Zitat von MissLilly:Es ist sehr schade, dass AndiY offenbar mehr über seine Frau zu erzählen bereit ist, als über sich selbst und SEINE wahren Gefühle und ...
Wisst ihr - ich habe mich so viele Jahre untergeordnet, dass ich garnicht weiß, was ich will. Dieses Gefühl finde ich egoistisch und - ich mache lieber was meine EF will, denn „happy Wife, happy Life“.
Ich bin sehr genügsam, solange ich ein bischen meinen Freiraum und Ruhe habe. Ich hatte vor 10 Jahren mit Ausdauersportler angefangen und habe im Alltag noch 6-8 Stunden Sport die Woche untergebracht- meistens in meinen Arbeitspausen oder Abends, wenn die Kinder im Bett waren und meine EF (zuhause am Laptop) gearbeitet hat. Ich habe ein Laufband und Rennrad im Keller - das war dann qualitaty time für mich.
Ich war - was partnerschaftliche Aktivitäten anging - nie egoistisch. Ich habe wenig Lust auf Partys oder Interesse an sozialen Kontakten. Habe ich mir jedenfalls immer eingeredet, weil in Wirklichkeit (so im Nachhinein) hatte ich nur keine List auf Partys mit ihr - weil ich nicht so sein durfte wie ich bin. Oder auf soziale Events mit ihr - weil sie sich immer in den Vordergrund gedrängt hat - ich weiß nicht, es war ein komisches Gefühl.
Ich bin auf Arbeit eher streng und wenig nahbar- meinen Kolleginnen sind - egal wie sie aussehen - asexuelle Wesen. Ich habe keinwnFreunde aus dem beruflichen Kontext binden können, meistens weil ich an Firmenevents, After-Hour- B. usw. kein Interesse hatte. Ob das an meiner Frau liegt kann ich garnicht sagen.
Ich mache aktive Sachen gern allein - hasse es aber Abends - in ruhigen Phasen - allein zu sein.
Es gab Phasen in der Beziehung, da wollte ich mich trennen das war weit vor unserer Hochzeit - die Gründe dafür weiß sich nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich es am Ende nicht durchziehen konnte - wahrscheinlich aus Angst, dass ich ohne sie mein Leben nicht auf die Reihe kriege. Sie war stets die, die mich motiviert hat was aus mir zu machen, mein Potential zu erkennen, mich persönlich zu entwickeln.
Ich bin sehr wohlbehütet aufgewachsen, in einer typischen Geschlechter-Verteiler Rolle. Ich hatte immer gehofft, dass meine EF ebenfalls einen harmonivollen, ruhigen, planbaren Alltag mit mir schaffen könnte. Aber sie kommt mir dieser Ruhe, Gelassenheit, „tagsüber auf der Couch liegen“ einfach nicht klar.
Ich dachte wirklich, dass ihr etwas an mir liegt. Ich denke mittlerweile, dass sie mich braucht - und es liebt, dass ich sie liebe. Aber dass sie mich, sobald ich weg bin, vermisst und dieses Gefühl durch Ablenkung, Betäubung oder andere Glücksgefühle weg machen will. Die denkt nicht daran, dass es mir weh tun könnte, denn „was er nicht weiß, …“