gegenseitig feiern muss, wie top-individuell man ist.
Gemünzt auf dicke Menschen (finde es übrigens lustig, dass grade diese Menschen "dick" als abwertendes Attribut sehen - fragt euch mal warum) passiert dann hier folgendes:
Ich nehme Cortison - zack, entschuldigt. Ich habe eine Stoffwechselkrankheit - zack, entschuldigt. Ich habe ein psychische Erkrankung - zack, entschuldigt. Euch, die ihr das euch gegenüber entschuldigen müsst, ist das vielleicht genug. Mir nicht. Es muss sich niemand bei mir wegen seiner Leibesfülle rechtfertigen. Aber wenn man dann dieses Fass aufmacht, dann kann man auch mal ehrlich sein - auch zu sich selbst. Oder glaubt man das irgendwann, wenn man sich das immer wieder vorbetet?
Ich nenne sowas: sich selbst was vorlügen um sich ja nicht mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten auseinanderzusetzen.
Ich kenne MS Patienten, die schlucken soviel Cortison, dass ich kaum noch den Nutzen davon sehen kann. Aber ich bin kein Arzt, wird so passen, wenn die das so anordnen.
Die machen (auch durch den Arzt verordnet) SPORT, denn Bewegung gehört mit zur Therapie. Sagte ich hier alles schon (oder in dem Ursprungsthread!?). Erinnert sich noch jemand an Fakt 1? Nein? Nachlesen.
Ich kenne auch genug dicke Menschen, die meinen es mit einer GENETISCH veranlagten Stoffwechselerkrankung entschuldigen zu wollen. Ein Erlebnis, was nicht so lange her ist dazu: Ich kenne eine Frau, die genau das erzählt und in diesem Moment eine Banane in ein Nutella-Glas tunkt und genüsslich abbeisst. Ja, wenn ich 5000 kcal am Tage zu mir nehme, aber nur einen Bedarf von 1500 kcal habe, dann kann man das Stoffwechselerkrankung nennen (der böse Körper verbrennt ja nicht alles, was man zuführt) oder man kann einfach sagen, dass man zu gerne viel zu ungesundes Zeug in sich reinstopft und zu faul für Bewegung ist.
Die Argumentationen hier sind teilweise einfach nur hanebüchen. Verantwortungsabschiebung pur - alles und jeder ist Schuld am eigenen Sein/Leid. Das fällt mir wie gesagt schon länger auf - nicht nur in diesem Thread. Aber es ist ja dann einfacher denjenigen, der das offen anspricht anzugreifen - vielleicht weil man das nicht lesen möchte, oder (und nun werde ich sehr direkt) zu blöde ist das Geschriebene zu verstehen. Ist ja nicht selten so, dass der Abwehrreflex einsetzt sobald man berührt wird. Lieber beissen als sich damit auseinanderzusetzen.
Abschliessend: habe ich was gegen Dicke? Nö, ist mir doch egal was andere mit ihrem Körper anstellen. Deren Ding und ich rege mich auch nicht über FOLGEERKRANKUNGEN auf (wird ja hier ungern erwähnt, nur Erkrankungen, die dazu führen) die das Gesundheitssystem belasten.
Wenn jemand meint, ihm sei Mcdreck wichtiger, als sich die Schuhe im Stehen binden zu können - sein gutes Recht. Aber dann kann er/sie auch so ehrlich sein und sagen: Ich bin zu faul/doof/verfressen - davor hätte ich wesentlich mehr Respekt als die mittlerweile ellenlange Liste von Ausreden.
Hier sind wir dann auch wieder beim Thema Disziplin und Ehrgeiz. Ich bin ein Freund vom Schuhe binden im Stehen - aber jeder setzt seine Prioritäten anders.
So, Ich stehe auf dem Marktplatz und das Gemüse kann geworfen werden (bitte kein Fastfood

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