Affäre
Gast
Seit nun mehr 5 Jahren führe ich eine Beziehung zu einem Mann. Dieser Mann ist nicht irgendjemand sondern mein Vorgesetzter. Er war es, der sich anfänglich in mich verliebt hat, er war es, der mir den Himmel auf Erden bescherte und alles für mich tat. Jedoch mit dem einen Fehler: er verschwieg mir wochenlang, dass er zu Hause seit knapp 2 Jahren eine Beziehung führt. Als er es mir sagte, war es zu spät. Ich habe mich in ihn verliebt. Er meinte, dass er keinerlei Gefühle für seine Partnerin mehr hätte und er sie für mich verlassen würde. Ein Wort von mir genüge und er würde sich trennen. Obwohl er mir einen sehr romantischen Heiratsantrag machte, wollte ich ihm die Entscheidung nicht abnehmen. Alles blieb beim Alten. Wir arbeiteten zusammen, hatten viel Spaß, ich duldete die sogenannte "WG" zu Hause in der Hoffnung, er würde selbst reinen Tisch machen, vergebens.
Gebau vor einem Jahr kam seine Partnerin dahinter, dass zwischen uns was läuft. Sie setzt ein Ultimatum: sie oder ich. Er entschied sich für sie. Für mich brach eine Welt zusammen und der Horror begann erst jetzt richtig. Es folgten viel Streit, Wutanfälle. Er beendete offiziell die s.uelle Beziehung zu mir, auf die berufliche bestand er weiterhin, was seine Partnerin akzeptierte. Dennoch blieb es nicht nur dabei. Unsere zwischenmenschliche Beziehung ist nach wie vor aufrecht, er meint, er mag mich noch immer sehr, nein, er liebt mich. Seine Partnerin ahnt davon, dass noch immer alles beim Alten ist, sie sieht jedoch genauso zu wie ich und duldet es.
Es gibt Zeiten, wo der Hass in mir aufsteigt, dann wiederum liebe ich ihn abgöttisch. Ich kann mich nicht lösen, obwohl ich weiß, dass er ein feiger Lügner ist. Er belügt mich, seine Partnerin. Sie ist mit ihm seit 7 Jahren ein paar, er mit mir seit 5 Jahren. Zusätzlich weiß ich von einer Affäre, die er über mehrere Monate ein Jahr vor mir hatte. Auch während unserer Zeit hatte er Kontakt via Internet zu anderen Frauen. Sowohl ich als auch die Partnerin wissen von der Konversation und dennoch halten wir daran fest. Warum nur? Was macht dieser Mann nur, dass er uns so fesseln kann?
Ich bin verzweifelt! Ich möchte, dass seine Partnerin die Wahrheit erfährt. Ich möchte mich lösen auch mit der Gefahr, keinen Job mehr zu haben. Ich will frei sein und ich möchte, dass dieser Mann für seine Lügen büßt! Aber warum bin ich im entscheidenden Moment so schwach? Warum nur?

)
Ähnlicher Fall (allerdings ohne Alki-Frau). Ich möchte hier nicht die "männliche Sicht" rechtfertigen, kein Mitleid erheischen, sondern dafür werben, sich nach der notwendigen Trennung in die Lage des/der Affairen-Partners/-in einzufühlen. Je mehr dieses nach und nach gelingt, kann der Trennungsschmerz in gleichem Maße geringer werden, vorausgesetzt, mann/frau empfindet tatsächlich mehr als nur Abenteuerlust für den anderen.